Formel 3 EM - Rosenqvist: Seine furiose Aufholjagd

Kommando Attacke in Vallelunga

Für Felix Rosenqvist hätte das Rennwochenende in Vallelunga nicht schlimmer starten können. Der Titelaspirant zeigte aber eine beeindruckende Aufholjagd.

Motorsport-Magazin.com - Ein Wechselbad der Gefühle gab es für das Team kfzteile24 Mücke Motorsport aus Berlin und seinen Titelkandidaten Felix Rosenqvist bei der vorletzten Saisonstation der Formel-3-Europameisterschaft am Wochenende (11. bis 13. Oktober) im italienischen Vallelunga. Der Schwede musste das Qualifying für die Rennen 25 und 26 auf der 4,085 Kilometer langen Strecke wegen einer gebrochenen Radaufhängung (er war in einem ungünstigen Winkel über einen Randstein gefahren) vorzeitig beenden und in beiden Läufen vom Ende des Feldes (Position 27) starten. Für Rennen 27 reichte es im zweiten Qualifying noch zu Startplatz 13, während der italienische Gesamtführende Raffaele Marciello (beide Dallara Mercedes) bei seinem Heimspiel mit zwei Pole-Positionen schon auf Kurs vorzeitige Meisterschaft zu sein schien.

Doch Felix Rosenqvist pflügte sich mit furiosen Aufholjagden durch das gesamte Feld und erreichte als Zehnter, Neunter und Sechster noch drei Top-Ten-Plätze, womit er die Titelentscheidung auf das Saisonfinale am kommenden Wochenende (18. bis 20. Oktober) auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg verschieben konnte. Der Mücke-Pilot hat jetzt 45,5 Punkte Rückstand auf Marciello, der in Vallelunga zwei Siege und einen Ausfall verbuchte, bei insgesamt noch maximal 75 zu vergebenden Zählern bei den abschließen Rennen 28 bis 30 in der Formel-3-EM. Aber eines ist jetzt schon sicher: Egal, was in Hockenheim passiert, der 21-Jährige kann vom zweiten Gesamtplatz nicht mehr verdrängt werden und ist damit mindestens Vize-Europameister.

"Für Felix ist die Meisterschaft noch möglich, auch wenn es schwer wird. Doch dass vieles gehen kann, haben schon so einige Rennwochenenden gezeigt", sagt Teamchef Peter Mücke. "In Vallelunga haben wir trotz der schlechten Ausgangssituation noch das Maximale herausgeholt - durch eine gute Performance des Autos und fahrerisches Können von Felix, der am Limit unterwegs war. Und auch unsere anderen Fahrer haben sich bei ihrer Premiere auf der italienischen Rennstrecke von Rennen zu Rennen besser zurechtgefunden."


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