Formel 3 Cup - Kolumne - Philipp Eng

Klar die Schnellsten

Zwar lief beim Formel 3-Auftakt für Philipp Eng nicht alles perfekt, doch in seiner adrivo.com-Kolumne kann er viel Positives berichten.

Motorsport-Magazin.com - Das erste Saisonwochenende liegt hinter mir und auch wenn es vielleicht nicht perfekt gelaufen ist, so kann ich doch viel Positives daraus mitnehmen. Das Erste und Wichtigste dabei ist die Erkenntnis, dass wir vom HS Racing Team anscheinend sehr gut gearbeitet haben und momentan wohl die schnellsten Autos im Feld haben.

Natürlich hat mir dabei geholfen, dass wir derzeit das schnellste Auto im Feld haben.
Philipp Eng

Dass es dann im Qualifying gleich eine Pole Position geben würde, hatte ich zwar nicht erwartet, aber ich hatte schon an unsere Chance geglaubt. Schon im Test am Donnerstag war ich Schnellster und hatte einen großen Vorsprung auf den Zweiten. Deswegen hatte ich insgeheim schon ein wenig Hoffnung auf die Pole und als ich sie nach dem zweiten Zeittraining dann hatte, war es ein schönes Gefühl. Der zweite Platz im ersten Qualifying war dafür etwas unglücklich, weil ich auf meiner schnellsten Runde etwas Verkehr hatte.

Im Prinzip war das aber egal, denn immer wenn wir draußen waren, waren wir die Schnellsten auf der Strecke. Leider haben mir die Starts zu den Rennen dann aber gute Ergebnisse verbaut. Ich glaube, dass bei mir im Moment die Koordination bei den Starts noch nicht passt. In der Formel BMW ging der Start noch relativ simpel. Man musste mit der Kupplung nicht spielen, sondern ging beim Start einfach runter. In der Formel 3 muss man die Kupplung am Schleifpunkt halten und das ist ein völlig anderer Ablauf. Wenn ich es hier so mache wie in der Formel BMW dann geht der Motor sofort aus.

Philipp und sein Teamkollege Sebastian Saavedra waren die Schnellsten. © F3 Cup

Immerhin hatte ich in beiden Rennen Glück, dass mich niemand getroffen hat. Hinter mir wurde ein Fahrer getroffen, ich wurde aber verschont. Im zweiten Rennen war ich dann bei der Safety Car Phase nach dem Start ganz hinten, was eigentlich schon schlimm genug ist. Vor mir war aber auch noch ein Gentleman Driver, irgendein alter Fahrer aus Italien. Der hat viel zu viel Platz nach vorne gelassen und alleine um das aufzuholen brauchte ich zwei Runden. Trotzdem bin ich noch von Rang 26 auf vier gefahren und habe die schnellste Rennrunde geholt, was dann doch noch eine ganz gute Leistung war.

Natürlich hat mir dabei geholfen, dass wir derzeit das schnellste Auto im Feld haben. Dadurch war die Fahrt auch irgendwie, als ob ich mit heißem Messer durch weiche Butter schneiden würde. Ich habe mich dabei auch nie aufhalten lassen, sondern habe mir die Leute immer gleich geschnappt. Nach den guten Ergebnissen im Qualifying war es aber natürlich enttäuschend, dass es nicht zum Podest gereicht hat.

Was das Team betrifft, so muss ich sagen, dass ich mich sehr wohl fühle. Mit meinem Teamkollegen Sebastian Saavedra komme ich sehr gut aus, er ist ein schneller und netter Kerl. Wir pushen uns gegenseitig nach vorne, so wie das Team auch. Die Leute im Team sind auch alle nett und arbeiten gut. Ich habe mich da bereits sehr gut eingelebt.

Wir sind diejenigen, die es zu schlagen gilt.
Philipp Eng

Was die Arbeit betrifft, so ist der Unterschied zwischen Formel BMW und Formel 3 nicht sehr groß. Mein altes und das jetzige Team sind beide sehr professionell. In der Formel 3 muss man aber noch mehr Daten auswerten und noch intensiver mit dem Ingenieur zusammenarbeiten, damit das Setup passt. Die Basis von unserem Auto ist aber ohnehin sehr gut, da müssen wir nie viel ändern.

Auch deswegen würde ich behaupten, dass Sebastian und ich am ersten Wochenende klar die Schnellsten waren. Einmal ist dabei er schneller, einmal bin ich es und im Qualifying muss man dann eben die perfekte Runde treffen, damit man vorne steht. Der Abstand zum Dritten scheint aber schon relativ groß. Deswegen würde ich denken, dass wir Zwei von HS Motorsport diejenigen sind, die es zu schlagen gilt. Wenn es dann mit dem Starten hinhaut, passt das schon.

Euer Philipp Eng

Unterschrift von Philipp Eng




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