eSports - Tolle Neuigkeiten, weniger toller Rennausgang

Kolumne: Mit neuer Lackierung und Rückenwind nach Belgien

Zwischen den Rennen der NES kann viel passieren und so musste man zweimal hinsehen, um die Fahrzeuge von RSO zu identifizieren. Wie kam es dazu?
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Motorsport-Magazin.com - Nach unserem ersten Podestplatz in der NEO Endurance Series (NES), beim vergangenen Rennen, waren wir auch dieses Mal wieder auf dem besten Wege uns einen Platz auf dem Podium zu sichern, als die Technik uns einen Strich durch die Rechnung machte. Durch den fünften Rang konnten wir jedoch am Ende den Schaden begrenzen und haben immer noch Chancen unser Saisonziel - einen Platz in den Top 5 - zu erreichen.

Zu feiern gab es bereits vor dem Rennwochenende eine neue Partnerschaft: Das niederländische Unternehmen Sim-Lab.eu ist neuer Partner von Rennsport Online. Sim-Lab ist ein junges Unternehmen, welches Zubehör und Equipment rund um das SimRacing herstellt. Von Renncockpits und Montagehalterungen, bis hin zu Lenkrädern oder Rennsitzen liefert das Unternehmen Qualitätsprodukte rund für unser liebstes Hobby.

Optisch sind die Schalensitze der Rennsimulatoren mindestens 'streckentauglich' - Foto: Sim-Lab

Mit dieser weiteren Partnerschaft erleben wir die zunehmende Professionalisierung unseres Sports 'am eigenen Leib': Webpräsenzen, Live-Übertragungen aber vor allem die hohe Konkurrenzdichte gepaart mit dem erreichten Realitätsgrad bieten für die unterschiedlichsten Branchen interessante und große Potenziale: Mit Sim-Lab ist nun ein dem Sport direkt verbundenes Unternehmen an Bord von Rennsport Online. Das Ziel ist klar: Im Umfeld von direkten potenziellen Kunden wird die Präsenz erhöht und können Erfolge direkt vermarktet werden. Wir profitieren wiederum vom Netzwerk und dem Zugang zu bester Hardware. Interessant ist jedoch vor allem die Vernetzung der realen Welt mit dem SimRacing: Unsere weiteren Partnerschaften, wie beispielsweise mit dem Porsche Zentrum Willich oder dem Audi Zentrum Krefeld bedeuten für die Autohäuser Neuland. Die Gemeinsamkeit - Begeisterung für vier Räder - ist zwar offensichtlich, doch ebnet diese Kooperation v.a. das gegenseitige Verständnis: Digitalisierung und Online-Werbefläche gepaart mit Webpräsenz und sportlichen Erfolgen auf der einen und Know-How, reale Netzwerke und Sportförderung auf der anderen Seite. Ganz wie im echten Motorsport gewinnt auch das SimRacing an Bedeutung.

Für uns ist es unglaublich spannend und motivierend gemeinsam mit diesen interessanten und innovativen Partnern neue Wege und Möglichkeiten über das reine Renngeschehen hinaus zu entdecken. Vor diesem Hintergrund haben wir uns auch dazu entschieden fortan mit einem einheitlichen Teamdesign zu starten, welches auffällt und einen gewissen Wiedererkennungswert bietet. Daher wundern Sie sich bitte nicht, dass wir nicht mehr schwarzgrün tragen, sondern in einem strahlenden Blau unterwegs sind. Selbst dazu beizutragen, unseren Sport zu entwickeln und Realität und Virtualität zu vernetzen bereitet uns große Freude. Nicht zuletzt ist auch diese Kolumne Teil dieser Entwicklung, die wir entsprechend sehr schätzen. Im direkten Kontext mit dem realen Motorsport über unsere Ergebnisse zu berichten ist ein Privileg und für uns und hoffentlich - für den ein oder anderen - im Gegenzug auch ein interessanter Einblick in 'unsere Welt'.

Berg- und Talfahrt durch die Ardennen von Spa-Francorchamps

Apropos: In Spa waren wir vor dem Hintergrund dieser tollen Neuigkeiten auf dem besten Wege unsere andauernd positive Entwicklung weiter fortzusetzen: Vom siebten Startplatz kämpften wir uns in einigen ansehnlichen und spannenden Zweikämpfen bis zur Rennhälfte in Schlagdistanz zu den Podiumsrängen vor. Über die Strategie - wo wir über die Saison hinweg sicher am meisten gelernt haben - konnten wir uns gar auf Rang drei vorschieben und fuhren uns tatsächlich bis zum Anbruch der letzten Rennstunde bis auf Rang zwei vor.

Nur eine Runde bevor wir zum letzten Stopp des Rennens an die Box manövrieren wollten, gab es jedoch einen sogenannten Disconnect: Ein Netzwerkfehler bei der Übertragung der Daten zwischen Computer und Server, auf dem das Rennen läuft. In diesem Fall wurde der Fehler durch den Abbruch der Internetverbindung unseres Fahrers ausgelöst, was zur Folge hatte, dass das Fahrzeug vom Server 'flog' und automatisch in die Boxengasse zurückgesetzt wurde; das Pendant zu beispielsweise einem Reifenschaden in der Realität. Die Folge war ein Zeitverlust von knapp einer Minute, was uns letztlich drei Positionen kostete und damit unsere zweite Podestplatzierung.

Trotz diesem unglücklichen Rennausgang ist das Ergebnis für uns noch milde in Hinblick auf unser Saisonziel: Mit 10 Punkten Rückstand auf Rang fünf und 12 Punkten Rückstand auf Rang drei der Gesamtwertung können wir beim Saisonfinale das Ziel Top5 noch aus eigener Kraft erreichen.

Wenn es an diesem Samstag ab 15 Uhr zum großen Saisonfinale auf dem Circuit de la Sarthe kommt, kann die doppelte Punktzahl erreicht werden: Der Grund ist einfach, denn die Renndistanz beträgt 24 Stunden! Wie könnte eine Langstreckenmeisterschaft großartiger enden als mit einem solchen Großevent! Entsprechend intensiv arbeiten wir derzeit an Strategie, Taktik und Setupbau sowie natürlich auch der Fahrerbesetzung. Dass wir leistungstechnisch voll dabei sind, konnten wir bereits beim offiziellen Qualifying am vergangenen Samstag unter Beweis stellen: mit Startplatz vier gelang uns unsere beste Saisonplatzierung! Wir freuen uns bereits riesig auf das Finale und hoffe, dass der oder die ein oder andere unter Ihnen vielleicht mal reinschaut, Racespot TV überträgt das gesamte Rennen live!

Wenn ihr mehr über uns und Rennsport Online erfahren wollt, besucht unsere Homepage oder unsere Facebook-Seite; oder aber folgt uns auf Twitter. Und natürlich: wenn ihr Fragen habt: nur zu!

Herzlichst,
Euer Team RSO #goRSO


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