DTM - Rückblick 2009: Maro Engel

Qualitäten bewiesen

Bis Oschersleben verlief die Saison für Maro Engel mehr als nach Wunsch. Dann begann für den Jahreswagenfahrer eine lange Durststrecke.
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Motorsport-Magazin.com - Maro Engel gehörte 2009 ohne Zweifel zu den schnellsten Mercedes-Jahreswagen-Fahrer der Saison. Der Deutsche bewies seine Qualitäten vor allem im Zeittraining, so schlug er seinen britischen Teamkollegen Jamie Green im direkten Duell mit sechs zu vier. Aber auch seine Performance im Rennen konnte sich sehen lassen. Mit 27 Punkten und Platz sieben in der Fahrerwertung ließ Engel sogar Ralf Schumacher hinter sich, der im letzten Jahr sein Teamkollege war.

Er ist mir in zwei Runden drei Mal in mein Heck gefahren und hat mir dabei die Aerodynamik zerstört
Maro Engel

Nachdem er in seiner Debüt-Saison noch ohne Punkte blieb, schien Engel in seinem zweiten DTM-Jahr auf den Geschmack gekommen zu sein. "Ein super Rennen, ich bin superglücklich über das tolle Ergebnis", freute sich Engel über den sechsten Platz und seine ersten DTM-Punkte beim Auftaktrennen in Hockenheim. Die Freude wurde nur von Martin Tomczyk getrübt, mit dem sich Engel im Rennen ein hartes Duell lieferte. "Er ist mir in zwei Runden drei Mal in mein Heck gefahren und hat mir dabei die Aerodynamik zerstört. Als ich versucht habe, das Auto zurück in die Box zu bringen, ist er mir noch einmal drauf gefahren", beschwerte sich Engel nach dem Rennen.

Wortgefecht mit Tomczyk

Für Tomczyk waren die Kontakte mit Engel eigentlich nicht weiter erwähnenswert. "Das war doch nur Streicheln und nicht wirklich hartes Fahren", fand Tomczyk im Gespräch mit Motorsport-Magazin.com. "Maro war wohl noch nie in einen wirklich harten Zweikampf verwickelt. Wir haben uns nur ein bisschen berührt, aber das gehört dazu." In vier der ersten fünf Rennen fuhr Engel immer in die Punkte. "Ich bin absolut zufrieden und happy. Ich bin als bester Jahreswagen auf Rang sieben ins Ziel gekommen - das war nicht zu erwarten", sagte Engel in Oschersleben.

Das war doch nur Streicheln und nicht wirklich hartes Fahren
Martin Tomczyk

Auch am Norisring wäre die Pace für weit mehr als eine Nullrunde vorhanden gewesen. Lange lag Engel auf Punktekurs, bevor ihm der Motor in der Boxengasse nach seinem zweiten Stopp zum Verhängnis wurde. "Die Batterie war offensichtlich schwach. Am Ende hatte ich jedenfalls gar keine Batteriespannung mehr. Displayanzeigen gab es nicht mehr", erklärte Engel damals. Nach Oschersleben musste der Wahl-Monegasse eine lange Durststrecke überwinden. Zwar hatte der Mercedes-Jahreswagenfahrer zwei seiner drei Teamkollegen fest im Griff, doch bis zum Ende der Saison gelang ihm nicht mehr den Sprung in die Punkte.


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