DTM - Gelbe Flaggen: Fahrer fordern Änderungen

Fünf zerstörte Rennen

Fünf Piloten erhielten im Spielberg-Rennen eine Durchfahrtsstrafe wegen Missachtung gelber Flaggen und fanden deutliche Worte.
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Motorsport-Magazin.com - Als in Runde 12 Antonio Felix da Costa seinen BMW in Kurve drei wegen Motorüberhitzung abstellen musste, wurden an dieser Stelle gelbe Flaggen geschwenkt. Kurz darauf gab die Rennleitung bekannt, dass gegen Nico Müller, Joey Hand, Daniel Juncadella, Maxime Martin und Edoardo Mortara Untersuchungen wegen Missachtung der gelben Flaggen laufen. In Runde 16 kam dann die Bestätigung: Alle fünf Piloten erhalten eine Durchfahrtsstrafe. Hand, Juncadella und Martin traten sie sofort an, Müller und Mortara eine Runde später.

Mein Rennen war durch die Durchfahrtsstrafe zerstört.
Daniel Juncadella

Nach dem Rennen äußerten sich die Piloten kritisch über die Sinnhaftigkeit der Strafe. "Mein Rennen war durch die Durchfahrtsstrafe zerstört. Ja, ich habe die gelben Flaggen gesehen, aber die Regeln sind ein bisschen schwierig zu befolgen, besonders auf dieser Strecke", meinte Juncadella im Gespräch mit Motorsport-Magazin.com. Das Ende des zweiten Sektors liegt in einer Kurve, was es den Fahrern schwieriger mache, mit konstant langsamerem Tempo zu fahren.

"Am Ende kennen wir alle die Regeln und wissen, wie es ist und du weißt, dass es dein Fehler war", räumte der Spanier ein. "Aber wenn du vier oder fünf Leute siehst, die eine Durchfahrtsstrafe bekommen - und wir werden für professionelle Rennfahrer gehalten und machen unseren Job anständig - dann bedeutet das, dass etwas verändert werden muss. Denn so verstehen auch die Leute nicht, was da passiert."

Ob die Strafe so Sinn macht oder nicht, sei dahingestellt.
Nico Müller

Auch Müller kann die Entscheidung der Rennleitung nicht nachvollziehen. Für ihn sei es gut vorwärts gegangen, "bis ich dann eine Durchfahrtsstrafe bekommen habe, weil ich angeblich unter Gelb zu schnell gefahren sein soll. Obwohl ich dafür überhaupt keinen Grund sehe: Ich bin komplett vom Gas. Aber weil ich in der Runde zuvor in diesem Sektor zwei Autos überholt hatte, war ich dann unter Gelb wohl keine halbe Sekunde langsamer", schilderte er seine Situation. "Nach der Strafe war das Rennen für mich quasi zu Ende. Ob die Strafe so Sinn macht oder nicht, sei dahingestellt." Markenkollege Mortara meinte nur: "Es gab besondere Entscheidungen der Rennleitung..."


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