DTM - Moskau: Die Tops & Flops

Ringkampf bei Audi

Motorsport-Magazin.com hat die Tops und Flops aus Moskau mit einem abgebrühten Rookie, einem konstanten Routinier und einem Meister am Boden.
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Top: Ein Rookie zeigt's allen

Gerade einmal sein fünftes DTM-Rennen bestritt Maxime Martin in Moskau. Mit der ersten Pole versetzte er bereits alle in Erstaunen, mit seinem ersten Sieg verschlug er ihnen dann ganz die Sprache. Denn auch durch Safety-Car-Phasen, die ihm nicht gerade gelegen kamen, ließ er sich nicht aus der Bahn werfen und fuhr einen ungefährdeten Sieg ein. Chapeau vor dieser Leistung!

Top: Ekström rostet nicht

Zum dritten Mal in dieser Saison kletterte Mattias Ekström aufs Podest und zeigt damit, dass er noch lange nicht zum alten Eisen gehört. Dabei kam der Routinier in vier von fünf Rennen nicht über Startplatz elf hinaus. Dass er trotz des neuen Reglements mit weniger taktischen Möglichkeiten in Bezug auf die Reifen nach wie vor der Mann für Aufholjagden ist, hat er in Moskau wieder eindrucksvoll bewiesen.

Mattias Ekström ist ein häufig gesehener Gast auf dem Podium. - Foto: Audi

Top: Spengler katapultiert sich in den Titelkampf

Vor dem Rennen auf dem Moscow Raceway lag Bruno Spengler gerade einmal auf Rang zehn der Meisterschaft - keine Platzierung, auf der sich ein Ex-Champion wohlfühlt. In Moskau schlug der Kanadier zurück und schoss dank der Zähler für Rang zwei auf Platz drei der Fahrerwertung. Der Abstand auf den Führenden mag nach wie vor groß sein, doch Spengler ist jetzt definitiv zurück im Titelkampf.

Top: Wittmann hamstert sich Richtung Titel

Marco Wittmann mag in den letzten beiden Rennen nur 20 Punkte gesammelt haben im Kontrast zu den 50 aus den ersten drei Rennen. Doch damit hat er nach wie vor einen satten Vorsprung in der Meisterschaft und konnte selbst die Nullrunde in Oschersleben verschmerzen. Dass Konstanz in der DTM der Schlüssel zum Titel ist, hat sich in der Vergangenheit schon oft gezeigt.

Flop: Der Meister am Boden

Mike Rockenfeller war nach seinem Aus auf dem Moscow Raceway im wahrsten Sinne des Wortes am Boden. Mit den Händen über dem Gesicht lag er hinter der Streckenbegrenzung, nachdem er seinen Teamkollegen Adrien Tambay beim Restart nach dem Safety Car touchiert und sich und ihn aus dem Rennen genommen hatte. Eine wahrlich schmerzhafte Erfahrung für den Champion und eine teure, was sowohl seine als auch Tambays Titelambitionen angeht.

Mike Rockenfeller erlebte in Moskau sein wohl schwärzestes DTM-Wochenende. - Foto: DTM

Flop: Der Defektteufel schlägt wieder zu

Bisweilen hat man das Gefühl, es trifft immer die Gleichen: Ein ausrollender Timo Scheider ist schon fast zum gewohnten Bild geworden, diesmal war es der Benzindruck. Mit zwei Nullrunden in den bisherigen Rennen und nur neun Punkten auf dem Konto sieht es für ihn wieder mau aus. Paul di Resta hatte sich sein Comeback sicher auch anders vorgestellt. Die zwölf Punkte aus Oschersleben stehen einsam und verlassen in seiner Bilanz, denn ansonsten gab es nichts Zählbares. In Moskau streikte das Getriebe.

Flop: Friendly Fire bei Audi

Rockenfeller und Tambay waren nicht die einzigen beiden Audi-Piloten, die unfreiwillig Lack austauschten. Edoardo Mortara und Jamie Green kamen sich in der ersten Runde in die Quere, Green räumte ein, er habe Mortara nicht gesehen. Dieser krachte ihm aufs Heck, was nicht folgenlos blieb. Nach sechs Runden stellte Green seinen orangenen Audi mit defekter Aufhängung ab. Mortara holte immerhin noch zwei Punkte - ein schwacher Trost.

Flop: Ekström und Pokale - eine zerbrechliche Freundschaft

In puncto Pokale hat Ekström nun zwei Anekdoten aus jüngerer Vergangenheit zu erzählen. Die eine datiert vom Norisring aus dem vergangenen Jahr, als ihm die Rennleitung den Sieg aberkannte. Den Pokal musste er allerdings nicht zurückgeben - er steht noch bei seinem Team. Den Pokal vom Moscow Raceway konnte er zwar mitnehmen - allerdings nicht in einem Stück. Denn ein kleiner Ungeschicklichkeitsmoment auf dem Podest ließ die Glasteile der Trophäe zersplittern. Zurück blieben immerhin der Sockel und die Metallteile. Aber Scherben bringen ja bekanntlich Glück...


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