DTM - Rockenfeller: Strafe nach Horror-Rennen

Am Red Bull Ring nach hinten

Mike Rockenfeller erlebt in Moskau ein rabenschwarzes Rennen. Ausfall, Titel in weiter Ferne - und nach Rennende kassiert der Champion auch noch eine Strafe.
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Motorsport-Magazin.com - Was für ein bitterer Tag für Mike Rockenfeller in Moskau. Der Audi-Pilot fiel nach einer Kollision mit Markenkollege Adrien Tambay nicht nur vorzeitig aus, sondern handelte sich nach Rennende auch noch eine Strafe ein. Rockenfeller muss beim nächsten Rennen der DTM auf dem Red Bull Ring um drei Plätze in der Startaufstellung zurück. Das entschied die Rennleitung nach genauerer Betrachtung des Unfalls zwischen Rockenfeller und Tambay.

"Ich kann nur eines sagen: Dass es mir für Adrien, Audi und mein Team Phoenix unheimlich leid tut", entschuldigte sich Rockenfeller anschließend. "Es war ganz klar mein Fehler und keine Absicht. Ich wollte nach dem Restart nur hinter ihm herfahren, denn eine Runde später hätte ich ohnehin zum Reifenwechsel an die Box gemusst. Vielleicht waren meine Vorderräder nicht warm genug."

Foto: Audi

Rocky: Große Entschuldigung

Rockenfeller weiter: "Ich war auf jeden Fall überrascht, dass sie blockiert haben und ich Adrien hinten reingerutscht bin. Nur ganz leicht - aber das reicht dann schon, um jemanden umzudrehen. Dann haben wir uns auch noch berührt und das Rennen war für uns beide zu Ende. Ich kann mich nur bei allen Beteiligten entschuldigen."

Rockenfeller war nach seinem Ausfall am Boden zerstört. Während das Safety Car das Feld einsammelte, stand der amtierende Meister völlig aufgelöst neben seinem Audi. Rockenfeller hielt sich die Hände vors Gesicht - der Ausfall kam einer kleinen Vorentscheidung in der Meisterschaft gleich. Rockenfeller hat zur Saisonhalbzeit 35 Punkte auf den Führenden Marco Wittmann.

Foto: Audi

Zu viele Fehler

"Das Rennen ist sicher nicht ganz nach unserem Geschmack verlaufen, denn wir wollten hier unseren Vorjahressieg wiederholen", sagte Audis DTM-Leiter Dieter Gass. "Aber wir haben zu viele Fehler gemacht. Mike war auf Standardreifen sehr schnell unterwegs und hätte gute Chancen gehabt. Leider hat er nach der Safety-Car-Phase einen Fehler gemacht, was bei ihm ganz selten vorkommt."

Tambay war wegen seines Ausfalls natürlich nicht glücklich - die Punkte wären mit Blick auf den Titelkampf sehr wertvoll gewesen - doch er hielt sich zurück. "Jeder hat gesehen, was passiert, ich möchte niemanden beschuldigen", sagte der junge Franzose. "Mike tut es leid. Es sollte nicht passieren, dass zwei Audi kollidieren. Aber solche Dinge passieren. Wir haben heute ein Podiumsergebnis verloren, wir hätten leicht auf dem dritten Platz landen können."


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