DTM - Martin gewinnt chaotisches Moskau-Rennen

Audi vom Pech verfolgt

Maxime Martin hat ein chaotisches DTM-Rennen in Moskau gewonnen. Spengler und Ekström komplettieren das Podest. Audi vom Pech verfolgt.
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Motorsport-Magazin.com - Maxime Martin hat den fünften Lauf der DTM auf dem Moscow Raceway in Russland gewonnen. Der Belgier, der sich am Vortag bereits die Pole-Position gesichert hatte, profitierte von einem chaotischen Rennen und triumphierte vor seinen Markenkollegen Bruno Spengler und Timo Glock. Audi hatte in Moskau viel Pech, Mercedes war wie erwartet chancenlos.

Der Start verlief bis auf einen Dreher von Jamie Green problemlos. Der Brite wurde von seinem Markenkollegen Edoardo Mortara getroffen, konnte das Rennen zunächst jedoch fortsetzen. Maxime Martin wandelte seine Pole-Position unterdessen in eine Rennführung um, gefolgt von Bruno Spengler und Nico Müller.

Während Green das Rennen nach wenigen Runden mit einer gebrochenen Radaufhängung aufgeben musste, zog Maxime Martin an der Spitze auf und davon. Bereits nach sieben Umläufen führte der Belgier das Feld mit einem Vorsprung von über vier Sekunden vor dem zweitplatzieren Spengler an.

Müller kann Tempo nicht mitgehen

Nico Müller konnte das Tempo der Führenden nicht mehr mitgehen. Nachdem der Schweizer seine Rundenzeit wegen Verlassens der Strecke zunächst um zwei Sekunden verlangsamen musste, kämpfte er anschließend mit mangelndem Grip an der Vorderachse. Von der dritten Position fiel Müller binnen weniger Umläufe auf den achten Rang zurück.

Nico Müller konnte das Tempo zu Beginn nicht mitgehen - Foto: Audi

Vor allem die Reifen sorgten zu Beginn des Rennens - wie schon in Ungarn - für Aufsehen. Während Piloten mit der harten Mischung ans Ende zurückfielen, zogen alle Fahrer auf weichen Reifen souverän durch das Feld - selbst die Mercedes-Piloten. Doch ganz so glücklich lief es für die Sterne trotzdem nicht: Paul di Resta musste das Rennen mit einem Getriebeschaden aufgeben.

Gegen Halbzeit des Rennens herrschte plötzlich Hektik auf der Strecke. Als Timo Scheider seinen Audi nach einem Problem mit der Benzinzufuhr auf der Start-Ziel-Geraden abstellte, musste das Safety Car auf die Strecke. Während zahlreiche Piloten, unter anderem Spitzenreiter Maxime Martin zu diesem Zeitpunkt an der Box waren, hatten andere Fahrer Pech. Die Box wurde aufgrund der Safety-Car-Phase gesperrt, ein Reifenwechsel nicht mehr möglich.

Beim Restart konnte Martin seine Führung vor Bruno Spengler verteidigen. Dahinter sorgte Mike Rockenfeller für Chaos. Der amtierende Meister leistete sich einen fatalen Fehler in dessen Folge er Markenkollege Adrian Tambay in einen Dreher schickte. Doch damit nicht genug: Rockenfeller wurde vom Franzosen getroffen und musste seinen Audi abstellen. Erneut kam das Safety Car auf die Strecke.

Glock verliert gegen Rennende

Auch beim zweiten Neustart konnte Maxime Martin seine Spitzenposition vor Bruno Spengler und Timo Glock verteidigen. Für alle Piloten, die mit den harten Reifen gestartet waren und noch einen Wechsel auf die weiche Mischung vor sich hatten, war das Rennen gelaufen. Augusto Farfus, Miguel Molina und Co fielen an das Ende des Feldes zurück, konnten den Vorteil der Soft-Reifen aufgrund der kurzen Restdistanz jedoch nicht mehr ausnutzen.

Timo Glock verlor das Podium in den letzten Minuten - Foto: DTM

An der Spitze setzte sich Maxime Martin erneut von Bruno Spengler und Timo Glock ab. Mattias Ekström, Marco Wittmann und Nico Müller folgten dem Spitzen-Trio. Wenige Minuten vor dem Ende brachen die Rundenzeiten von Timo Glock allerdings noch einmal ein. Nicht nur Mattias Ekström schnappte sich den Deutschen, auch Marco Wittmann und Nico Müller zogen vorbei.

An der Spitze änderte sich hingegen nichts mehr: Maxime Martin triumphierte in Moskau und schnappte sich bei seinem erst fünften DTM-Rennen den ersten Rennsieg. Bruno Spengler und Mattias Ekström komplettierten das Podest. Marco Wittmann wurde Vierter, gefolgt von Nico Müller, Timo Glock und Christian Vietoris. Pascal Wehrlein, Edoardo Mortara und Augusto Farfus komplettieren die Top-Ten.


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