DTM - Jamie Green: Der schottische Alptraum

Keine Chance gegen Wickens

Jamie Green erlebte ein turbulentes Rennen, das ausgerechnet mit einer Kollision begann. Nach 82 Runden verpasste er den Sieg deutlich, wurde aber Zweiter.
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Motorsport-Magazin.com - Ist Mr. Norisring nun endgültig entthront? Zum zweiten Mal in Folge stahl Robert Wickens dem vierfachen Nürnberg-Sieger Jamie Green die Show, deklassierte ihn heute sogar mit einem Vorsprung von mehr als 20 Sekunden. Green, für den die Saison bisher alles andere als nach Wunsch verlief, konnte aber auch mit dem zweiten Platz sehr gut leben. "Auch wenn man jedes Rennen gewinnen will, bin ich nicht enttäuscht", erläuterte Green nach seinem bisher besten Ergebnis für Audi.

Wir beide sind gute Freunde, deshalb war das ein Alptraum für mich.
Jamie Green

Während Green mit dem Ausgang des Rennens zufrieden war, konnte er das mit dem Start hinter dem Safety-Car nicht ein. Beim Beschleunigen auf Start-Ziel drehte er Paul Di Resta um. "Wir beide sind gute Freunde, deshalb war das ein Alptraum für mich. Ich habe später eine Strafe dafür bekommen, die mich Zeit gekostet hat", so Green über die Kollision. "Der Kontakt war wirklich sehr leicht und er hat sich wie in Zeitlupe an mir vorbei gedreht. Ich konnte Paul noch nicht sehen, werde mich aber natürlich bei ihm entschuldigen."

Die 5-Sekunden-Strafe, die Green bei seinem Boxenstopp absitzen musste, war am Ende ohnehin nicht rennentscheidend, hätte den Briten aber möglicherweise den zweiten Platz gekostet. Nur durch den späten Ausfall von Christian Vietoris rückte Green wieder eine Position auf. "Ich glaube, ich hätte Robert Wickens heute ohnehin nicht schlagen können, insofern bin ich sehr zufrieden mit dem zweiten Platz."

Audi überzeugt mit guter Teamleistung

Und auch bei Dieter Gass, Leiter DTM bei Audi, war die Erleichterung trotz des erneut verpassten Heimsiegs groß. "Zwei Audi-Piloten auf dem Podium, vier in den Top Fünf und sechs in den Punkterängen - mit so einem Ergebnis darf man in der DTM nicht unzufrieden sein", sagte Gass, für dessen Mannschaft es nach dem Qualifying noch ganz anders aussah. "Wir konnten die Führung in der Herstellerwertung ausbauen und haben in der Fahrerwertung nun fünf unserer Fahrer unter den besten sechs. Das kann sich sehen lassen."


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