DTM - Ekström: Schnauze voll von Flaschen-Fragen

NASCAR als Vorbild

Mattias Ekström erklärt vor seinem 14. Start am Norisring, worauf es ankommt. Die Geschichte mit der Wasserflasche beerdigt der Audi-Pilot symbolisch.
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Motorsport-Magazin.com - Der Norisring ist die mit Abstand speziellste Strecke im Rennkalender der DTM. Der Stadtkurs ist nur 2,3 km lang und beinhaltet lediglich vier Kurven. Klingt nach einem Kinderspiel für die Piloten, doch der Highspeed-Kurs hat es in sich.

Wie bei jedem Stadtrennen gilt auch in Nürnberg, dass die Faher versuchen müssen, sich so schnell und nah wie möglich ans Limit zu gewöhnen. "Das ist ähnlich wie bei der NASCAR", so US-Serienfan Mattias Ekström. "Du nimmt die Kurven so oft, dass du erst mal einen Rhythmus finden musst."

Mit Vollgas voraus: Ekström will endlich einen Sieg am Norisring - Foto: DTM

Auf der Suche nach dem Flow

Den sollten die Fahrer am Sonntag besser gefunden haben, stehen doch 83 Rennrunden am Dutzendteich bevor - die meisten im aktuellen Rennkalender. "Wenn du den Flow einmal gefunden hast, geht es fast wie von allein", so Ekström weiter. "Das ist der Schlüssel: Du musst den Rhythmus finden." Erstmals in der dieser Saison greift die neue Trainings-Regelung. Am Samstagvormittag stehen den Piloten zweimal 60 Minuten Trainingszeit zur Verfügung.

Wenn du den Flow einmal gefunden hast, geht es fast wie von allein.
Mattias Ekström

Ekström ist allerdings das beste Beispiel dafür, dass Erfahrung allein nicht ausreicht am Norisring. Der Audi-Veteran startet an diesem Wochenende zum 14. Mal in Nürnberg, ein Sieg gelang ihm allerdings noch nicht. Im vergangenen Jahr war es fast soweit, doch ausgerechnet an seinem 35. Geburtstag wurde Ekström der Sieg am Norisring in Folge des Watergate-Skandals aberkannt. Nun also die nächste Chance für den Schweden, der den Blick nur auf den Sieg gerichtet hat.

2013 verlor Ekström den Sieg in Nürnberg nachträglich - Foto: DTM

Watergate symbolisch begraben

Die leidige Wasserflaschen-Geschichte legte er am Donnerstag endgültig ad acta und schüttete sich während der offiziellen Pressekonferenz symbolisch eine Flasche Wasser ins Glas. "Ich habe extra ein Geschenk dabei und öffne hier die letzte Wasserflasche des Wochenendes", so Ekström mit einem Grinsen im Gesicht. "Irgendwann habe ich auch mal die Schnauze voll von den Fragen danach. Das Leben geht ja weiter."

Am besten mit einem Sieg, nachdem sein Saisonstart alles andere als rosig verlaufen war. Nach Platz zwei beim Auftakt in Hockenheim holte Ekström nur noch zwei Punkte. Am Norisring geht es allerdings erst einmal darum, das Rennen schadlos zu überleben. "Ich hoffe auf einen fairen Kampf", kündigte er bereits an. "Hoffentlich endet das Rennen hier nicht schon in der ersten Kurve und ich hoffe, dass der Sieger am Ende diesmal auch wirklich der Richtige ist."


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