DTM - Ungarn: Die Stimmen zum Rennen

Sorry, Timo

Das sagen die DTM-Piloten nach dem dritten DTM-Rennen der Saison in Ungarn. Edoardo Mortara ist nicht stolz auf seine Glock-Attacke...
von

Motorsport-Magazin.com - Marco Wittmann, Sieger: "Ich bin stolz darauf, bei der DTM-Rückkehr auf den Hungaroring nach der Poleposition auch den Sieg geholt zu haben. Der Schlüssel war, dass ich den Start gewonnen habe. Anschließend ist es mir gelungen, einen Vorsprung herauszufahren und aus dem DRS-Fenster zu kommen. Auch der Boxenstopp war fehlerfrei. Meine BMW Team RMG Jungs haben fantastisch gearbeitet. Danach musste ich konzentriert bleiben und durfte keinen Fehler machen. Auch auf den Standard-Reifen konnte ich aber den Abstand zum Zweiplatzierten halten - und am Ende als Sieger die Ziellinie überqueren. Dies ist ein großartiges Gefühl."

Miguel Molina, Zweiter: "Natürlich fühlt sich dieser zweite Platz nach den ersten beiden Rennen jetzt sehr gut an. Wir alle haben dieses Ergebnis verdient. Wir sind gut aussortiert, sind auf einem hohen Level und werden auch in den nächsten Rennen hart für einen Sieg kämpfen."

Bruno Spengler, Dritter: "Endlich wieder auf dem Podium zu stehen, ist ein fantastisches Gefühl. Es hat großen Spaß gemacht, heute auf den Options-Reifen durch das Feld zu pflügen. Die Reifen waren konstant gut, so dass ich selbst gegen Rennende richtig pushen und auf einem Kurs, auf dem man nur schwer überholen kann, einige Plätze gut machen konnte. Schon am Start habe ich viele Positionen gewonnen. Nach dem Pech, das wir in Oschersleben hatten, ist dieses Mal alles perfekt gelaufen. Ich freue mich vor allem für mein BMW Team Schnitzer. Wir wurden für unsere harte Arbeit belohnt. Die Jungs haben einen tollen Job gemacht."

Bruno Spengler zurück auf dem Podium - Foto: BMW AG

Edoardo Mortara, Vierter: "Es war ein schwieriges und gleichzeitig gutes Rennen: Ich bin von Platz zwölf auf vier vorgekommen, das ist ein schönes Resultat. Ich bin nicht stolz darauf, was ich mit Timo (Glock) gemacht habe - ich war sehr hart gegen ihn. Ich kann durchaus verstehen, dass er sauer ist. Aber wenn man von hinten startet, muss man ein Risiko eingehen. Man muss für sein Ergebnis kämpfen."

Adrien Tambay, Fünfter: "Der Rennbeginn auf Standardreifen war schwierig, ich musste einige Fahrzeuge ziehen lassen, die auf Optionsreifen fuhren, das fiel mir schwer. Ich habe dann mein Bestes gegeben. Es war ein toller Fight, ich bin froh, dass ich am Ende noch einige Fahrer überholen konnte. Platz fünf ist einfach genial."

Maxime Martin, Sechster: "Es ist nicht gerade einfach, auf den Prime-Reifen loszufahren. Denn zunächst wird man von allen überholt und verliert ziemlich viel Zeit. Am Schluss haben wir uns aber wieder nach vorn gekämpft. Dies sind meine ersten DTM-Punkte. Ich bin zufrieden. Wir haben an diesem Wochenende einen richtig guten Job gemacht."

Maxime Martin auf Platz 6 am Hungaroring - Foto: BMW AG

Jamie Green, Siebter: "Diese Rennen mit den unterschiedlichen Reifenstrategien fühlen sich komisch an. Man sieht lange Zeit kaum andere Fahrer, überholt nur wenige Piloten. Und dann habe ich in der letzten Runde gleich drei Autos überholt. Mein Ziel war, ins Ziel zu kommen und Punkte zu holen - das ist mir gelungen. Ich hoffe, dass wir auf dem Ergebnis von heute aufbauen können."

António Félix da Costa, Achter: "Mein Auto war im ersten Stint auf den Options-Reifen sehr schwierig zu fahren. Ich habe einfach nur versucht, so wenig Zeit wie möglich zu verlieren. Nach dem Boxenstopp lief es dann auf den Prime-Reifen besser. Allerdings waren wir dann in einen Fight mit Edoardo Mortara verwickelt. Er bekam eine Strafe und hat uns aufgehalten. In der letzten Kurve der letzten Runde hat mich dann Jamie Green komplett von der Strecke geschoben. Trotzdem bin ich glücklich über die Punkte."

Mattias Ekström, Neunter: "Es war ein wenig enttäuschend. Für mein Gefühl waren wir vom Anfang bis zum Ende nicht schnell genug, mein Auto war zudem schwierig zu fahren. Wir hoffen auf mehr Glück im nächsten Rennen."

Mattias Ekström konnte am Ende nicht mehr mithalten - Foto: Audi

Mike Rockenfeller, Zehnter: "Platz zehn ist eine Enttäuschung. Das ganze Wochenende war enttäuschend. Ich wollte hier eine andere Abstimmung fahren. Das ist nicht aufgegangen, sie passt nicht zu meinem Fahrstil. Wir haben daraus unsere Lehre gezogen. Wir werden nach vorn schauen und jetzt unseren Weg wie bei den ersten Rennen und im letzten Jahr verfolgen."

Robert Wickens, Elfter: "Platz elf ist in unserer Situation ein ordentliches Ergebnis, auch wenn es leider nicht ganz zu einer Punkteplatzierung gereicht hat. Ich wusste, dass es ein gewisses Risiko mit sich bringt, mit den Option-Reifen von Platz 17 zu starten. Wenn man dann im Verkehr stecken bleibt, kann man den Vorteil der Reifen nicht ausnutzen. Aber ich fuhr für einen Großteil des Rennens auf Platz sieben und hoffte sogar, diesen halten zu können. Aber leider hat es nicht sollen sein. Unsere Pace auf den Prime-Reifen war okay und das Team hat fantastische Boxenstopps hingelegt. Jetzt müssen wir als Team zusammenhalten und weiter hart arbeiten. Seit dem Saisonstart haben wir bereits kleine Fortschritte erzielt: Ich fühle mich im Auto wohler und denke, dass wir auf einem besseren Weg sind."

Nico Müller, Zwölfter: "Es war frustrierend, in der letzten Runde herausgekegelt zu werden. Timo (Glock) hat genau gewusst, dass ich mit Optionsreifen unterwegs war und drei Sekunden pro Runde schneller war. Es tut weh, so gute Punkte zu verlieren. Ich nehme jedoch das Positive mit: Ich war sehr schnell auf Optionsreifen und versuche, in der Zukunft davon zu profitieren."

Rookie Nico Müller mischt kräftig mit - Foto: DTM

Martin Tomczyk, 13.: "Es war ein schwieriger Tag. Die Performance meines Autos hat heute einfach nicht gepasst. Ich war sowohl auf Options- als auch auf Prime-Reifen viel zu langsam und hatte keine Chance. Mit stumpfen Waffen zu kämpfen, funktioniert in der hart umkämpften DTM nicht."

Pascal Wehrlein, 14.: "Mein Start war überhaupt nichts. Ich konnte die Startampel nicht sehen und habe dann die andere Ampel gesucht. Es ging aber alles zu schnell, sodass der Start komplett an mir vorbei ging. Dann hatte ich das Problem, dass ich zu lange im Verkehr aufgehalten wurde. Ich habe aber versucht, alles zu geben. Der Stint auf dem Option-Reifen war gut, aber in den ersten 15 Runden habe ich so viel Zeit verloren, dass nicht mehr möglich war."

Joey Hand, 15.: "Leider hatte ich einen schlechten Start und mit durchdrehenden Rädern zu kämpfen. Ich weiß nicht, woran das lag, das müssen wir analysieren. Aber die Startboxen waren nach den zuvor ausgetragenen Rennen recht schmutzig. Das Auto wurde am Start in Mitleidenschaft gezogen, als ich einen Schlag rechts vorn abbekam. Die Aufhängung wurde beschädigt, und ganz sicher sind auch einige Aero-Teile weggeflogen. Ich war überrascht, was für ein hohes Tempo ich auf den Options-Reifen trotzdem gehen konnte. Die Schäden am Auto hatten mehr Auswirkungen auf das Fahrverhalten mit Prime-Reifen als auf die Options."

Joey Hand: Spaß abseits der Rennstrecke - Foto: DTM

Daniel Juncadella, 16.: "Das war ein einsames Rennen für mich. Ich habe versucht, das Beste aus dem Auto zu machen, aber wir haben immer noch viele Probleme, die ein besseres Abschneiden verhindert haben. Ehrlich gesagt, gibt es nicht viel mehr zu sagen. Wir müssen den Kopf oben behalten, weiter hart arbeiten und uns dann am Norisring hoffentlich verbessern."

Vitaly Petrov, 17.: "Ich bin schon wieder Siebzehnter geworden. Vielleicht wird es Zeit, die Nummer auf meinem Auto in die 17 zu ändern. Es mag sich zwar komisch anhören, aber ich bin wirklich zufrieden mit dem Rennen. Ich konnte mich wieder fahrerisch verbessern und zu der Gruppe vor mir aufschließen. Ich war sogar ein bisschen schneller als sie. Auch mein Start war eigentlich gut. In der ersten Kurve konnte ich einige Plätze gewinnen. Dann habe ich mich entschieden, in der zweiten Kurve außen zu bleiben. Durch den Unfall war ich gezwungen, auszuweichen und habe dadurch die Plätze wieder verloren. Das war wirklich schade. Zusammenfassend bin ich zufrieden, das Auto hat sich viel besser angefühlt. Das ist ein positives Gefühl, das ich mit zum Norisring nehmen werde."

Paul Di Resta, 18.: "Das war kein guter Tag für mich. In der sechsten oder siebten Runde hat mich Martin Tomczyk in Kurve eins getroffen. Etwas an meiner Lenkung ist kaputt gegangen und ich konnte das Potential des Autos nicht mehr abrufen. Wir sind dennoch draußen geblieben und haben gehofft, dass irgendetwas Unerwartetes passieren würde. Leider war dem nicht so. Es ist wirklich schade, dass das Wochenende so zu Ende gegangen ist. Ich versuche, mich nun auf das positive Gefühl von gestern zu konzentrieren und werde mit den Jungs weiter daran arbeiten, das Auto schnellstmöglich wieder nach vorne zu bringen."

Hartes Rennen für Timo Glock - Foto: DTM

Timo Glock, ausgefallen: "Es war ein enttäuschendes Rennen für mich und das Team. Leider haben wir unser Rennen nach dem Boxenstopp hinter Edoardo Mortara verloren, der mir zweimal ins Auto gefahren ist und mich einmal überholt hat, indem er mich von der Strecke drückte. Die Position musste er zurückgeben. Er hat es dann gleich wieder versucht. In Kurve zwei habe ich mich ein bisschen verbremst, er fuhr innen rein, ist mir seitlich ins Auto gefahren und hat mich von der Strecke gedrückt. Danach lag ich hinter ihm, kam aber nicht vorbei. Als dann alle mit den Options-Reifen von hinten kamen, haben uns alle Audis mit relativ viel Kontakt überholt. Ich habe dagegengehalten, und in der letzten Runde ging es schief. Ich freue mich für Marco Wittmann, dass er seinen zweiten Sieg eingefahren hat. Bruno Spengler ist mit einer starken Aufholjagd noch auf das Podium gekommen, und es war ein gutes Gesamtergebnis für BMW."

Augusto Farfus, ausgefallen: "Wir hatten vom Start weg mit technischen Problemen zu kämpfen. Ich habe alles versucht, aber es war einfach nicht möglich, etwas Zählbares herauszuholen. Wir konnten nichts ausrichten. Das ist sehr schade. Es ist frustrierend, wenn man keine Punkte holt."

Timo Scheider, ausgefallen: "In der Startphase lief es etwas unglücklich für mich, ich hatte ein, zwei Kontakte. Nach den Infos, die ich bekommen habe, ist Gary Paffett bei seinem Dreher mit seinem Heckflügel gegen meinen geflogen. Dadurch hatte mein Heckflügel ein Loch, und es hing ein Karbonteil herunter. Außerdem gab es einen Schlag hinten links auf die Hinterachse, dadurch war die Aufhängung beschädigt. Mir war da schon klar, dass es ein schwieriges Rennen werden würde mit einem bereits in der ersten Runde schiefstehenden Lenkrad. Nach zehn Runden musste ich das Auto dann ja auch mit gebrochener Aufhängung abstellen."

Erst Sieger, dann Nullrunde mit Ausfall: Christian Vietoris - Foto: Mercedes-Benz

Christian Vietoris, ausgefallen: "Das war ein schweres Wochenende für mich. Mein Auto wurde in der ersten Runde beschädigt und von da an war das Rennen eigentlich schon gelaufen. Am Ende wurde das Problem dann so groß, dass ein Weiterfahren nicht mehr möglich war und ich das Auto abstellen musste. Der Norisring ist eine Strecke, die Mercedes eigentlich liegt. Von daher hoffe ich, dass wir dort wieder ein paar Punkte holen können."

Gary Paffett, ausgefallen: "Ich hatte einen großartigen Start und konnte viele Plätze gewinnen. Dann wurde ich in der zweiten Kurve hart getroffen. Mein Auto wurde hinten komplett zerstört. Damit war das Rennen beendet. Ich hoffe, ich erlebe am Norisring wieder ein schöneres Wochenende."


Weitere Inhalte:

Motorsport-Magazin.com fragt
Facebook
DTM
Wir suchen Mitarbeiter
x