DTM - Budapest: Die Streckenvorschau

Rückkehr nach 26 Jahren

Nach zweieinhalb Jahrzehnten Pause gastiert die DTM wieder auf dem Hungaroring. Motorsport-Magazin.com liefert die Infos zur Ungarn-Rückkehr.
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Motorsport-Magazin.com - Nach 26 Jahren gibt sich die DTM wieder auf dem Hungaroring die Ehre. Erst einmal, im September 1988, gastierte die Tourenwagenserie in Ungarn. Damals behielt in beiden Rennen Mercedes-Pilot Johnny Cecotto die Oberhand.

Langsame Kurven dominieren - Foto: DTM

Dass die DTM nun nach Budapest zurückkehrt, ist nicht nur sportlichen Gründen geschuldet, sondern die drei Hersteller verfolgen auch wirtschaftliche Interessen. So betreibt Audi beispielsweise ein großes Werk in Györ und Mercedes fertigt Autos in Kecskemét, wo rund 3.400 Mitarbeiter beschäftigt sind.

Abgesehen von einigen kleineren Adaptierungen hat sich am Layout des Hungarorings seit dem bis dato einzigen DTM-Gastspiel wenig geändert. In der aktuellen Konfiguration verfügt der 4,381 km lange Kurs, auf dem am Sonntag 41 Runden zurückzulegen sind, über 14 zumeist langsame Kurven, weshalb die Strecke nicht unbedingt als überholfreundlich gilt.

Die mit Abstand beste Stelle, um sich an seinem Vordermann vorbeizusetzen, bietet sich am Ende der langen Start- und Zielgerade, die auch der bevorzugte Einsatzort für DRS sein dürfte. "Aus meiner Sicht werden wir am Samstag das wichtigste Zeittraining des Jahres fahren", glaubt daher Mattias Ekström. "Denn Überholen ist auf der Strecke alles andere als einfach."

Erfahrung dank Testfahrten

Aus meiner Sicht werden wir am Samstag das wichtigste Zeittraining des Jahres fahren
Mattias Ekström

Trotz der langen Pause seit der letzten Stippvisite unter Wettkampfbedingungen betreten die Piloten auf dem Hungaroring aber keineswegs völliges Neuland. Anfang April machte die DTM bereits in Budapest für Testfahrten Station, weshalb sich die Eingewöhnungszeit in Grenzen halten sollte.

Einige Piloten drehten zudem schon mit anderen Rennserien ihre Runden auf dem Hungaroring, so auch Vitaly Petrov in seiner Formel-1-Zeit. Für den Russen stellt dieser Erfahrungsvorsprung jedoch kaum einen Vorteil dar - ganz im Gegenteil. "Beim Saisonauftakt in Hockenheim habe ich gemerkt, dass ich an die Strecken in einem DTM-Auto ganz anders herangehen und meinen Fahrstil entsprechend anpassen muss", so der Mercedes-Fahrer.


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