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DTM - Wittmann: Angst vor der Option-Attacke

Team hat sich mehr als rehabilitiert

Marco Wittmann heißt der strahlende Sieger in Hockenheim. Auch wenn der Vorsprung am Ende deutlich war: Der BMW-Pilot fürchtete eine Option-Attacke.

Motorsport-Magazin.com - Schon früh legte Marco Wittmann den Grundstein zu seinem ersten Sieg in der DTM. Nachdem er sich am Start zunächst von Markenkollege Bruno Spengler überholen lassen musste, holte er sich schnell den zweiten Platz zurück. Nur wenige Kilometer später war auch Adrien Tambay fällig: Mit einem blitzsauberen Überholmanöver in der Spitzkehre übernahm der Fürther die Führung.

Du kannst auch aus den Options-Reifen das beste herausholen und sie bei der Stange halten.
Jens Marquardt

"Wenn du dann in freier Luft vorne fahren kannst, dann ist es das beste. Du kannst auch aus den Options-Reifen das beste herausholen und sie bei der Stange halten", verriet BMWs Motorsportdirektor Jens Marquardt das Geheimnis des Sieges gegenüber Motorsport-Magazin.com. "Und das hat Marco wirklich super gemacht, ganz großes Kompliment!"

Obwohl Wittmann den Abstand auf Adrien Tambay peu à peu vergrößern konnte, war er sich seines Sieges lange Zeit nicht sicher und konnte seine Siegesfahrt nicht uneingeschränkt genießen. "Man hat das ganze schon im Überblick, weil man weiß, dass die anderen Piloten mit den Options-Reifen am Ende auflaufen können", so der Sieger.

Das Problem: Durch lediglich einen Pflichtboxenstopp werden quasi zwei verschiedenen Rennen gefahren. Die einen Piloten starten auf den weichen Reifen, die anderen heben sich den schnelleren Pneu für die zweite Rennhälfte auf. Wer, wie Wittmann, auf den Options-Reifen startet, läuft Gefahr, am Ende von jenen Piloten überrumpelt zu werden, die sich den Reifen-Vorteil für die Schlussphase ausgespart haben.

Mein Vorsprung war aber groß genug, um den Sieg nach Hause fahren zu können.
Marco Wittmann

Wittmanns Vorsprung aber war bereits auf über 15 Sekunden angewachsen. "Mein Vorsprung war groß genug, um den Sieg nach Hause fahren zu können." Das ist auch Marquardt nicht entgangenen: "Der Abstand zu denjenigen, die auf der Gegenstrategie fuhren, war am Ende doch sehr deutlich und deshalb finde ich, dass es ein Top-Rennen von Marco war."

Sieg für krisengebeuteltes RMG Team

Stefan Reinhold ist mehr als rehabilitiert - Foto: BMW

Für Marco Wittmann scheint sich der Wechsel von MTEK zu RMG gelohnt zu haben. Dabei sah das vor der Saison noch ganz anders aus. Die Mannschaft von Stefan Reinhold durchlebte in den ersten beiden Saisons harte Zeiten, musste sich stets den anderen BMW-Teams geschlagen geben.

Das ist auch Wittmann nicht entgangen. "Ich bin unglaublich glücklich für das Team. Es hatte sehr harte zwei Jahre und besser kann man nicht in die Saison starten." Marquardt pflichtet bei: "Marco hat mit RMG über den Winter super gearbeitet. Stefan Reinhold hatte wirklich eine harte Saison, der hat sich mehr als rehabilitiert hier!"


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