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DTM - Glock: Das gibt es doch nicht!

Muss mich beim Team entschuldigen

Timo Glock geht von Startplatz neun aus in den Saisonauftakt auf dem Hockenheimring. Unzufriedenheit? Nicht bei Glock.

Motorsport-Magazin.com - Timo Glock war der strahlende Sieger des Saisonfinales 2013 auf dem Hockenheimring. Beim Auftakt an gleicher Stelle muss sich der ehemalige Formel-1-Pilot mit Startplatz neun zufriedengeben. "Trotzdem bin ich nicht so unzufrieden", so Glock im Gespräch mit Motorsport-Magazin.com.

"Vor allem mit dem Wechsel vom Freien Training auf das Qualifying bin ich sehr zufrieden. Wir haben das Auto deutlich verbessert", so Glock weiter. Enttäuschung, weil es an gleicher Stelle vor ein paar Monaten noch deutlich besser lief? Fehlanzeige: "Nein, jetzt ist 2014 und wir haben ganz neue Voraussetzungen. Wir fangen wieder bei Null an. Ich denke nicht zurück! Klar ist es ein schönes Erlebnis gewesen und es würde mich freuen, wenn wir wieder auf dem Podium stehe würden, aber man muss realistisch bleiben."

Man darf nicht erwarten, dass man von heute auf morgen - nur weil man ein Rennen gewonnen hat - um die Meisterschaft fährt.
Timo Glock

Realistisch bleiben lautet also Glocks Motto. Und was erachtet der BMW-Pilot als realistisch? "Konstant in die Punkte zu fahren. Und da haben wir mit P9 einen guten Grundstein gelegt. Man darf nicht erwarten, dass man von heute auf morgen - nur weil man ein Rennen gewonnen hat - um die Meisterschaft fährt."

Dass es beim ersten Qualifying der Saison nicht für mehr gereicht hat, führt Glock auf zweierlei Dinge zurück. Auf seiner letzten Runde versuchte er nach den ersten zwei Zwischenzeiten alles. "Ich habe mich dann einen Tick zu schnell ins Motodrom reinlaufen lassen und habe in der Mitte der Kurve das Heck verloren. Dann war die Runde dahin."

Der Odenwälder zeigt sich einsichtig: "Das war schade, und ich muss mich beim Team entschuldigen, denn sie haben einen guten Job gemacht." Doch das war nicht der einzige Grund, wieso es nicht erneut zu einer Top-Platzierung gereicht hat.

"Es ist Wahnsinn, wie eng alle zusammen sind - unglaublich! Ich habe soeben erst geschaut und dachte: Das gibt es doch nicht! Von Platz zwei bis Platz acht oder neun lagen nur wenige Hundertstelsekunden. Ein Minifehler, den ich gemacht habe - und schon war es das."

Man muss nur sehen, wer vorne steht: Alles junge Leute.
Timo Glock

Einen Beweis für die auch 2014 vielzitierte Leistungsdichte fügte Glock umgehend an. "Man muss nur sehen, wer vorne steht: Alles junge Leute. Der Meister steht auf Platz 13, das zeigt die unglaubliche Dichte. Wenn du auf P9 stehst, dann sagen alle: Ja, war okay. Aber hey! Es fehlen uns 0,2 Sekunden - das ist ein Wimpernschlag!"


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