DTM - Nico Müller im Portrait

Ein Rennfahrer durch und durch

Nico Müller setzt die Tradition der Schweizer in der DTM fort, wo es ein Wiedersehen mit vielen alten Bekannten aus Formelzeiten geben sollte.
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Motorsport-Magazin.com - Nico Müller wechselt nach sechs Jahren im Formelsport in die DTM und fährt damit erstmals mit Dach über dem Kopf. Bereits als Kind verfolgte der Schweizer die DTM und träumte davon, eines Tages in einem der Boliden Platz nehmen zu dürfen. Nun ist der 21-Jährige aus Thun nach Jürg Bächi, Andre Baumann, Walter Brun, Bruno Eichmann, Rahel Frey, Balz Kamm, Edy Kamm, Andreas Mark, Alain Menu, Phillip Müller, Walter Nussbaumer, Luigino Pagotto und Hermann Roth der 14. Schweizer in der DTM.

Wir beobachten Nicos Karriere schon seit geraumer Zeit.
Dr. Wolfgang Ullrich

Wenn er nicht gerade auf der Rennstrecke ist, steigt Müller auf sein Rennrad oder schnallt sich im Winter die Langlaufskier unter. Auch Ausflüge mit Freunden und die Lektüre von Autozeitschriften stehen bei ihm hoch im Kurs. Sollte er jemals auf einer einsamen Insel landen, würde Müller Biografien von Rennfahrern, ein Mountainbike und seinen Helm mitnehmen, an dem er sehr hängt. Auch seinen Glücksbringer, eine Halskette, hat er immer bei sich. Auch wenn sich Müller nicht als abergläubischen Menschen sieht, steigt er dennoch immer von links ins Auto - was in der DTM auch definitiv praktischer ist.

Müller trat bereits in den eng umkämpften Serien Formel Renault 3.5 (2012 und 2013) und der GP3 (2010 und 2011) an. In Monaco erzielte er im vergangenen Jahr nach der ersten Pole Position auch den ersten Sieg, seinen zweiten Erfolg feierte er beim Regenrennen auf dem Hungaroring. Die Saison 2013 beendete er schließlich auf Gesamtrang fünf, im Jahr zuvor war er Neunter gewesen. In der GP3 feierte er drei Siege und schloss seine zwei Saisons als Dritter und Vierter ab. In der DTM wird Müller wohl auf einige alte Bekannte aus Formelzeiten treffen, wie etwa Robert Wickens, Roberto Merhi, Daniel Juncadella, Adrien Tambay und Antonio Felix da Costa.

Müller, der die Formel-1-Piloten Lewis Hamilton und Fernando Alonso als seine Vorbilder nennt, testete im November 2013 auf dem Yas Marina Circuit in Abu Dhabi für Arden einen GP2-Boliden. 2011 hatte er bereits für DAMS und Carlin an GP2-Testfahrten teilgenommen.

Nico passt sowohl vom Speed als auch von seiner Persönlichkeit gut zu Audi.
Dieter Gass

Audi ließ den Nachwuchsfahrer bereits 2012 einen DTM-Boliden testen. "Wir beobachten Nicos Karriere schon seit geraumer Zeit. Er hat einige Hundert Testkilometer mit unseren DTM-Autos absolviert und dabei einen hervorragenden Eindruck hinterlassen", sagte Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich bei Müllers Verpflichtung. "Nico passt sowohl vom Speed als auch von seiner Persönlichkeit gut zu Audi und ist sicherlich eine Bereicherung für die DTM insgesamt. Ich halte sehr viel von ihm und denke, dass er in seiner Rookie-Saison für die eine oder andere Überraschung sorgen kann", streute ihm auch DTM-Leiter Dieter Gass Rosen.


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