DTM - Audi trauert Brands Hatch nach

Gemeinsame Entscheidung

Audi unterstützt die Expansion der DTM nach China und Ungarn, die Ingolstädter verlassen Brands Hatch aber mit Wehrmut.
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Motorsport-Magazin.com - Die DTM-Saison wird auch 2014 zehn Rennen umfassen. Abgesehen von dieser Konstante erfährt der Kalender jedoch einige Änderungen, denn so reist der Tross nicht mehr nach Zandvoort und Brands Hatch, während der Hungaroring sowie ein Rennen an einem noch zu bestimmenden Ort in China hinzukommen. Bei Audi trauert man vor allem dem Rennen in Brands Hatch hinterher, feierten die Ingolstädter auf dem kurzen Indy-Kurs doch vier Siege, zudem stellt Großbritannien einen wichtigen Markt dar.

Brands Hatch ist aus Audi-Sicht eine Strecke, wo wir gerne gefahren sind und wo wir viele gute Ergebnisse eingefahren haben
Dieter Gass

"Es war eine gemeinsam getroffene Entscheidung", betonte Dieter Gass, Leiter DTM bei Audi. "Brands Hatch ist aus Audi-Sicht eine Strecke, wo wir gerne gefahren sind und wo wir viele gute Ergebnisse eingefahren haben, aber sie ist vom Umfeld her ein bisschen kritisch für die DTM." Vor allem das Interesse seitens Medien und Zuschauern sei in England noch so groß wie gewünscht ausgefallen, wobei dieser Umstand in Brands Hatch aufgrund der Kürze der Strecke noch vertretbar gewesen sei. "Auf anderen Strecken hätte man sich da aber etwas verloren", so Gass.

Finanzielle Lage angespannt

Mit den beiden neuen Strecken ist man im Hause Audi hingegen zufrieden. Während Budapest letztmalig 1988 im DTM-Kalender aufschien, fuhr die Serie bereits zwei Mal in China, das letzte Mal beim Saisonfinale 2010 in Shanghai. "Diese Märkte sind für uns interessant", erklärte Gass. "China sowieso, da haben alle Hersteller großes Interesse zu fahren, und für Audi ist Ungarn auch interessant, weil wir dort produktionstechnisch vertreten sind."

In den letzten Wochen wurde darüber spekuliert, dass die DTM ihren Kalender wie die Formel 1 und die MotoGP aufstocken könnte, doch dazu ist es nicht gekommen. Ausschlaggebend dafür sei die Budgetsituation gewesen, die bei allen drei Herstellern recht angespannt sei, was eine Ausweitung des Programms nicht erlauben würde. "Wir sind in einer schwierigen Phase. Mehr Rennen kosten mehr Geld, deswegen war von uns aus klar, dass der Kalender bei zehn Rennen bleiben würde", führte Gass aus.


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