DTM - Probleme? Vietoris: Auto genau durchleuchten

Das war nicht normal

Schwieriges Wochenende für Mercedes. Allen voran Christian Vietoris, der seine letzten Titelhoffnungen begraben musste.
von

Motorsport-Magazin.com - So hatten sich die Jungen Wilden von Mercedes das Wochenende in Oschersleben sicher nicht vorgestellt. Nur der alte Hase Gary Paffett fuhr in seinem 100. DTM-Rennen in die Punkteränge - und auch das weit weg von der Spitze. Besonders hart war das Rennen für Christian Vietoris und Robert Wickens, die in Oschersleben ihre Titelchancen verspielten.

"Die Meisterschaft war für mich ohnehin weit weg und ich hatte nie auf den Titel spekuliert, aber es ist schon enttäuschend, auf diese Weise aus dem Titelkampf auszuscheiden", klagte Wickens. Der Kanadier musste das Rennen nach einer Kollision mit Bruno Spengler aufgeben. Der Kanadier wurde für das nächste Rennen mit einer Strafversetzung belegt.

Schwarzes Wochenende

Für Vietoris kam es noch schlimmer - im Gegensatz zu Wickens fand er in der Magdeburger Börde nie seinen Speed. "Ein ganz schwieriges Wochenende", klagte er. "Es ist nichts zusammengelaufen, zu keinem Zeitpunkt." Schon im Freien Training war Vietoris zu langsam. Im Qualifying setzte sich das Pech mit einem schlechten Timing bei wechselhaften Bedingungen fort. Startplatz 20 war die Folge. "Aber auch im Rennen hat mir persönlich die Pace gefehlt", gibt er zu.

Es ist nichts zusammengelaufen, zu keinem Zeitpunkt.
Christian Vietoris

Nach dem schwarzen Wochenende von Oschersleben soll das Auto von Vietoris in der Basis von HWA in Affalterbach noch einmal genau unter die Lupe genommen werden. "Irgendwas hat da nicht gestimmt", glaubt Vietoris. "Das war nicht normal." Ob es sich um eine falsche Abstimmung oder einen technischen Defekt handelt, konnte und wollte er noch nicht sagen. "Ich war im Verhältnis zu meinem Teamkollegen auf jeden Fall zu langsam, es ist aber noch zu früh, zu sagen, woran es genau gelegen hat."

Meisterschaft war nicht das Ziel

Vietoris hält sich aber nicht lange damit auf, über das vergangene Wochenende zu hadern. "Es hätte sogar schlechter ausgehen können", meint er. "Ich bin immer noch Dritter in der Fahrerwertung, Position zwei ist noch in Reichweite. Es war also Schadensbegrenzung trotz einer Nullrunde." Seine bisherige Saison sieht er auch weiterhin als gut an - verpasste Titelchancen hin oder her.

"Meine Zielsetzung war nicht, um die Meisterschaft zu fahren", betont er. "Ich wollte unter die ersten Fünf, wenn ich Platz drei bis Hockenheim absichern kann, ist das top. Dann habe ich dieses Jahr viel gelernt und dann geht es nächstes Jahr wieder von vorne los."


Weitere Inhalte:

Facebook
Wir suchen Mitarbeiter
x