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DTM - Option-Reifen als Zünglein an der Waage

Was kann DRS ausrichten?

Erstmalig kommen in Oschersleben Option-Reifen und DRS zum Einsatz. Motorsport-Magazin.com befragte die Piloten zu den möglichen Auswirkungen.

Motorsport-Magazin.com - Die Motorsport Arena Oschersleben genießt nicht unbedingt den Ruf, ein Dorado für Freunde vieler Überholmanöver zu sein. Umso wichtiger ist es, DRS und die Option-Reifen richtig einzusetzen, um am Vordermann dennoch vorbeigehen zu können, sei es mittels flachgestelltem Flügels oder auf Basis einer gelungen Strategie.

Der Schlüssel ist es, im Rennen keinen Fehler zu begehen, die Option-Reifen sehr lange zu fahren, aber auch nicht zu lange
Adrien Tambay

"Die Zielgerade und die Gegengerade sind gleich lang", nahm Robert Wickens bei Motorsport-Magazin.com den 3,696 km langen Kurs in der Magdeburger Börde unter die Lupe. "Der eine öffnet DRS vielleicht hier und der andere dort." Ob die Länge der Geraden jedoch ausreichend sein wird, um tatsächlich unter Zuhilfenahme von DRS ein Überholmanöver zu setzen, bleibt fraglich, wenn man Filipe Albuquerque Glauben schenkt. "Es macht in der Rundenzeit einen großen Unterschied aus, aber es reicht nicht, um im Rennen zu überholen", legte der Audi-Pilot seine Sicht der Dinge dar. "Vielleicht kann man auf dem Weg zur Hauptgeraden überholen."

Was die Rennstrategie angeht, wird Oschersleben wohl keine Ausnahme darstellen, sodass die meisten Piloten danach trachten werden, auf den Option-Reifen relativ viele Runden abzuspulen - sofern ihnen nicht das Wetter einen Strich durch die Rechnung macht. "Der Schlüssel ist es, im Rennen keinen Fehler zu begehen, die Option-Reifen sehr lange zu fahren, aber auch nicht zu lange", sagte Adrien Tambay. "Man muss beim Beschleunigen mit dem Gaspedal vorsichtig umgehen und versuchen, nicht zu viel zu rutschen. Es ist auch wichtig, mit den Standard-Reifen schnell zu sein, da man dann am Ende des Rennens Positionen gutmachen kann."

Dieser Meinung seines Markenkollegen kann sich Albuquerque nur anschließen. "Der Vorteil wird eine Sekunde sein", verglich er die Option- mit den Standardreifen. "Es gibt viele Kurven, in denen viel Traktion gefragt ist, etwa Kurve zwei, drei und fünf. Auch in der schnellen Schikane verhält sich das Auto beim Beschleunigen damit viel besser. Man kann damit viel Zeit gewinnen." Die Eigenwilligkeit des Kurses in der Magdeburger Börde sei es auch, die die Abstimmung der Boliden so schwierig mache. "Es ist eine langsame Strecke wegen der kurzen Geraden, aber die Kurven sind sehr schnell und man braucht viel Traktion", so der Portugiese.


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