DTM - Glock wundert sich über merkwürdige Regeln

Wer soll das noch verstehen?

Timo Glock und Andy Priaulx erklären im Gespräch mit Motorsport-Magazin.com, warum die blaue Flagge für sie zum roten Tuch geworden ist.

Motorsport-Magazin.com - Timo Glock war nach Rang 13 auf dem Norisring alles andere als zufrieden. Das lag vor allem am Reglement der DTM, das es Fahrern auf einer anderen Strategie ermöglicht, mit Hilfe blauer Flaggen an vor ihn liegenden Boliden vorbeizugehen. "Irgendwann waren Rockenfeller und Paffett, die ihren zweiten Boxenstopp schon gemacht hatten, hinter mir. Dann habe ich aus irgendwelchen Gründen blaue Flaggen gezeigt bekommen. Generell kommen die für alle Mercedes-Fahrer immer sehr, sehr früh. Juncadella war irgendwann hinter mir, aber noch relativ weit weg, da habe ich blaue Flaggen bekommen", berichtete Glock Motorsport-Magazin.com.

Das macht keinen professionellen Eindruck und auch kein gutes Bild nach außen für die Fans.
Timo Glock

"Die Regel ist nicht ganz das Richtige, denn nur weil jemand zwei Boxenstopps gemacht hat, gibt es keinen Grund, wenn man um eine Position kämpft, eine blaue Flagge herauszuholen", so seine klare Meinung. "Die eine oder andere Regel in der DTM ist schon etwas merkwürdig in meinen Augen, das macht keinen professionellen Eindruck und auch kein gutes Bild nach außen für die Fans, denn wer soll das noch verstehen?"

Auch Markenkollege Andy Priaulx schimpfte auf die Signale der Rennleitung. "Ich gehe an die Box und das nächste, was ich sehe, sind blaue Flaggen! Ich war ziemlich schockiert!", meinte der Brite gegenüber Motorsport-Magazin.com. "Ich war schon einmal in einer solchen Situation und dachte mir: Ich will diese blaue Flagge nicht wiedersehen!" Es sei etwas anderes, wenn er wie in den letzten Rennen von der Performance her nicht mithalten könne. "Aber wenn man blaue Flaggen bekommt, wenn man an fünfter Stelle ist und um das Podium kämpft... Ich wusste, dass mein Rennen vorbei war. Ich habe so hart gepusht, wie es nur ging, ich habe noch versucht, das Beste aus dieser miesen Situation zu machen, aber es nimmt einem die Chancen im Rennen", erklärte er. "Ich mag es überhaupt nicht, um ehrlich zu sein. Es ist schade für die Fans, so etwas zu sehen. Ich kann meine Position nicht verteidigen."

Auch BMW-Motorsportchef Jens Marquardt ist kein Fan der Flaggen-Regelung. "Auf so einer kurzen Strecke macht die Regel mit den blauen Flaggen wahrscheinlich wenig Sinn, wenn man nach zehn Runden von 80 schon zwei Boxenstopps gemacht hat und eigentlich nicht schneller ist, die Leute vor einem aber zurückgepfiffen werden, weil sie aus dieser Regel heraus blaue Flaggen bekommen", erläuterte er.


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