DTM - Exklusiv: Albuquerque will 2013 den ersten Sieg

Kompaktere DTM als persönlicher Vorteil?

Filipe Albuquerque spricht mit Motorsport-Magazin.com über seine Ziele für die neue DTM-Saison, die Neuerungen 2013 und Audis Aufholprozess vor dem Saisonstart.
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Motorsport-Magazin.com - Im Rahmen von Audis DTM-Präsentation in München enthüllten die Ingolstädter auch die neue Lackierung des Fahrzeugs von Filipe Albuquerque. Dieser zeigte sich beim Anblick seines umgestylten Arbeitsplatzes hocherfreut: "Er sieht super aus und nach zwei Jahren mit der gleiche Farbe nun einmal zu wechseln und auch mit einer neuen und niedrigeren Startnummer zu fahren, sieht doch gleich schon besser aus", scherzte der Portugiese im Gespräch mit Motorsport-Magazin.com. Ob sich die Zahl sechs für ihn zur Glückszahl entwickeln kann, wollte er aber noch nicht vorhersagen. "Ich sage normalerweise eigentlich immer, dass man sich das Glück erzwingen und erarbeiten muss - es liegt also an uns. Ich werde mich reinhängen und hoffe, dass wir es dann haben werden", meinte der Audi-Pilot, der 2013 bei Team Rosberg auch auf einen starken Teamverbund setzt.

Normalerweise bin ich jemand, der schon nach ein paar Runden voll da ist. Es könnte mir also sogar in die Karten spielen.
Filipe Albuquerque

"Die Arbeit mit den Jungs hier lief bisher gut, auch bei den ersten Testfahrten - wir wissen jetzt besser, wie wir das Auto für mich abstimmen müssen, haben mehr Erfahrung aus den Vorjahren... dadurch können wir dann beispielsweise schneller für das Qualifying bereit sein und alles in allem sollte uns das helfen, einfach besser zu werden", so Albuquerque. Dass im Zuge der kompakteren DTM-Wochenenden 2013 viel weniger gefahren wird, machte ihm überhaupt keine Sorgen. "Das sehe ich ganz im Gegenteil sogar positiv und bin diesbezüglich eher optimistisch, denn normalerweise bin ich jemand, der schon nach ein paar Runden voll da ist. Es könnte mir also sogar in die Karten spielen." 2012 hatte Audi oftmals einen schweren Stand - der 27-Jährige war jedoch überzeugt, dass es heuer bergauf gehen wird, wenngleich einem die starken Einschränkungen durch das Reglement den Aufholprozess natürlich erschwert haben.

Gutes Verhältnis zu Mortara

Große Show in München: Audi präsentierte Albuquerques neuen RS5 - Foto: Audi

"Die Ingenieure haben trotzdem versucht, die Dinge zu verbessern. Die Aerodynamik und die meisten anderen Dinge sind eingefroren, aber wir müssen trotzdem unser Bestes geben - jede Abteilung muss das und zwar ganz einfach damit, was ihr zur Verfügung steht", erklärte der Audi-Pilot. "Wenn alle dort der Perfektion dann ein Stückchen näher kommen, sind wir mit Sicherheit auch insgesamt auf einem besseren Weg. Wir verbessern uns immer weiter und sicherlich hatten wir letztes Jahr eine harte Saison - aber nun kämpfen wir hart, um das hinter uns zu lassen." Als persönliches Ziel gab der Mann aus Coimbra aus: "Ich will mich bestmöglich schlagen, in den Top-5 ankommen und Podestplätze einfahren. Außerdem möchte ich endlich meinen ersten Sieg in der DTM einfahren. Ich denke, das wird das Hauptziel für 2013 sein - genauso, wie Audi ganz einfach zu helfen, das Maximum zu erzielen", meinte Albuquerque.

Doch dafür muss dann auch eine gute Zusammenarbeit mit seinem schnellen Teamkollegen Eldorado Mortara gewährleistet sein. Mit Blick auf das Verhältnis zu seinem Stallkollegen sagte der Portugiese aber: "Es ist gut - wir arbeiten eng zusammen, sind ja beispielsweise auch schon die 24h von Daytona zusammen gefahren. In der DTM fährt natürlich jeder für sich, trotzdem ist unsere Beziehung gut und wir helfen uns gegenseitig. Deswegen sind wir ein gutes Team - wir sind beide schnell und bringen das Team voran." Voranbringen sollen 2013 nicht nur das Team, sondern die ganze DTM, auch die neuen und variableren Pneus von Hersteller Hankook. Albuquerque meinte jedenfalls: "Die Options-Reifen sind definitiv fantastisch!"

Wenn man es gut anstellt, kann man die Reifen in zehn Runden kaputt fahren. Man muss sich also zusammenreissen.
Filipe Albuquerque

"Sie vermitteln einem als Fahrer ein super Gefühl. Ihr Verschleiß ist allerdings schon noch recht hoch." Auf Nachfrage von Motorsport-Magazin.com konkretisierte der Rosberg-Pilot seine Aussagen mit einem Lächeln: "Wir müssen sicher noch die Feinabstimmung bei vielen Dingen finden, gerade auch beim Reifendruck - aber wenn man es gut anstellt, kann man die Reifen in zehn Runden kaputt fahren. Man muss sich also zusammenreissen und kontrollierter fahren", grinste er. Auch die zweite große Neuerung, das DRS, begrüßte Albuquerque: "Allerdings muss man auch dazu sagen, dass ich jetzt bei den Tests noch nicht die Gelegenheit hatte, damit wirklich einmal jemanden auf der Geraden zu überholen. Für die Meisterschaft ist es aber dennoch ein positiver Zugewinn. Für die Zuschauer und uns Fahrer wird es also aufregend - so viel ist sicher!"


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