DTM - Wolff: Wir machen Stars, andere kaufen sie

Erfolgsaussichten erhöht

Toto Wolff bezieht Stellung zu der kontroversen Mercedes-Maßnahme, 2013 nur noch mit sechs Autos in der DTM anzutreten. Er pocht auf den Nachwuchs.
von

Motorsport-Magazin.com - Mercedes tritt in der anstehenden DTM-Saison als einziger Hersteller mit sechs Autos an. Während nicht wenige Beobachter von einer Schwächung sprechen, verteidigte Toto Wolff die Maßnahme nun. "Viele Leute glauben, dass wir unsere Fahrzeugflotte in der DTM von 8 auf 6 reduziert haben, in Wahrheit wurden unsere Einsatzfahrzeuge mit Erfolgsaussichten allerdings von 4 auf 6 erhöht", meinte der Mercedes-Rennleiter während einer Veranstaltung in Affalterbach. "In den letzten Jahren waren nur die vier HWA-Autos wirklich podiumsfähig. Ziel für 2013 ist eine Konzentration der Kräfte auf sechs Fahrzeuge, die sich auf gleich hohem Wettbewerbsniveau befinden."

Auch Manuel Reuter konnte den Schritt der Stuttgarter nachvollziehen. "Dieser Schritt ist für mich angesichts der vergangenen Saison absolut nachvollziehbar", sagte der frühere DTM-Pilot im Gespräch mit Motorsport-Magazin.com "Das Team Persson Motorsport konnte 2012 keine nennenswerten Erfolge feiern, deshalb ist die Rückstufung auf sechs Autos kein Verlust." Reuter erhoffte sich durch die Konzentration auf weniger Autos, dass künftig nicht nur die HWA-Boliden um Siege und Titel kämpfen können, sondern auch Mücke Motorsport konkurrenzfähiger auftreten kann.

Mercedes-Fahrerkader für die DTM-Saison 2013: (2:00 Min.)

Wolff war bewusst, dass die Entscheidung bezüglich des Fahrerkaders kontrovers diskutiert wurde. "Allerdings hat sich Mercedes-Benz schon immer durch den Mut ausgezeichnet, jungen Fahrern eine Chance zu geben", so Wolff. Fahrer wie Paul di Resta, Gary Paffett, Bruno Spengler und Co. seien ein gutes Beispiel für die Nachwuchspolitik des Premiumherstellers. 2013 schickt Mercedes wieder ein Junior-Team ins Rennen. Diesmal besteht die Truppe aus den bekannten Fahrern Christian Vietoris, Robert Wickens, Roberto Merhi sowie Neuzugang Daniel Juncadella. Wolff: "Ich weiß, dass unser Junior Team über das Talent und das Potential verfügt, um sich in der DTM einen Namen zu machen."

Eine kleine Spitze in Richtung Konkurrenz konnte sich Wolff unterdessen nicht verkneifen nach den Abgängen von Spengler in Richtung BMW und zuletzt Jamie Green zu Audi. "Mercedes-Benz macht DTM-Stars, andere kaufen sie sich", meinte der Österreicher.


Weitere Inhalte:

Motorsport-Magazin.com fragt
Facebook
Wir suchen Mitarbeiter
x