DTM - Spengler wehrt sich gegen Vorteils-Vorwurf

Eher Nach- als Vorteil

Ein Vorwurf der Konkurrenz: BMW hatte mehr Zeit, sein Auto zu entwickeln. Bruno Spengler wehrt sich in der aktuellen Ausgabe des Motorsport-Magazin dagegen.
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Motorsport-Magazin.com - BMW hat in seiner Comeback-Saison alles abgeräumt, was es in der DTM zu gewinnen gab. Auffällig: Es war nicht nur Bruno Spengler, der aus dem Münchner Kollektiv herausstach, sondern dank starker Resultate durch die Bank weg war BMW seinen Kontrahenten überlegen. Nicht selten musste sich der Rückkehrer den Vorwurf gefallen lassen, für die Entwicklung des M3 mehr Zeit gehabt zu haben. Während Mercedes und Audi noch in der Meisterschaft 2011 kämpften, war BMW bei Testfahrten aktiv.

Spengler: Vom Jäger zum Gejagten - Foto: adrivo Sportpresse

Außerdem habe BMW einen komplett neuen Motor aufbauen dürfen, während Mercedes und Audi ihre V8-Aggregate nicht komplett ändern durften. Das Motorsport-Magazin konfrontierte Champion Spengler mit diesen Sachverhalten. Der Franko-Kanadier wehrte sich gegen den Vorwurf des vermeintlichen Vorteils. "Das sehe ich anders", sagte der frühere Mercedes-Pilot. "Ein DTM-Auto ist immer noch ein DTM-Auto. Der Bolide, den ich in diesem Jahr fuhr, unterscheidet sich nicht großartig von den Autos, in denen ich in den vergangenen Saisons unterwegs war."

Kein Vorteil also für Rückkehrer BMW, eher das Gegenteil sei laut Spengler der Fall gewesen: "Ich denke nicht, dass wir einen Vorteil hatten - wenn überhaupt, waren wir zu Beginn der Saison benachteiligt." Dabei ging es ihm nicht um den Neubau der Coupés, die die Vorgänger-Autos ablösten, sondern den Gesamtumfang der DTM. Mercedes und Audi hätten einen großen Erfahrungsvorsprung besessen. "Es geht um die grundlegenden Dinge, wie Setup-Einstellungen, Boxenstopps und das Verhalten bei unterschiedlichen Witterungsbedingungen", so Spengler.

Mercedes und Audi kennen ihre Aggregate seit vielen Jahren, während wir überhaupt keine Vorkenntnisse besaßen.
Bruno Spengler

Ähnliches gelte in Bezug auf den Motor im M3. Spengler: "Mercedes und Audi kennen ihre Aggregate seit vielen Jahren, während wir überhaupt keine Vorkenntnisse besaßen." Da das Reglement für die kommende Saison eingefroren wurde, dürfen die Autos für 2013 nicht verändert werden. Nur Setups der Fahrwerke und Bremsen sowie Reifendrücke dürfen neu eingestellt werden. Die DTM bot 2012 ein größtenteils ausgeglichenes Feld, doch am Ende hatte BMW die Nase vorn mit dem M3-Boliden. Gelten die Münchner damit automatisch als großer Favorit für nächstes Jahr?

Spengler sieht in der neuen alten Reglementierung keinen großen Gewinn für den eigenen Arbeitgeber. "Ich denke nicht, dass das ein großer Vorteil für uns sein wird", meinte er. "Alle drei Hersteller hatten in diesem Jahr sehr starke Gesamtpakete. Ich bin sicher, dass Mercedes und Audi über den Winter ebenfalls hart arbeiten werden. Sie werden es uns kommende Saison sicherlich nicht einfach machen, ich erwarte einen harten Kampf." Nirgendwo stünde geschrieben, dass BMW in der kommenden Saison genauso stark sein wird wie im Meister-Jahr.

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