DTM - Rückblick 2012: Miguel Molina

Pleiten, Pech und Pannen

Miguel Molina wollte in seiner dritten DTM-Saison an die Ergebnisse vom Saisonende 2011 anschließen. Am Ende stand die große Ernüchterung.
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Motorsport-Magazin.com - In den letzten drei Rennen der Saison 2011 stand Miguel Molina zwei Mal auf Pole Position, holte in jedem Rennen Punkte und krönte den Saisonabschluss in Hockenheim sogar mit einem Podium. In der Vorsaison noch im Abt Junior Team unterwegs, erhoffte sich der Spanier von seinem Wechsel zum Meisterteam Phoenix nahtlos an diese Resultate anknüpfen zu können. "Ich glaube, wir haben alle Zutaten zusammen, um in diesem Jahr aufhorchen zu lassen", verkündete er nach den ersten Testfahrten in Valencia.

Ich glaube, wir haben alle Zutaten zusammen, um in diesem Jahr aufhorchen zu lassen.
Miguel Molina

Zehn Rennen und acht Punkte später war klar: Die Beziehung zwischen Miguel Molina und dem Audi A5 DTM ist statt einer Liebesbeziehung eine Zwangsehe. Die Saisonhöhepunkte sind schnell abgehandelt: ein 10. Platz beim Auftaktrennen in Hockenheim und ein 7. Platz in Brands Hatch. In der Folge schaffte er es kein einziges Mal mehr, zählbare Resultate für die Mannschaft von Ernst Moser einzufahren. Das größte Manko in der 2012er Saison war Molinas mangelnde Qualifying-Performance. In Hockenheim musste er sich von Startplatz 17 in die Punkte kämpfen, wenige Monate zuvor ging er auf der gleichen Strecke noch von der Pole Position ins Rennen.

Die eklatante Schwäche im Qualifying zog sich wie ein roter Faden durch die Saison. Seinen besten Startplatz sicherte er sich mit Rang acht in Oschersleben, wo ihm jedoch ein Reifenschaden in Runde eins jegliche Hoffnung auf ein gutes Resultat nahm. "Wir hatten nie eine gute Pace im Qualifying. Das war einer der Punkte, der uns dieses Jahr zu schaffen gemacht hat", bestätigte er gegenüber Motorsport-Magazin.com.

Molina strandete in Zanvoort schon vor der ersten Kuve - Foto: RACE-PRESS

Startplätze im Mittelfeld waren mit Grund, weshalb der Katalane häufig in Kollisionen verwickelt war. In Zandvoort kam er nach einer selbstverschuldeten Kollision mit Robert Wickens nicht einmal bis zur ersten Kurve, in Spielberg beschädigte er sich sein Auto bei einem Überholversuch so stark, dass er seinen Audi vorzeitig in der Boxengasse abstellen musste. Den Tiefpunkt erlebte er am Nürburgring als ihn Markenkollege Adrien Tambay unsanft berührte und um die eigene Achse drehte.

Für den Fall, dass der Spanier gut im Rennen lag und keine Kollision zu erwarten war, machte ihm wahlweise das Auto oder sein Team einen Strich durch die Rechnung. Am Lausitzring fiel er nach einem verpatzten Boxenstopp aus den Top-10 und bei seinem Heimrennen in Valencia schied er mit einem Bremsdefekt aus. Symbolisch für 2012 endete die Saison des Audi-Piloten im Kiesbett der Sachskurve im badischen Motodrom. Ursache: defekte Bremsen. "Das einzig Positive ist, dass wir aus dieser Saison viel lernen können und versuchen, nächstes Jahr stärker zu sein", gab sich Molina kämpferisch.


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