DTM - Marquardt mit SWR-Kritik nicht einverstanden

Charaktere und bekannte Fahrer vorhanden

Jens Marquardt konnte sich der Kritik von SWR-Sportchef Harald Dietz nur zum Teil anschließen. Es gebe bekannte Fahrer und echte Typen im Fahrerlager.

Motorsport-Magazin.com - Die Schelte von SWR-Sportchef Harald Dietz war auch Gesprächsthema bei der Saisonabschlussfeier von BMW in München. Jener hatte beklagt, dass der DTM große Namen fehlen würden und es gebe keine siegfähigen deutschen Fahrer. BMW-Motorsportchef Jens Marquardt wollte das nicht gelten lassen: "Wenn man sich die Quoten anschaut, dann liegen sie auf vergleichbarem Niveau wie im Vorjahr" sagte er. "Natürlich wäre es besser, wenn wir konstant im zweistelligen Bereich liegen würden, aber der Zuspruch der Zuschauer an der Strecke zeigt, dass die DTM Leute anzieht."

Wir haben einige Charaktere und es liegt an uns allen, sie ins richtige Licht zu setzen.
Jens Marquardt

Dass es keine siegfähigen deutschen Fahrer gebe, wollte er auch nicht unterschreiben: "Wir haben Fahrer wie Martin Tomczyk, die schon lange dabei sind und auch andere deutsche Fahrer, die sehr erfolgreich waren", merkte er an. Und ein großer Name sei kein Garant für Erfolg, was sich an den aktuellen Beispielen sehen lasse: "Bei uns fahren David Coulthard und Ralf Schumacher" konterte er die Kritik, dass es keine großen Namen gebe. Doch ein großer Name verblasse schnell, wenn sich nicht der gewünschte Erfolg einstellt. Alesi und Häkkinen hätten eben Rennen gewonnen.

Auch der Vorwurf, es fehle der DTM an echten Typen, die man ins Rampenlicht stellen könne, ist so für Marquardt nicht nachzuvollziehen und er nahm die Medien mit in die Pflicht: "Ich gehe gerne ins Fahrerlager. Dort gibt es viele Charaktere wie zum Beispiel Timo Scheider, der sich als Charakter etabliert hat. Wir haben einige Charaktere und es liegt an uns allen, sie ins richtige Licht zu setzen. Wir kreieren die Helden und wir müssen alle zusammen diese ins richtige Licht setzen." BMW täte da schon sehr viel, indem den Fahrern keine Antworten vorgegeben werden.

Auf die Frage, ob die Hersteller zu sehr und die Fahrer zu wenig im Vordergrund stehen würden, antwortete Marquardt: "Wir haben in der DTM eine Herstellerwertung, die übrigens durch unseren Einstieg wieder eingeführt wurde. Aber das, worauf die Leute schauen, ist noch immer die Fahrerwertung." Auch gehe es der DTM im Vergleich zu den Quoten anderer Rennserien nicht schlecht, gab er zu bedenken.


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