DTM - SWR-Sportchef mit DTM-Quoten unzufrieden

Der DTM fehlen echte Typen

SWR-Sportchef Harald Dietz ist mit den Quoten von 2012 unzufrieden: Der DTM fehlen charismatische Piloten und siegfähige deutsche Fahrer.
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Motorsport-Magazin.com - Das Fazit fiel mittelprächtig aus. SWR-Sportchef Harald Dietz, der das DTM-Engagement der ARD innerhalb des Senders verantwortet, war mit den Zuschauerzahlen im Jahr 2012 nicht ganz zufrieden. Durchschnittlich 1,3 Millionen Zuschauer und ein Marktanteil von 9,7 Prozent seien weniger als erwartet. "Wir hätten uns mehr Akzeptanz gewünscht - ähnlich wie bei den Zuschauern vor Ort", wurde Dietz von SPONSORs bei einer Veranstaltung in Essen zitiert.

Der Zuschauer ist nicht so blöd wie man manchmal denkt.
Harald Dietz

Hauptgrund dafür, dass der erhoffte durchschnittliche Marktanteil von über zehn Prozent nicht erreicht wurde, sei das Showevent im Münchner Olympiastadion gewesen. "Damit tun wir uns keinen Gefallen, so wie wir es gemacht haben", meinte Dietz: "Der Zuschauer ist nicht so blöd wie man manchmal denkt." Immerhin: Im kommenden Jahr befindet sich das Show-Rennen nicht mehr im Rennkalender. Insgesamt seien ohnehin noch zu viele Veranstaltungen im Kalender.

Eine gäbe aber noch weitere Ursachen für die nicht ganz den Erwartungen entsprechenden Quoten. "Der DTM fehlen echte Typen", sagte Dietz. Die Serie habe in Bezug auf Autos und Vermarktung zwar eine Professionalisierung erfahren, allerdings fehlten große Namen und siegfähige deutsche Fahrer, erklärte er. Im bisher erfolgreichsten Jahr 2005, sei die DTM dank dem Engagement der ehemaligen Formel-1-Piloten Bernd Schneider, Heinz-Harald Frentzen, Jean Alesi und Mika Hakkinen ganz anders in den Medien in Form von Spots eingebettet als heute.

Die DTM muss zweistellig sein, daran führt kein Weg vorbei.
Harald Dietz

Über die Zielsetzung für die Saison 2013 gäbe es kein Vertun, kündigte Dietz an. "Die DTM [die Quoten] muss zweistellig sein, daran führt kein Weg vorbei." Im gleichen Atemzug gab sich der SWR-Sportchef aber zuversichtlich, dass es gelingen sollte, den angepeilten Marktanteil zu erreichen. Zumal es mit den vielen Großveranstaltungen im Sportjahr 2012 sehr viel Konkurrenz gegeben habe.


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