DTM - Mercedes: Keine Sorgen wegen Valencia-Pleite

Hockenheim ist eine andere Angelegenheit

Gary Paffett sieht sich nicht als großen Favoriten in Hockenheim, rechnet sich aber gute Chancen auf den Titel aus. Jamie Green in Lauerstellung.
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Motorsport-Magazin.com - Ein Blick auf die Statistik zeigt: Beim Finale in Hockenheim sollte Gary Paffett als großer Favorit antreten. Mit vier Siegen ist der Mercedes-Pilot der erfolgreichste aktive Fahrer auf der badischen Traditionsstrecke. Auch Teamkollege Jamie Green gewann zweimal auf dem Hockenheimring, in der vergangenen Saison erzielte er den letzten Sieg der C-Klasse. Beim Saisonauftakt zeigten Paffett und Green, dass Hockenheim Mercedes-Land ist: Die beiden Briten fuhren einen souveränen Doppelsieg für die Stuttgarter ein. Paffett glaubt jedoch nicht, dass Mercedes das Kunststück am kommenden Wochenende bei der Meisterschaftsentscheidung einfach so wiederholen kann.

"Ich denke, dass wir einen kleinen Vorteil in Hockenheim", sagte der Gesamtführende auf Nachfrage von Motorsport-Magazin.com. "Ich würde zumindest nicht sagen, dass BMW im Vorteil ist. Beim Auftakt waren wir im Vergleich zu BMW und Audi sehr dominant, aber die Dinge haben sich im Verlauf der Saison verändert und man hat gesehen, dass der Wettbewerb sehr eng geworden ist." Paffett erwartet ein spannendes Finale, rechnet sich aber gute Chancen auf seine zweite Meisterschaft seit 2005 aus. Aktuell führt er die Tabelle mit knappen drei Punkten Vorsprung vor Bruno Spengler an. Green liegt 18 Zähler hinter seinem Markenkollegen, hat aber zumindest noch theoretische Chancen auf den Gesamtsieg.

Die Strecke sollte unserem C-Coupe besser liegen als zuletzt Valencia.
Jami Green

"An meiner Herangehensweise ändert das nichts: Ich werde mein Bestes geben, um mich so weit vorne wie möglich zu qualifizieren und das Finale wie im Vorjahr zu gewinnen", blieb Green cool. "Was dies für die Meisterschaft bedeutet, werden wir dann sehen." Er müsse jedoch einfach abwarten, wie sich Paffett und Spengler im Rennen präsentieren. In Hockenheim war Mercedes seit jeher eine Macht, gewann 20 der letzten 27 Rennen im Motodrom. Doch in Valencia offenbarte die Truppe Schwächen und erlebte ein rabenschwarzes Wochenende. "Die Strecke sollte unserem C-Coupe besser liegen als zuletzt Valencia", glaubte Green.

Auch Norbert Haug ließ sich nach der Kollektivpleite in Spanien nicht Bange machen und blickte dem spannenden Finale zuversichtlich entgegen. "In Valencia waren wir schon im vergangenen Jahr nicht so toll", sagte der Mercedes-Motorsportchef. "Diesmal haben wir viel gelernt und ein gutes Verständnis dafür, was passiert ist." Hockenheim sei nun eine ganz andere Angelegenheit und vom Wochenende auf dem Nürburgring einmal abgesehen, seien Mercedes-Piloten in jedem Saisonrennen siegfähig gewesen. "Ich sehe uns nicht als klaren Favoriten in Hockenheim, aber denke schon, dass wir eine gute Chance haben, die Meisterschaft zu gewinnen", fügte Paffett hinzu.


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