DTM - Hockenheim: Spengler und Paffett im Vergleich

Paffett hat die Nase vorne

Motorsport-Magazin.com hat sich alle Läufe der beiden Titelkontrahenten Gary Paffett und Bruno Spengler in Hockenheim angesehen und einen Favoriten entdeckt.
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Motorsport-Magazin.com - Am Hockenheimring entscheidet sich wie so oft in der Geschichte der DTM die Meisterschaft. Während Jamie Green mit seinem Mercedes als Erster über die Linie fahren muss, um zumindest noch theoretische Chancen auf seinen ersten Titel zu haben, liegen die beiden Hauptkonkurrenten Gary Paffett und Bruno Spengler nur durch drei Punkte voneinander getrennt an der Spitze.

Ich habe bewiesen, dass ich es kann, schließlich habe ich vier Mal in Hockenheim gewonnen
Gary Paffett

Niemand weiß, wie genau sich die Witterungsbedingungen entwickeln werden, keiner kann die genauen Leistungsverhältnisse prognostizieren, niemand den Rennverlauf vorhersehen. Dennoch gilt es Tendenzen und mögliche Vor- oder Nachteile zu erkennen und genau das hat Motorsport-Magazin.com in der großen Final-Vorschau getan und einen leichten Vorteil für Paffett erkannt.

Siege

Beide Piloten waren beinahe gleich viele Male in Hockenheim, der Mercedes-Pilot 16 Mal, Spengler einmal weniger. Wenn es um die Siege geht, hat aber klar Paffett die Nase vorne. Insgesamt triumphierte der Brite vier Mal im Badischen, während sein kanadischer Konkurrent nur zwei Mal siegreich nach Hause ging. "Ich habe bewiesen, dass ich es kann, schließlich habe ich vier Mal in Hockenheim gewonnen", so Paffett auf Frage von Motorsport-Magazin.com. Interessant ist allerdings, dass von den sechs Erfolgen der beiden nur ein einziger beim zweiten Auftritt in Hockenheim erzielt wurde - Paffett schnappte sich 2009 zum Saisonabschluss den ersten Platz.

Podestplatzierungen und Punkteankünfte

Seit Gary Paffett sein erstes Rennen in Hockenheim fuhr, konnte er sich inklusive seiner Siege sieben Mal über einen Podestplatz freuen. Am erfolgreichsten war er in den Jahren 2004 und 2005, wo es kein Rennen auf der Traditionsstrecke gab, bei dem der Brite nicht als einer der ersten Drei die Zielflagge sah. Zuletzt gewann der Führende der Meisterschaft den Saisonauftakt 2012 in Hockenheim. Insgesamt holte sich Paffett 90 Punkte auf dem Formel-1-Kurs und erreichte damit einen Durchschnitt von 5,625 Punkten pro Rennen (sein Sieg 2012 mit 25 Punkten wurde erstmals nach dem neuen Punkte-System bewertet). Lediglich zwei Mal sah er nicht die Zielflagge und blieb insgesamt in vier Rennen ohne Zählbares.

Sowohl Mercedes als auch ich haben in Hockenheim eine gute Bilanz vorzuweisen
Gary Paffett

Dementsprechend tiefenentspannt geht der Meister von 2005 den letzten Lauf der Saison an. "Ich bin zuversichtlich, dass wir mit einem konkurrenzfähigen Auto nach Hockenheim reisen. Daher bin ich ziemlich entspannt vor dem Rennen", so der Brite.

Bruno Spengler kann im Badischen Motodrom auf deutlich weniger Erfolg zurückblicken. Im Durchschnitt erreichte er bei seinen 15 Teilnahmen den fünften Platz, blieb aber bei acht Läufen ohne Punkte - zuletzt beim Saisonauftakt 2012. Abgesehen von seinen Siegen in den Jahren 2006 und 2011 erklomm er nur ein weiteres Mal das Podest, als er beim Saisonauftakt 2010 Zweiter wurde. Seine Punkteausbeute nach sieben Jahren Hockenheim fällt daher eher mau aus. Insgesamt erzielte der Kanadier 44 Zähler, was einen Durchschnitt von 2,933 Punkten pro Rennen macht.

Fazit

Gary Paffett geht als klarer Sieger aller Hockenheim-Statistiken hervor und ist auf dem Papier der Favorit auf den Meistertitel. Durch seinen Vorsprung in der Meisterschaft wird dieser virtuelle Vorteil noch größer. Auf die Frage von Motorsport-Magazin.com, ob er sich gegenüber Spengler im Vorteil sieht, zeigte er sich optimistisch. "Sowohl Mercedes als auch ich haben in Hockenheim eine gute Bilanz vorzuweisen", so Paffett, der zum Saisonabschluss allerdings keine Mercedes-Dominanz auf dem Hockenheimring erwartet. Oberste Priorität habe es am kommenden Wochenende die Zielflagge zu sehen.

Letzten Endes bleiben aber alle Zahlenspiele eben theoretische Annahmen und niemand kann prognostizieren, was am Sonntag wirklich passieren wird. So nützen Paffett alle statistischen Vorteile nichts, wenn Spengler zu seinem vierten Saisonsieg fährt, denn dann ist der BMW-Pilot Meister.


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