DTM - Spengler macht Meisterschaft spannend

Verhältnis zu Paffett angekratzt

Drei Wochen vor dem Finale beginnt es im Fahrerlager bereits zu brodeln. In den Hauptrollen: Bruno Spengler und Gary Paffett.
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Motorsport-Magazin.com - Nach dem vorletzten Saisonrennen in Valencia spitzt sich der Titelkampf in der DTM weiter zu. Auch wenn Jamie Green noch rechnerische Chancen hat, scheint alles auf einen Zweikampf zwischen Gary Paffett und Bruno Spengler hinaus zu laufen. Nach dem heutigen Rennen hat Spengler nur noch drei Punkte Rückstand auf seinen ehemaligen Teamkollegen.

Wir hatten lange ein gutes Verhältnis zueinander, doch das hat sich anscheinend geändert.
Bruno Spengler

Nach einigen verpatzten Anläufen spekuliert Paffett schon darauf, dass Spengler auch in dieser Saison Nerven zeigt. "Ich kümmere mich gar nicht darum, was andere sagen", sagt Spengler gegenüber Motorsport-Magazin.com. "Wenn man sich anschaut, was er dieses Wochenende alles gesagt hat, macht es eher den Anschein, als würde er nervös."

Spengler stellt klar, dass er seinen ehemaligen Mercedes-Kollegen auch nach seinem Wechsel zu BMW weiter respektiert. "Ich dachte, dass er das auch tut, aber es sieht wohl nicht so aus. Wir hatten lange ein gutes Verhältnis zueinander, doch das hat sich anscheinend geändert."

Für Diskussionen sorgte auch die Durchfahrtsstrafe gegen Spengler, die der Kanadier während des Rennens gar nicht wahr haben wollte. Was war passiert? In der Startvorbereitung rollte das Auto von Spengler leicht an - bereits weniger Zentimeter genügten für einen Frühstart, obwohl das Auto beim Erlöschen der Ampeln wieder stand.

Beim Auftaktrennen holte Spengler keine Punkte - Foto: DTM

"Im Cockpit dreht man in einer solchen Situation komplett durch. Man hat ja das Gefühl, nichts falsch gemacht zu haben", so Spengler. "Ein leichtes Anrollen kommt öfters vor, daher finde ich die Strafe sehr hart, denn ich hatte ja keinen Vorteil." Immerhin konnte Spengler im weiteren Rennverlauf Schadensbegrenzung betreiben und noch vom 15. auf den sechsten Platz nach vorne fahren.

"Das Auto war einfach sensationell", freute sich Spengler, der auch in Hockenheim auf eine ähnliche Leistung hofft. "Ich bin allerdings nicht optimistischer als sonst auch. Ich werde einfach versuchen, so viele Punkte wie möglich zu holen. Ich weiß, dass es schwer wird - mit nur drei Punkten Rückstand wird es für mich nicht einfacher. Mercedes war beim Auftakt sehr stark, damals haben sie einen Doppelsieg eingefahren."


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