DTM - Zufriedenheit bei Mercedes-Fahrern

Straffes Sommerprogramm

Green und Paffett reisen zufrieden aus München ab, während Coulthard staunend den Finalisten zusah. Für alle gibt es in den nächsten Wochen viel zu tun.
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Motorsport-Magazin.com - Jamie Green verlor zwar das Finale gegen Mattias Ekström, ist aber trotzdem guter Dinge: "Ich glaube, dass ich mich hier gut geschlagen habe. Ich habe im zweiten Finale beim Boxenstopp den Motor abgewürgt und auf Strecke 1 ein paar Schwierigkeiten gehabt, weil Strecke 2 etwas mehr Grip hatte. Aber Motor abwürgen ist natürlich immer heftig", sagte ein trotz der Niederlage locker aufgelegter Green. Die Unterschiede bei den Strecken beschrieb er so: "Strecke 1 war nicht schwieriger zu befahren, sondern es hat einen minimalen Unterschied gegeben, wie die beiden Pisten das Wasser aufgenommen haben."

Doch er wolle sich nicht beschweren, sagte Green strahlend weiter, wohl wissend, dass er keine Meisterschaftspunkte verloren hat. "Man muss hier sehr akkurat fahren, das ist eine echte Challenge", lautete seine Bilanz zum DTM-Event im Münchener Olympiastadion. Dass zwischen den Strecken ein Unterschied bestand, bestätigte auch Gary Paffett, der - ebenfalls gegen Ekström - im Halbfinale unterlag: "Strecke 2 ist etwas schneller abgetrocknet als Strecke 1, aber im Trockenen dürften sie gleichwertig sein", sagte der Tabellenführer. Natürlich hätte er lieber gewonnen, aber wichtig sei, dass Mercedes die gute Form gehalten habe.

David Coulthard hatte seinen Spaß im Stadion - Foto: Mercedes-Benz

"Mercedes hat einen guten Job gemacht, schließlich waren wir mit zwei Autos im Halbfinale", bilanzierte Paffett. Wenn es am Nürburgring wieder um Meisterschaftspunkte geht, wird die zweite Saisonhälfte eingeläutet und der Engländer Favorit im Titelkampf sein. Von der Meisterschaft will er aber nichts wissen: "Jetzt ist gerade mal die Hälfte der Saison rum, da reden wir noch nicht vom Titel. Aber der Saisonstart war gut, das stimmt." Paffett und Green sind sich darin einig, dass das neue Punktesystem gut für die DTM sei: "Jetzt kann man die Meisterschaft nicht mehr mit zweiten und dritten Plätzen holen, sondern muss auf Sieg fahren", so Green.

Favoriten im Finale

David Coulthard schaute seinen Teamkollegen staunend zu und war sich bereits im Vorfeld im Klaren darüber, dass er keine Rolle im Kampf um den Sieg in München spielen würde. "Es waren die Fahrer im Finale, die man auch dort erwartet hat", sagte der frühere Formel-1-Pilot nach seiner Viertelfinal-Niederlage gegen Paffett. "Er erwischte den besseren Start und hat sein Ding durchgezogen, da war nicht viel für mich zu machen", gestand er die Niederlage ein.

Die DTM macht zwar einige Wochen Pause, doch für die Mercedes-Piloten steht ein straffes Programm auf dem Plan: Am kommenden Wochenende verweilen die Sternenfahrer beim Großen Preis von Deutschland in Hockenheim, bevor Testfahrten in Magny-Cours anstehen. "Dazu stehen auch noch einige Fitness-Trainings auf dem Programm", schaute Green voraus. "Die fünf Wochen werden schnell vorüber sein."


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