DTM - Auch Ekström kann noch gewinnen

Aber bitte mit Sahne

Seit über einem halben Jahr wartet Mattias Ekström schon auf einen Rennsieg. Zumindest im Stadion war er heute erfolgreich.
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Motorsport-Magazin.com - Mit zwei Sekunden Rückstand nach dem ersten von zwei Finalläufen sah Mattias Ekström beim Showevent der DTM in München schon wie der sichere Zweite aus. Doch der Schwede gab nicht auf, kämpfte sich in nur drei Runden wieder an Konkurrent Jamie Green heran und profitierte dann selbst von einer Boxenstopp-Panne auf der anderen Seite.

"Ohne den Fehler beim Boxenstopp von Jamie wäre es noch richtig eng geworden", sagte Ekström, der letztlich mit mehr als einer Sekunde Vorsprung gewann. "Die Bedingungen waren heute sehr besonders, nass und trocken, im Finale dann richtiger Regen." Die Wassermassen waren sogar so groß, dass Ekström trotz der geringen Geschwindigkeiten im Olympiastadion Aquaplaning befürchtete. "Trotzdem waren die Bedingungen im Finale auf beiden Bahnen identisch, wir sind ja ohnehin auf beiden gefahren."

Ich habe eine sehr harte Torte ins Gesicht bekommen. Das nächste Mal bitte mit mehr Sahne, ich habe meine Nase heute noch gespürt...
Mattias Ekström

"Das ist alles etwas anders gelaufen, als beim Race of Champions. Trotzdem ist es schön, nach einem DTM-Rennen mal wieder bei einer Pressekonferenz der besten Drei zu sein", so Ekström, der Audi an diesem Wochenende nicht so konkurrenzfähig erwartet hatte. "Zu gewinnen ist immer schön, wenn es Punkte gibt natürlich noch mehr. Aber auch so freut es mich für das Team, denn es hat es verdient. In der ersten Saisonhälfte standen wir ja nur ein Mal auf dem Podium und haben eine Pole geholt."

Ganz so einfach hatte es der Schwede aber auch nicht. Als er am Samstag seinen 34. Geburtstag feierte, wurde er mit einer leckeren Torte beglückt, die nur ein Manko hatte: "Ich habe eine sehr harte Torte ins Gesicht bekommen. Das nächste Mal bitte mit mehr Sahne, ich habe meine Nase heute noch gespürt", klagte Ekström über die süße Attacke.

Für die anstehende Pause bis zum nächsten richtigen Rennen auf dem Nürburgring hat sich Ekström übrigens einiges vorgenommen. "Vor zehn Jahren fand ich fünf Wochen Pause noch richtig langweilig. Jetzt schaue ich mein Sohn beim Laufen zu und wie er immer neue Dinge lernt", so der Familienvater vor der Sommerpause.


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