DTM - Schumacher weist Kritik zurück

Alptraum für BMW

Ralf Schumacher entwickelt sich beim DTM-Auftakt zum Schreckgespenst für die BMW-Fahrer. Die Kritik Bruno Spenglers kann er aber nicht nachvollziehen.
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Motorsport-Magazin.com - Ralf Schumacher war beim Auftakt der DTM-Saison auf dem Hockenheimring zweifellos der Mann der ersten Runden - aber wahrscheinlich nicht so, wie er oder seine Konkurrenten sich das vorgestellt hatten. In seinem 43. DTM-Rennen entwickelte sich Schumacher zum Alptraum der BMW-Fahrer. In der dritten Runde drehte er Dirk Werner in der Spitzkehre um und machte damit alle Hoffnungen des von Platz drei gestarteten DTM-Neulings zunichte.

Schumacher hat zu spät gebremst und dadurch ein Chaos verursacht.
Bruno Spengler

Und damit nicht genug: Auch Markenkollege Bruno Spengler musste dran glauben. Beim Manöver Schumachers büßte er die Motorhaube ein und musste sein Auto wenige Momente später abstellen. Immerhin kam auch Schumacher nicht ungeschoren davon, für seinen Crash-Kurs kassierte er eine Durchfahrtsstrafe. Spengler ließ sich davon jedoch nicht besänftigen. "Die Durchfahrtsstrafe hilft nicht", sagte der Kanadier. "Schumacher hat zu spät gebremst und dadurch ein Chaos verursacht. Ich konnte nicht mehr ausweichen. Von einem früheren Formel-1-Fahrer hätte ich etwas Schlaueres erwartet."

Schumacher selbst war sich zunächst keiner Schuld bewusst. "Warum ist sein Auto kaputt, wenn ich zu spät gebremst habe?", konterte er die Kritik Spenglers. "Es war genug Platz da. Mir tut es natürlich Leid für ihn, aber es war eine normale Rennsituation." Mit etwas Abstand räumte er dann allerdings ein, dass sein Optimismus beim Bremsen wohl ein wenig zu groß gewesen sei. Im weiteren Rennverlauf zeigte Schumacher immerhin, dass sich seine Fähigkeiten keineswegs nur auf einen kompromisslosen Fahrstil beschränken.

Warum ist sein Auto kaputt, wenn ich zu spät gebremst habe?
Ralf Schumacher

Dank toller Überholmanöver gegen Miguel Molina und David Coulthard beendete er den ersten Lauf trotz der anfänglichen Turbulenzen auf dem siebten Platz. Wahrscheinlich fragte sich nicht nur Schumacher, was ohne die ungewollten Boxendurchfahrt möglich gewesen wäre. Einen ganz zufriedenen Eindruck machte der Mercedes-Fahrer zumindest nicht. "Für das, was es war, ist es okay. Die Pace war sehr gut", bilanzierte Schumacher. "Für Mercedes war es ein Auftakt nach Maß. Ich freue mich für meine Teamkollegen, die Plätze eins und zwei sind schon nicht schlecht."


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