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DTM - Interview - Susie Stoddart

Bin an den anderen dran

Susie Stoddart verriet Motorsport-Magazin.com, was es braucht für den ersten DTM-Sieg einer Frau seit Ellen Lohr.
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Motorsport-Magazin.com - Du hast 2010 Deine ersten Meisterschaftspunkte geholt. Was braucht es für den großen Durchbruch?
Susie Stoddart: Es fehlt nicht viel. Einerseits ist es kein großer Sprung, andererseits schon. Um Punkte oder Podestplätze zu holen, muss ich mich im Qualifying steigern. Mein bisher bestes Ergebnis im Qualifying war ein zwölfter Platz. Von dieser Startposition ist es schwierig auf das Podest zu fahren. Um in die Top-8 zu fahren, fehlen mir immer nur ein paar Zehntel. Aber für Podestplätze ist es entscheidend innerhalb der Top-8 zu starten. Man hat es bei Ralf [Schumacher] gesehen. Sobald er von weiter vorne gestartet ist, stiegen auch seine Chancen auf das Podest. Es ist einfach schwierig, von weiter hinten auf das Podest zu fahren - außer es passiert etwas im Rennen.

Schumacher musste vor seiner ersten Pole Position in der DTM sehr viel Kritik einstecken. Er selbst meinte, dass er nicht liest, was über ihn geschrieben wird. Wie ist das bei Dir?
Susie Stoddart: Ich habe keine Zeit, um zu lesen, was über mich geschrieben steht. Ich weiß durchaus, dass es kritische Stimmen gibt, aber ich kann nur in jedem Rennen mein Bestes geben. Sicherlich unterlaufen mir manchmal Fehler oder ich bin nicht schnell genug, aber solange ich nach einem Rennwochenende sagen kann, dass ich 100 Prozent gegeben habe, bin ich mit mir zufrieden.

Ellen Lohr ist bisher die einzige Frau, die es geschafft hat ein DTM-Rennen zu gewinnen - Druck oder Motivation?
Susie Stoddart: Es ist für mich eine Motivation. Ich habe Ellen getroffen als ich bei Mercedes Benz angefangen habe. Sie ist eine tolle Persönlichkeit und was sie in der DTM erreicht hat, inspiriert mich. Ich möchte in der Zukunft definitiv diesen Erfolg schaffen, aber bevor ich von Siegen sprechen kann, muss ich es erst auf das Podest schaffen. Aber wer weiß, was passiert. Meine Pace im Qualifying ist definitiv nicht so schlecht, dass es für mich in der Zukunft keine Chance gibt. Ich bin an den anderen dran. Ich muss einfach weiter pushen, versuchen an einem Wochenende alles auf den Punkt zu bringen und hoffen, dass die Top-Ergebnisse noch folgen werden.


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