DRS - Porsche-Doppelsieg in Sachsen

25.000 Fans verfolgten begeistert die Rallye

Olaf Dobberkau und Ronald Bauer gewinnen in ihrem Porsche 911 GT3 die 47. Ausgabe der AvD-Sachsen-Rallye.

Motorsport-Magazin.com - Nach 150 Kilometern auf Bestzeit gefahren, verweisen sie ihre Zwickauer Markenkollegen Maik Stölzel und Thomas Windisch auf den 2. Platz. Das Podium komplettieren Carsten Mohe (Crottendorf) / Steffen Rothe (Aue) mit ihrem Renault Mégane RS, die somit ihre dritte Rallye in Folge auf dem Podium beenden.

Dem Sieg von Olaf Dobberkau ging ein längerer Fight mit Ruben Zeltner voraus. Dieser übernahm am gestrigen Freitag bereits auf der ersten Prüfung die Führung. Auf der Glück-Auf-Brücke, die von 10.000 Rallyefans umsäumt war, sicherte sich Dobberkau die beiden Bestzeiten und übernahm die Pole. Allerdings stellte Zeltner auf der Abschlussprüfung am Freitag die Machtverhältnisse wieder her. Er führte zum Tagesziel die Rallye an und dominierte sie bis Samstagmittag. "Wir waren auf der WP9, der "Fraureuth-Prüfung", an einer ungünstigen Stelle zu schnell unterwegs. Dabei verabschiedete sich eine Antriebswelle an unserem Porsche", so Zeltner. Kampflos musste er seinen 911 GT3 abstellen. Ab diesem Zeitpunkt war der Weg frei für Olaf Dobberkau. Er übernahm 3 Prüfungen vor Schluss die Führung und baute diese bis ins Ziel weiter aus. "Ich widme diesen S ieg meiner Ehefrau Alexandra, die leider krankheitsbedingt hier nicht teilnehmen konnte und heute Geburtstag hat", so Dobberkau. "Es ist fantastisch, erneut die AvD-Sachsen-Rallye zu gewinnen. Das ganze Team hat einen tollen Job gemacht – und es war genial, vor so vielen tollen Rallyefans unterwegs zu sein."

Es ist fantastisch, erneut die AvD-Sachsen-Rallye zu gewinnen
Olaf Dobberkau

Glücklich über den 2. Platz zeigte sich auch Maik Stölzel: "Es war eine fast problemfreie Rallye, und die beste AvD-Sachsen-Rallye für uns seit vielen Jahren. So weit vorne waren wir mit unserem Porsche hier noch nicht. Unser Ziel war es, einen Podiumsplatz zu erreichen – und das haben wir geschafft. Ein schöneres Geburtstagsgeschenk hätte ich mir selbst nicht machen können", freut sich Stölzel. Mehr als zufrieden zeigte sich auch Carsten Mohe, der sich gerade auf den feuchten Prüfungen am Samstagvormittag mit seinem Renault Mégane RS in Szene setzte: "Gerade die nassen Wertungsprüfungen haben uns geholfen, Boden gut zu machen. Daher bin ich sehr froh, dass wir heute Mittag unter den trockenen Bedingungen unseren Platz halten konnten", so Mohe im Ziel. Den 4. Gesamtrang sicherten sich Graham Coffey (GBR) / Jenny Gäbler (Schleiz) im Subaru Impreza WRC vor Michael Abendroth (Duisburg) / Frank Oschmann (Stuttgart) im Mitsubishi Lancer. Zufrieden zeigte sich auch Michael Görlich, Rallyeleiter der AvD-Sachsen-Rallye: "Ich bin froh, dass die Rallye ohne größere Zwischenfälle abgelaufen ist. Bedanken möchte ich mich vor allem bei der Stadt Zwickau, die diese einmalige Rallye-Kulisse ermöglicht hat sowie bei allen ehrenamtlichen Helfern, ohne die diese Veranstaltung nicht machbar wäre."

Youngster auf dem Vormarsch

Vorbildlich präsentierten sich die Youngsters der beiden Nachwuchscups von Citroen und Renault. Hendrik Raschke (Bernsbach) / Alexander Hirsch (Tannenberg) waren die schnellsten in ihrer Klasse und sicherten sich den Sieg in der Renault Twingo R1 Trophy. "Es ist ein tolles Gefühl, vor all diesen Fans zu gewinnen. Unser Team hat einen tollen Job gemacht. Vielen Dank dafür", so Raschke. Vorausgegangen war ein intensives Zeitenduell mit Julius Tannert (Lichtentanne) / Maik Trommler (Langenberg), bei dem Raschke von Beginn an die Oberhand behielt. "Ich gönne Hendrik bei seinem Heimatlauf diesen Sieg. Wir hatten einen spannenden Kampf bis zur letzten Prüfung", bemerkte Tannert. Letztendlich trennten die beiden Teams im Ziel lediglich 4,3 Sekunden.

Zweiter in der Renault Trophy wurde Toni Mosel (Neuwürschnitz), der in einem engen Zweikampf Daniel Lesser (Ruhla) um 0,2 Sekunden auf den 3. Platz verwies. Auch in der Citroen Trophy wurde der 2. Rang hinter Tannert heiß umkämpft: Dark Liebehenschel (Hamm) verlor am Freitagabend bereits viel Zeit, da er auf der Glück-Auf-Brücke eine Runde zu viel fuhr. Die Gunst der Stunde nutzte Volker Kirschbaum (Weinstadt), der somit den 2. Platz übernahm. Im Ziel fehlten Liebehenschel trotz zahlreicher Attacken lediglich 3,7 Sekunden und musste sich mit dem 3. Platz begnügen.


Facebook
Wir suchen Mitarbeiter
x