Dakar - Quads: Heimsieg für Casale

Patronelli früh ausgeschieden

Die Chilenen durften jubeln: Ignacio Casale setzte sich in der Quad-Wertung durch. Schon bevor die Dakar seine Heimat erreichte, lag er in Führung.
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Motorsport-Magazin.com - Die große Frage in der Quad-Wertung war vor dem Start der diesjährigen Dakar-Rallye, ob die Siegesserie der Patronelli-Brüder, die seit 2010 diese Wertung dominiert hatten, unterbrochen werden würde. Doch diesmal war früh klar, dass es einen neuen Sieger geben würde: Alejandro Patronelli stand gar nicht erst am Start und Vorjahressieger Marcos musste auf der dritten Etappe wegen Dehydrierung aufgeben. Ignacio Casale zögerte nicht lange und schnappte sich die Führung vom Polen Rafal Sonik, der die Rallye vor Sebastian Husseini auf der zweiten Position beendete.

Sieben Stage-Bestzeiten sprachen eine klare Sprache in der Quad-Kategorie, die bis kruz vor Schluss noch umkämpft war. Doch in seiner Heimat drehte Casale dann richtig auf und gewann alle Prüfungen auf chilenischem Boden. Zunächst hatte er auch in seiner Heimat noch Druck vom Uruguayer Sergio Lafuente, dessen Motor aber auf der drittletzten Etappe schlapp machte. Damit war die Entscheidung gefallen. Der Sieg von Casale markiert auch den sechsten Erfolg für Yamaha, die damit seit Einführung der Quads als eigene Kategorie ungeschlagen bleiben.

"Ich habe gewonnen! Ich bin komplett aus dem Häuschen, mir fehlen die Worte!", jubelte Casale im Ziel, wo er von seinen Landsleuten frenetisch gefeiert wurde. "Das ist eine Flut von Emotionen. Die letzten 20 bis 30 Kilometer waren so fantastisch. Die Zuschauermassen, überall Leute, die mich angefeuert haben, so viele Banner...Ich habe das noch gar nicht verarbeitet. Das ist ein Triumph von harter Arbeit und Leidenschaft und es beweist, dass man einen langen Weg gehen kann, wenn man sein Bestes gibt."

15 Quads sahen die Zielrampe in Valparaíso, keiner der Ankömmlinge kam ohne Strafzeit durch.

Ergebnisse

1. Ignacio Casale (Yamaha) 61:11:19 Stunden
2. Rafal Sonik (Yamaha) +1:04:32 Stunden
3. Sebastian Husseini (Honda) +5:34:25 Stunden
4. Mohammed Abu-Issa (Honda) +9:17:23 Stunden
5. Victor Manuel Gallegos Lozic (Honda) +9:54:18 Stunden
6. Jeremias Gonzales Ferioli (Yamaha) +10:37:51 Stunden
7. Sergey Karyakin (Yamaha) +15:14:01 Stunden
8. Daniel Mazzucco (Can-Am) +16:01:18 Stunden
9. Santiago Hansen (Yamaha) +16:47:48 Stunden
10. Daniel Domaszewski (Honda) +19:14.47 Stunden


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