Dakar - Coma baut Führung mit Tagessieg aus

Dritter Etappensieg für Coma

Marc Coma steht wenige hundert Kilometer vor seinem vierten Dakar-Triumph. Sein Vorsprung wuchs am Donnerstag wieder an.
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Motorsport-Magazin.com - Marc Coma gewann die 11. Etappe der Dakar und baute mit dem dritten Tagessieg seine Führung weiter aus. Nur noch 507 Wertungs-Kilometer trennen den spanischen KTM-Piloten von seinem vierten Triumph beim Rallye-Klassiker. Auf die letzten beiden Teilstücke geht er mit einem Vorsprung von 52 Minuten.

UPDATE: Wegen eines Motorwechsels vor der 12. Etappe erhielt Coma eine Strafe von 15 Minuten. Somit rutscht der Gesamtführende am elften Tag auf Rang zehn zurück, behält aber weiterhin seine Führung in der Gesamtwertung.

11. Etappe: Antofagasta - El Salvador

(Verbindung: 144 km; Prüfung: 605 km)

Mit 605 Kilometer Sonderprüfung stand nur einen Tag nach der längsten Wertung am Donnerstag die zweitlängste auf dem Programm. Für seinen Sieg musste Coma vor allem zu Beginn ordentlich Tempo machen. Mit seinem Ex-Teamkollegen Cyril Despres lieferte er sich ein stundenlanges Sekunden-Duell um die Führung. Erst nach rund dreieinhalb Stunden konnte sich Coma entscheidend vom französischen Yamaha-Piloten absetzen. Sein Sieg kam danach nicht mehr in Gefahr, zwischenzeitlich betrug sein Vorsprung auf den Rest des Feldes fast vier Minuten, 2:51 Minuten davon rettete er nach sechseinhalb Stunden Fahrzeit ins Ziel. Despres sicherte sich Rang zwei, Teamkollege Olivier Pain komplettierte das Podium. Dieser profitierte dabei von Problemen der Konkurrenz.

Barreda Bort verliert sein GPS

Barreda Bort musste nach Instinkt navigieren - Foto: ASO

In der Anfangsphase waren KTM-Pilot Jordi Viladoms und Hondas Joan Barreda Bort schneller als der Franzose. Gegen Mitte der Etappe stürzte Barreda Bort allerdings und zerstörte dabei sein Navigationssystem. In Folge musste sich der Spanier anhand der Reifenspuren seiner Konkurrenten orientieren und so ins Ziel navigieren. Von einer Minute wuchs sein Rückstand so auf über acht Minuten an, was gerade noch zum fünften Rang reichte. Viladoms hingegen lag bis zum letzten Waypoint klar auf Podiumskurs, ehe er auf den letzten Kilometern noch einige Minuten verlor und sich mit dem vierten Rang begnügen musste. Helder Rodrigues (Honda/+9:23 Min.) und Juan Pedrero Garcia (Sherco/+9:50) konnten als Sechster und Siebenter ihren Rückstand unter zehn Minuten halten.

In der Gesamtwertung liegt Coma nun 52 Minuten vor Barreda Bort und bereits über zwei Stunden vor Viladoms. Titelverteidiger Despres liegt als Sechster rund 23 Minuten hinter dem Podium. Am Freitag steht eine Sonderprüfung von 350 Kilometern auf dem Programm ehe es am Samstag zum Schlusssprint von 157 Kilometern kommt.

Ergebnisse: 11. Etappe Motorräder (Top-10)

1. Marc Coma (KTM) 6:36:08 Stunden
2. Cyril Despres (Yamaha) + 00:02:51
3. Olivier Pain (Yamaha) + 00:05:28
4. Jordi Viladoms (KTM) + 00:05:53
5. Joan Barreda Bort (Honda) +00:08:12
6. Helder Rodrigues (Honda) + 00:09:23
7. Juan Pedrero Garcia (Sherco) +00:09:50
8. Stefan Svitko (KTM), + 00:13:25
9. Kuba Przygonski (KTM), + 00:14:40
10. Ivan Jakes (KTM), + 00:14:47

Gesamtwertung: Motorräder 11/13 (Top-10)

1. Marc Coma (KTM), 48:24:41 Stunden
2. Joan Barreda Bort (Honda), + 00:52:36
3. Jordi Viladoms (KTM), + 02:07:56
4. Olivier Pain (Yamaha), + 02:21:40
5. Helder Rodrigues (Honda), + 02:30:35
6. Cyril Despres (Yamaha), + 02:31:18
7. Kuba Przygonski (KTM), + 02:43:55
8. Daniel Gouet (Honda), + 03:24:35
9. Stefan Svitko (KTM), + 03:46:32
10. David Casteu (KTM), + 04:07:56

Marc Coma: "Es war ein sehr langer Tag. Ich bin gleich nach dem Start gestürzt, aber zum Glück nicht schwer. Danach habe ich versucht, rasch wieder auf Tempo zu kommen. Das Wichtigste ist, immer noch im Rennen zu sein und aufzupassen, denn es liegt noch ein anstrengender Tag vor uns."

Cyril Despres: "Wir hatten heute alle möglichen Untergrund-Varianten: Sanddünen, felsige, drehende Passagen und alles andere. Das kann man ohne gute körperliche Verfassung kaum bewältigen. Die Yamaha hat nahezu perfekt funktioniert und auch die Reifen haben sehr gut gearbeitet. Ich bin immer wieder überrascht, wie wir es mit solchen Reifen überhaupt ins Ziel schaffen."


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