Dakar - Israel Esquerre: Erst Highspeed, dann Sturz

Navigationsaufgaben für Wüstenfüchse

Das Fazit von Speedbrain nach der neunten Etappe: Stimmung bestens, alles im Plan, und viel Anerkennung für die Teamarbeit und die sportlichen Leistungen.

Motorsport-Magazin.com - Die 9. Etappe der Dakar 2014 führte das Fahrerfeld nicht nur zum nördlichsten Punkt der Rallye, sondern auch vom Hochplateau hinunter durch die Atacama-Wüste bis zum Pazifischen Ozean. Sand und Dünen begleiteten die Fahrer und vor allem im letzten Drittel Navigationsaufgaben für Wüstenfüchse. Dazwischen immer wieder schnelle Passagen mit gefährlichen Querrillen und Bachbetten. Die Etappe hatte alles, was eine echte Rallye ausmacht. Und dann wartete noch die spektakuläre Dünenabfahrt von Iquique...

Das Kundensportteam von Speedbrain blieb seiner Devise im Wesentlichen treu, nicht zu viel zu riskieren. Jeremias Israel Esquerre drehte trotzdem mächtig am Gasgriff, bis in die Haarspitzen motiviert, da er ja die erste Etappe vor heimischem Publikum fuhr. Bis etwa 50 Kilometer vor dem Ziel hatte er sich in der Tageswertung auf Rang 3 vorgekämpft. Dann jedoch zollte er seinem hohen Tempo Tribut und legte einen Sturz hin, bei dem er sich die Navigationseinheit verbog.

Folgerichtig kam dann ein Navigationsfehler, der ihn rund 15 Minuten Zeit kostete. In der Gesamtwertung ging es trotzdem einen Platz nach vorne, da Hauptkonkurrent Duclos mit einem technischen Defekt liegen blieb. Israel rangiert nun auf dem vierten Platz im Gesamtklassement und kratzt damit am Gesamtpodium.

Einen sauberen und sehr disziplinierten Strich legte derweil "Chavo" Salvatierra hin, der den ganzen Tag konstant fuhr und sich selbst mit Rang 15 belohnte, der ihn gleichzeitig auch in der Gesamtwertung einen Platz nach vorne brachte. Auch die beiden Routiniers Paolo Ceci und Pedro Oliveira spulten ihr Tagesprogramm nach Plan ab.

Jeremias Israel Esquerre: "Ich ärgere mich heute schon ein bisschen über mich selbst. Zunächst lief es richtig prima, vielleicht zu gut. Und dann wird man leicht übermütig. Gottseidank habe ich durch meine Fehler nicht allzu viel Zeit verloren, und ich konnte am Ende wieder ein bisschen was aufholen."

Am Mittwoch steht die mit 631 Kilometern längste Sonderprüfung der gesamten Rallye nach Antofagasta an, bevor übermorgen die möglicherweise entscheidende Etappe nach El Salvador wartet.


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