Dakar - Peterhansel: Bloß keinen Unfall riskieren

Lochfraß bei Roma

Stephane Peterhansel verteidigt die Gesamtführung auch nach der 6. Etappe. Mini-Kollege Nani Roma erlebte hingegen einen rabenschwarzen Tag.

Motorsport-Magazin.com - Es war einer der anstrengendsten Tage der Dakar 2013: Nach einer kurzen Nacht mussten die Piloten des Monster Energy X-raid Teams einen langen Renntag überstehen. Im Zuge der Grenzüberschreitung nach Chile wurden die Uhren um zwei Stunden vorgestellt - also weniger Schlaf für alle. Ab sieben Uhr morgens ging es dann auf die 768 Kilometer lange Etappe. Knapp zehn Stunden später fuhr das französische Duo Stéphane Peterhansel / Jean-Paul Cottret im grünen MINI ALL4 Racing als Zweitplatzierte ins Biwak in Calama. Sieger der sechsten Etappe war Nasser Al Attiyah im Buggy.

Zu Beginn der Prüfung hatte Peterhansel in den weichen Dünen in der Nähe von Iquique zunächst mit Pech zu kämpfen: er blieb auf einen kleinen Düne hängen. Allerdings kam er schnell wieder frei und verlor nur knapp drei Minuten. "Der mittlere Teil der Prüfung war technisch anspruchsvoll und sehr schön zu fahren", erzählt der zehnfache Dakar-Sieger. "Gegen Ende mussten wir allerdings durch sehr viel Fech-Fech mit versteckten großen Steinen. Hier habe ich mich lieber zurückgehalten, um eine Kollision zu vermeiden."

Peterhansel: Weiter nicht zu stoppen - Foto: Dakar Press

Bei Orlando Terranova und seinem Co-Piloten Paulo Fiúza blickte man in zufriedene Gesichter. Sie erreichten im BMW X3 CC den vierten Rang. "Unser Tag ist super gelaufen", freut sich Fiúza. "Wir hatten keine Probleme, auch wenn die Etappe echt hart war." In der gleichen Stimmung waren auch die beiden Russen Leonid Novitskiy und Konstantin Zhiltsov, die im orangen MINI ALL4 Racing mit dem fünften Platz im Gepäck im Biwak ankamen. "Wir haben uns heute keine Fehler geleistet - weder navigatorisch noch fahrerisch", erzählt Zhiltsov zufrieden.

Pechvogel des Teams ist Nani Roma, der zusammen mit Michel Périn einen schwarzen Tag erlebte. "Wir kamen über einen Dünenkamm und ich sah nur noch zwei große Löcher. Ich habe noch versucht auszuweichen, hatte mich dann aber doch festgefahren", berichtet Roma. "Ich hätte nie gedacht, dass ich aus diesem Loch wieder rauskomme. Das einzig Gute ist, dass Stéphane mich gesehen hat und deswegen einen besseren Weg nehmen konnte." Im Ziel hatte er über eine Stunde Rückstand und landete auf Position 23. Die beiden Deutschen Stephan Schott und Holm Schmidt erreichten im MINI ALL4 Racing den 25. Platz.


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