Dakar - Trucks: Es soll die Iveco-Ära werden

Kamaz, Tatra und MAN haben etwas dagegen

Gerard De Rooy hat für 2013 den zweiten Dakar-Sieg für Iveco im Sinn. Die Konkurrenz von Kamaz, Tatra und MAN ist aber stark.
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Motorsport-Magazin.com - Zehn Jahre nach seiner ersten Dakar-Teilnahme und 25 Jahre nach dem Dakar-Sieg seines Vaters Jan konnte Gerard De Rooy 2012 erstmals über einen Gesamtsieg in der Truck-Wertung der Rallye Dakar jubeln. Damit konnte er nicht nur eine Serie von Pech und Verletzungen hinter sich lassen, sondern auch Iveco den ersten Erfolg schenken. Gleichzeitig war die große Dominanz von Kamaz gebrochen, die in den zehn Jahren davor lediglich durch Hans Stacey mit MAN im Jahr 2007 einmal gestört wurde.

Mir ist es sogar egal, wer gewinnt, solange es einer unserer Trucks ist
Gerard de Rooy

2013 gilt es für De Rooy nun, die Spitze auch zu halten, womit er eine neue Ära in der Truck-Wertung der Dakar einläuten will. Ob er selbst oder einer seiner Iveco-Kollegen als Erster über die Ziellinie kommt, ist ihm dabei gar nicht so wichtig. "Sicher möchte ich meinen Titel verteidigen, aber die Karten werden neu gemischt. Mir ist es sogar egal, wer gewinnt, solange es einer unserer Trucks ist", sagt er.

Der Kamaz-Nachwuchs muss punkten

2007-Sieger Stacey wird einer der weiteren Iveco-Piloten sein, der ehemalige WRC-Champion Miki Biasion ist ebenfalls mit einem Truck dieser Marke unterwegs. Bei Kamaz hofft man derweil, dass die Erben von Chagin und Firdaus Kabirov - Dakar Trucksieger 2005 und 2009 - endlich ihre Form finden. Eduard Nikolaev gilt als der aussichtsreichste Kamaz-Fahrer, konnte aber nach seinem dritten Platz 2011 keine weiteren großen Ausrufezeichen setzen.

Der Sieg bei der Dakar bleibt ein Kindheitstraum von mir und ich kämpfe jedes Jahr darum, ihn wahr zu machen
Ales Loprais

Nie ganz außer Acht lassen sollte man Ales Loprais. Der Tscheche war immer wieder in der Lage, ganz vorne mitzufahren, hatte aber sehr viel Pech. Fünf Mal ist er bei sechs Starts ausgefallen, im Vorjahr saß er dabei nicht einmal am Steuer, da sein Navigator auf einer Verbindungsetappe fuhr. Als er 2007 ins Ziel kam, war er Dritter bei den Trucks. "Ich will nicht so viel an den Unfall im Vorjahr denken, als ich mir an meinem Geburtstag zwei gebrochene Rückenwirbel zuzog. Für mich war das jetzt eine Wiedergeburt und ich will an positive Dinge denken. Das ist meine siebte Dakar und ich bin so ehrgeizig wie eh und je, auch wenn ich nicht zu viel darüber reden will. Der Sieg bei der Dakar bleibt ein Kindheitstraum von mir und ich kämpfe jedes Jahr darum, ihn wahr zu machen", sagt Loprais.

MAN mischt auch mit

Unterwegs ist er wieder mit seinem Tatra, den er aus dem Jahr 2011 kennt, wobei das Fahrzeug seitdem verbessert worden ist. Doch auch MAN geht nicht ganz ohne Hoffnungen in den Bewerb. Marcel Van Vliet, 2010 auf Platz drei und Peter Versluis visieren zumindest das Podest an. Mit MAN-Trucks sind auch ein paar deutsche Piloten unterwegs: Mathias Behringer, Klaus Bauerle und Thomas Wallenwein.


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