Dakar - Interview - Dr. Thomas M. Schünemann

Abhaken und nach vorne schauen

Nach der Dakar ist vor der Dakar: Während die 2012er-Veranstaltung noch läuft, blickt Copilot Schünemann bereits auf die kommende Ausgabe der Wüstenrallye.

Motorsport-Magazin.com - Thomas, ihr seid am zweiten Rallyetag durch einen Motorschaden ausgefallen. Was geht da in einem vor?
Dr. Thomas M. Schünemann: Im ersten Moment waren wir natürlich maßlos enttäuscht. Das ist doch klar. Aber dann haben wir den Ausfall abgehakt und schnell wieder nach vorne geschaut. Wir überlegen jetzt schon, wie wir uns bei der nächsten Rallye noch besser vorbereiten können, um solche Probleme zu verhindern. Ärgerlich ist an der Tatsache, dass wir vor der Rallye einen Test geplant hatten, den wir wegen des starken Regens in Südfrankreich nicht wahrnehmen konnten. Mit diesem Test wäre vielleicht alles anders verlaufen.

Weißt Du schon, was die Ursache für den Motorschaden war?
Dr. Thomas M. Schünemann: Das wissen wir derzeit noch nicht genau. Die Rallye ist ja noch in vollem Gange und unser Buggy wird gerade auf dem Anhänger von einem Etappenziel zum nächsten transportiert. Aber sobald die Zielflagge in Lima gefallen ist, werden wir uns den Motor genauer anschauen und analysieren, was die Ursache war. Handelt es sich bei der Motorüberhitzung, die zum Ausfall führte, um einen Konstruktions- oder Materialfehler? Und was müssen wir unternehmen, um eine Wiederholung zu verhindern?

Wie sieht die weitere Planung des HS RallyeTeams aus?
Dr. Thomas M. Schünemann: Wir werden uns gleich nächste Woche zusammensetzen, um die Dakar 2012 zu analysieren und die nächsten Projekte und Einsätze zu besprechen. Je schneller wir eine Lösung finden, desto besser können wir uns auf die nächsten Rallyes vorbereiten. Aus diesem Grund drücken wir bei der Analyse auf das Tempo.

Am Ruhetag haben die Dakar-Veranstalter die Route für 2013 veröffentlicht. Der Start soll in Lima und das Ziel in Santiago de Chile sein…
Dr. Thomas M. Schünemann: Das Konzept hört sich interessant an. Die Dünenlandschaften gibt es ja hauptsächlich auf der Westseite des Kontinents, deswegen finde ich diese Variante besser als die Fahrten durch die argentinische Pampa. Wobei mir Argentinien wegen der begeisterungsfähigen Menschen fehlen würde. Eine Dakar von Lima nach Santiago sollte den Buggies mehr liegen als die jetzige Route und mehr der afrikanischen Dakar entsprechen. Wie immer die Strecke am Ende aussehen wird: Wir freuen uns auf die Herausforderung.


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