Dakar - Interview - Matthias Kahle

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Nach seinem Ausscheiden bei der Rallye Dakar blickt der deutsche Pilot enttäuscht nach Südamerika.

Motorsport-Magazin.com - Matthias Kahle und sein HS RallyeTeam mussten bei der Rallye Dakar 2012 nach einem Motorschaden vorzeitig aufgeben. Mittlerweile ist der gebürtige Görlitzer in seine Wahlheimat Köln zurückgekehrt. Im Interview spricht der Buggy-Pilot darüber, wie er die Dakar jetzt verfolgt, wem er die größten Chancen auf den Gesamtsieg ausrechnet und was er von der 2013er-Route hält.

Matthias, die Dakar war für Dich schon nach zwei Tagen vorüber. Wie geht es dir jetzt?
Matthias Kahle Es ist sehr schade, dass wir nicht mehr dabei sein können. Wir sind so gut gestartet wie nie zuvor und waren auch dieses Jahr wieder das schnellste Buggy-Team. Man darf gar nicht auf die Ergebnisse gucken und ausrechnen, wo wir jetzt stehen würden, wenn wir noch dabei wären. Die Top Ten wären definitiv wieder in Reichweite. Aber so ist nun einmal der Motorsport, damit müssen wir uns abfinden.

Du verfolgst die Rallye also auch aus der Heimat?
MK Ja, natürlich. Ich schaue immer wieder auf die Dakar-Website und gucke mir abends immer die Eurosport-Übertragungen an. Mich interessiert das schon, wie sich die Teams schlagen und wie gut die verschiedenen Autos auf den unterschiedlichen Prüfungen zurechtkommen.

Gibt es einen Piloten, dem Du besonders die Daumen drückst?
MK Nein. Ich kenne die Spitzenfahrer alle persönlich und wünsche jedem von ihnen, dass er das Ziel erreicht. Aber einen persönlichen Favoriten habe ich nicht.

Impressionen von 2011 - Foto: DPPI

Wem traust Du denn den Sieg am ehesten zu?
MK Am Ruhetag hatte ich Nasser Al-Attiyah noch auf der Liste. Ich war mir sicher, dass er noch nach vorne fahren kann. Jetzt bin ich sehr gespannt auf das Duell zwischen Robby Gordon im Hummer und dem Mini von Stéphane Peterhansel. Die schnellen, welligen Pisten in der Atacama-Wüste liegen dem Hummer sehr gut, da kann er den längeren Federweg und die höhere Leistung gegenüber den Minis ausspielen. Es ist schwer zu sagen, wer am Ende gewinnen wird. Lassen wir uns überraschen.

Die Organisatoren haben den neuen Start- und Zielort der Dakar bekanntgegeben. 2013 wird von Lima nach Santiago de Chile gefahren. Wie findest Du diese Route?
MK Wir müssen erst einmal abwarten, wo die Rallye genau langführen wird, bisher stehen ja nur die Endpunkte fest. Grundsätzlich freue ich mich immer auf neue Strecken. Ich fände es aber schade, wenn die Rallye nicht durch Argentinien fahren würde. Das Terrain dort ist sehr vielseitig und für mich als Rallyefahrer schöner zu fahren als die Atacama-Wüste. Außerdem ist die Begeisterung in Argentinien einfach gewaltig, und das ist ein ganz wichtiges Element der Dakar geworden.


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