Dakar - Bikes - Tagessieg für Marc Coma

Eine vierte Etappe für Wassermänner

Marc Coma meldete sich auf der vierten Etappe mit einer Aufholjagd zurück und gewann vor Cyril Despres und Helder Rodrigues (Yamaha).
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Motorsport-Magazin.com - Die vierte Etappe führte die Zweiradpiloten über insgesamt 424km von San Juan nach Chilecito. Die Spezialwertung betrug 326km, was einen langen Tag für alle Piloten versprach. Als Sieger des Vortages musste Cyril Despres als Erster die Fahrt aufnehmen und er sollte am Ende als Zweiter ins Ziel kommen. Davor klassierte sich Marc Coma und dahinter Yamaha-Fahrer Helder Rodrigues.

Ich kämpfe jeden Tag
Marc Coma

Anders als die Zielankunft vermuten lässt, wurde auf der Strecke aber durchaus Abwechslung geboten, doch am spannendsten war Comas Kampf gegen die Uhr. Frans Verhoeven war der erste Verfolger von Despres auf die Strecke gegangen. Paolo Goncalves folgte dahinter. Erst dann kamen Helder Rodriguez, David Casteu und Marc Coma.

"Das war eine sehr harte Spezialprüfung, vor allem am Anfang, wo es schnell losging, ehe dann Navigation gefragt war, und uns schließlich Wasser erwartete, viel Wasser in den Flussbetten", fasste der Tagessieger zusammen. "Ich habe mich bemüht, vom Start weg ein sehr hohes Tempo anzuschlagen, aber es war schwer. Ich konnte einige Piloten überholen und Zeit auf Cyril wettmachen. Es bleiben noch die Etappe von Fiambala und viele andere. Das ist jetzt der Stand der Dinge. Ich kämpfe jeden Tag."

West statt Nordost

Paulo Goncalves verdarb sich seinen bis dato guten Tag bei Kilometer 99. Der Husqvarna Fahrer schlug den falschen Weg ein und fuhr danach Richtung Westen, anstelle Nordosten, was den 32-Jährigen viel Zeit auf die Konkurrenten Cyril Despres und Frans Verhoeven kostete. Nach Kontrollpunkt 1 betrug sein Rückstand 8.21 Minuten.

Goncalves schlug die falsche Richtung ein - Foto: Speedbrain

Nach 137km lag Despres weiter einsam an der Spitze und ging damit als Erster zum Auftanken. Doch Coma war es gelungen Zeit auf zu holen und so konnte der Spanier Platz eins übernehmen, nachdem er einmal Kontrollpunkt 1 passiert hatte. Seine Zwischenzeit von 1:33.25h war um 1.51 Minuten schneller, als die Zeit von Despres. Helder Rodrigues hatte einen Rückstand von 2.34 Minuten, Aprilia Fahrer Lopez folgte auf Vier mit 3.29 Minuten Rückstand.

"Beim Öffnen der Piste, und obschon Marc weit hinten losfahren würde, war mir schon klar, dass er Zeit wettmachen würde", sagte Despres, der vor allem mit den Auswirkungen der starken Regenfälle zu kämpfen hatte. "Allerdings habe ich mir bei der Navigation große Mühe gegeben, um keinen Fehler zu begehen. Deshalb habe ich auch vor jeder Notiz Tempo rausgenommen. Da es heute rund 400 davon gab und ich trotzdem nur zwei Minuten verloren habe, ist es gar nicht übel."

Trotz der Aufholjagd von Coma führte Despres auf der Strecke aber weiter mit beachtlichem Vorsprung. Wieder verging eine ganze Weile, bevor der nächste Fahrer durch die Zeitschranke fuhr. Dies war erneut der Konkurrent aus Spanien, der bis Kilometer 160 3.49 Minuten gut machen konnte. Im Ziel reichte es dann auch zum Tagessieg.

Etwas enttäuschend verlief der Tag hingegen für Francisco Lopez, der nur als Neunter ins Ziel kam und damit einiges an Zeit einbüßte. Noch kann er sich allerdings auf Rang vier der Gesamtwertung halten. Dafür ließ Stefan Svitko aufhorchen. Der KTM-Fahrer wurde Achter und scheint langsam in Schwung zu kommen.

Ergebnis: 4. Etappe Bikes (Top 10)

1. Marc Coma (KTM) 04:16:43
2. Cyril Despres (KTM) +00:02:02
3. Frans Verhoeven (Sherco) +00:08:26
4. Helder Rodrigues (Yamaha) +00:09:01
5. Paulo Goncalves (Husqvarna) +00:11:18
6. Juan Pedrero Garcia (KTM) +00:11:20
7. Alain Duclos (Aprilia) +00:13:20
8. Stefan Svitko (KTM) +00:13:42
9. Francisco Lopez (Aprilia) +00:14:15
10. David Casteu (Yamaha) +00:15:23

Gesamtwertung (Top 10)

1. Cyril Despres (KTM) 11:50:27
2. Marc Coma (KTM) +00:08:10
3. Helder Rodrigues (Yamaha) +00:26:48
4. Francisco Lopez (Aprilia) +00:29:50
5. David Casteu (Yamaha) +00:30:37
6. Paulo Goncalves (Husqvarna) +00:35:16
7. Frans Verhoeven (Sherco) +00:37:48
8. Juan Pedrero Garcia (KTM) +00:38:19
9. Jordi Viladoms (KTM) +00:44:00
10. Gerard Farres (KTM) +00:44:24

Alle Bilder zur Rallye Dakar 2012


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