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Piloten vor 1950 !

Das Formel 1 Forum früherer Tage...

Beitrag Dienstag, 26. März 2002

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Das wäre wirklich ein interessantes Thema und wert gelüftet zu werden. Wenn ich mir andere Bilder von dem Brauchitsch-Mercedes anschauen kann die Antwort eigentlich nur sein: das Bild ist vom GP von Deutschland 1937.

Beitrag Donnerstag, 08. August 2002

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Leute, diese Frage ist ja noch offen, irgendwelche Ideen??[br]----------------[br]Bild

Beitrag Freitag, 09. August 2002

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Hi an alle Spezialisten,
ich bringe hier ein neues Rätsel auf - aber ich bin sicher irgendjemand von Euch weiß, was hinter diesem tollen Bild steckt!!! Ich fand es (leider ohne vernünftigen Kommentar) im Internet...:)

Bild[br]----------------[br]Bild
Nehmt Alfalfa.

Beitrag Freitag, 09. August 2002

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Tazio Nuvolari beim Training zum British Grand Prix in Donington 1938. Ganz so dramatisch wird der Zusammenstoss wohl nicht gewesen sein, aber der Hirsch war auf alle Fälle hinüber, und endete ausgestopft in Tazio's Wohnzimmer.[br]----------------[br]Bild

Beitrag Dienstag, 29. Oktober 2002

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Beitrag Dienstag, 29. Oktober 2002

Beiträge: 1477
Habe noch einige Nachträge zu diesem Thread.

Einmal zu dem Bild von Ronald vom Nürburgring 1937, ganz unten auf Seite 1 Ich habe noch ein anderes gefunden, es zeigt Rudi Caracciola anstelle von Manfred von Brauchitsch, aber genau den bewussten Alfa Romeo von der anderen Seite.

Bild

Jetzt ist klar zu erkennen, dass meine Vermutung richtig war, es ist definitiv ein Monza. Wobei die Frage nach dem Fahrer ungelöst bleibt, denn nach meinen Unterlagen war kein Monza am Start. Einzige Möglichkeit bleibt Raymond Sommer mit Start-No. 50, aber der fuhr in 1937 einen 8C-35. Sollte er für den GP Deutschland seinen alten Monza ausgemottet haben? Egon weiss hier wahrscheinlich mehr.

Weiter oben in der Kurve liegt noch ein ausgefallenes Fahrzeug, sieht nach Maserati aus, eventuell Cortese’s 6CM.


Zum anderen noch ein Nachtrag zu Manfred von Brauchitsch und den „Silberpfeilen“. Ich habe günstig eine Erstausgabe seines Buches „Kampf un Meter und Sekunden“ von 1953 ergattert, und obwohl er das Eifelrennen 1934 in allen Details schildert, wird die Sache mit dem „Lack abkratzen“ mit keiner Silbe erwähnt. Erst Neubauers „Manner, Frauen und Motoren“, das m.W. Ende der 50er erschien, beinhaltet diese Fabel, die dann von Brauchitsch in seinem 2. Buch aus den 60er Jahren übernommen wurde.

Im März 1934 wurden in Mailand auf der Autobahn Testfahrten mit dem neuen W25 unternommen, und sowohl von Brauchitsch (... silbergleissenden Fahrzeug ...) als auch Neubauer ( ... unserem neuen „Silberpfeil“ ...) reden hier bereits von „silber“.

Auch die Sache mit von Brauchitsch’s angeblicher Unterstützung in Sachen Finanzbeschaffung von Adolf fehlt in diesem ersten Buch. Seinen ersten seriösen Kontakt mit Daimler-Benz hatte MvB im Winter 1933/34, als er zu Vertragsverhandlungen für die Saison 1934 eingeladen wurde. Es gab frühere schriftliche Gesuche von MvB in Richtung MB in Sachen Werksunterstützung, die aber abgelehnt wurden. Für den AVUS-Einsatz 1932 erwähnt er den Monteur Willi Zimmer, kein Wort über Neubauer. Don Alfredo selber bezeichnet seine Betreuung von Hans Stuck und MvB als rein privat, und Zimmer war für beide Wagen zuständig.
Beim AVUS-Rennen 1933 war gemäss den Worten Neubauers der SSKL von Otto Merz ein echter Werkseinsatz, während MvB als Privatfahrer betreut wurde. MvB selber schreibt, dass ihm für 1933 von Mercedes-Benz ein Monteur gestellt wurde, und dass es Reparaturen zum Sonderpreis gab, wieder kein Wort über Neubauer.

Während dieses erste Buch meiner Meinung nach noch recht realistisch geschrieben wurde und sich überwiegend an die Tatsachen hält, scheint das 2. Buch (das ich nicht gelesen habe) eine Ansammlung von Egotrips zu sein..

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Beitrag Dienstag, 29. Oktober 2002

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Danke für den Hinweis zum Alfa im Graben. Da gerade zu dem Thema recherchiere (und auch einige Literatur zu dem Thema besitze) müßte ich bald mal in der Lage sein das Rätsel zu lösen. Hoffentlich.

Beitrag Freitag, 01. November 2002

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Hier also mein Zwischenbericht zu dem Alfa auf dem Bild - leider voller Widersprüche:
Vom GP von Deutschland 1937 gibt es viele wunderbare Berichte, aber die letztliche Lösung kann ich immer noch nicht bieten - nur soviel; der GP beinhaltete auch mehrere Rahmenrennen (1. Motorräder in vier Klassen [Seitenwagen 600 bis 1000 ccm, Solomaschinen bis 250 ccm, bis 350 ccm und bis 500 ccm], ein Sportwagenrennen und eine Rennen der freien Formel ohne Gewichtsbeschränkung). Wegen der großen Hitze wird berichtet riß der Asphalt an vielen Stellen während des Trainings auf und es kam zu Unfällen. Nach dem ersten Tag schickte man sogar Sprinklerwagen über die Piste um für Abkühlung zu sorgen - klingt heutzutage wie ein schlechter Witz so was! Witzigerweise schildert George Monkhouse die Renntage als feucht und trübe - wem soll man da jetzt glauben.

Unsere Alfa-Kandidaten im GP-Rennen sind:

#22 Tazio Nuvolari
#24 Nino Farina
#28 Vitorio Belmondo
#32 Renato Balestrero
#42 Kenneth Evans
#44 Hans Ruesch
#50 Raymond Sommer
#54 Attilio Marinoni/Joel Thorne

Das Werksteam scheidet als Kandidat für unser gesuchtes Fahrzeug aus, von beiden habe ich recht gute Bilder; Nuvolari und Farina fuhren den 12C-36, Belmondo fuhr einen privaten 8C (siehe Bild unten). Hier sehen wir auch gleich unseren nächsten Kandidaten, Kenneth Evans, und der fährt er einen Tipo B (nämlich Nuvolaris Siegerfahrzeug von 1935), aber auch der stimmt nicht mit unserem gesuchten Fahrzeug überein.

Bild

Kommen wir also zu den Fahrzeugen, von denen ich kein Bild gefunden habe: Raymond Sommers Alfa wird von mehreren Quellen (Venables, Hull) als 8C-35 geschildert, der, obwohl privat gemeldet, sogar das Ferrari-Wappen getragen haben soll. Attilio Marinonis Fahrzeug war ebenfalls ein Werksfahrzeug, auch hier soll es sich um einen 8C-35 gehandelt haben, Snellmann und Monkhouse schildern ihn als 12C-26 (Ersatzfahrer war übrigens der Ami Joel Thorne). Bei Hans Ruesch dürfte es sich, da privat gemeldet, wohl um seinen treuen 8C-35 handeln, hier ein Bild von Monaco desselben Jahres.

Bild

Bleibt noch Renato Balestrero und sein privater Tipo B, von dem mir ebenfalls ein Bild fehlt. Aber der wird in mehreren Quellen (Snellman, zeitgenössischer Bericht der Stuttgarter Nachrichten) als Ausfall in der 4. Runde gemeldet, Störung an der Benzinpumpe.

Wahrscheinlicher ist meiner Meinung nach aber die Variante, dass es sich hier um ein Fahrzeug der freien Formel und ein Bild vom Training handelt. Aber das Rätsel bleibt weiterhin bestehen.

@Michael; Diese Festplattencrashs scheinen ansteckend zu sein.

Beitrag Dienstag, 11. Februar 2003

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Dieses Posting von McRonalds ist an mir vorbei gegangen. Ich habe es jetzt zufällig noch einmal gelesen, und bei "freie Formel ohne Gewichtsbeschränkung" ist der Groschen gefallen! Der Monza war schwerer als 750 kg, konnte also am GP-Lauf überhaupt nicht teilgenommen haben. Sportwagen scheidet auch aus, denn das Teil wurde ohne Kotflügel gefahren. Also bleibt wirklich nur noch das FL-Rennen, von dem ich bisher nichts wusste. Ohne ein Originalprogramm dürfte diese Frage allerdings unbeantwortet bleiben.
Zuletzt geändert von Michael_Mueller am Dienstag, 11. Februar 2003, insgesamt 1-mal geändert.

Beitrag Dienstag, 11. Februar 2003

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Beitrag Dienstag, 11. Februar 2003

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Holger_Merten hat geschrieben:
Wie die Abänderung der Rennfarbe mit der ONS und dem AIACR „abgeklärt“ wurde, weiss ich nicht, es gibt die These, dass Silber in der Heraldik, wie Weiss behandelt wird. Ob das reicht?

Habe auch Wilhelm Sebastians Buch „Hinter dröhenden Motoren“ gelesen.


Die These kommt von Uechtel, und wenn sie stimmt, dann wäre das die Begründung, aber nicht die Lösung. Der AIACR hatte im Reglement eindeutig "weiss" festgelgt, und wenn silber als heraldische Abart anerkannt wird, dann muss das auch irgendwo festgehalten sein.

Zu dem Sebastian-Buch, hast du nähre Angaben? Das fehlt mir nämlich noch.

Beitrag Dienstag, 11. Februar 2003

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Beitrag Dienstag, 11. Februar 2003

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Nein, ich meine den Verlag, den Autor (oder war das Sebastian selber?), und das Erscheinungsjahr, damit ich konkret suchen kann.

Beitrag Dienstag, 11. Februar 2003

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Beitrag Dienstag, 11. Februar 2003

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So, das Ganze nochmal, aber diesmal am richtigen Ort!

Buhuhu! Leider kann ich mich nicht mehr erinnern, wo ich das mit dem Weiß und dem Silber her habe! Aber ich weiß, DASS ich´s irgendwo gelesen habe. Vermutlich hat dirse fadenscheinige Begründung irgendjemand angeführt, als die Frage irgendwann hochgekommen ist. Aber ich weiß natürlich nicht, ob es letztendlich die OFFIZIELLE Begründung war.

Zu von Brauchitschs zweitem Buch möchte ich anmerken, daß es bestimmt unter starker "MItwirkung" Ostdeutscher Ghost-Writer oder zumindest Zensoren zustande gekommen ist und natürlich den Motorsport mehr oder weniger auch als "Transprotmittel" benutzt hat, ein bißchen was ideologisches rüberzubringen.

Viel mehr enttäuscht mich dagegen Neubauer, der hätte es ja eigentlich nicht nötig gehabt, Legenden noch dazu zu erfinden.

Was ich sonst noch zu dem Thema gefunden habe:Ich habe ein Bild vom Start in Monaco 1934, darauf sehen die Mercedes richtig weiß aus (zumindest genauso weiß wie die Overalls der Mechaniker), aber die Bildqualität ist so schlecht, daß ich da nicht meine Hand ins Feuer legen möchte.

Außerdem noch ein Bild vom Auto Union P-Wagen von der Berliner Automobilausstellung 1934 (aber leider kein Datum, wann diese stattgefunden hat), da scheint mir das Auto bereits silbern gewesen zu sein!

Und schließlich ist im "Illustrierten Motorsport" eine mehrteilige Story über die Karriere von Hans Stuck abgedruckt. Darin wird anläßlich der Testfahrten mit dem neuen Auto in Monza Anfang 1934 von einem "silbergrauen" Auto gesprochen. Allerdings eher beiläufig und es kann natürlich sein, daß das nicht besonders gut recherchiert worden ist oder daß Stuck selbst auf dieses Detail nicht so großen Wert gelegt hat.

Beitrag Dienstag, 11. Februar 2003

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Beitrag Dienstag, 11. Februar 2003

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Kein Problem!

Wenn ich das nächste Mal den Scanner anwerfe!

Und: Wenn nicht zum Thema "Silberpfeile", warum taucht die Heraldik dann in dem Buch auf?

Beitrag Dienstag, 11. Februar 2003

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Weil Audi das Markenzeichen "Silberpfeil(e)" an DaimlerChrysler verscheuert hat, bzw. gegen "Horch" getauscht hat ... :lol: :lol:
Und bei Androhung der Todesstrafe dieses Wort nicht einmal mehr denken darf ....!!

Beitrag Dienstag, 11. Februar 2003

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Beitrag Dienstag, 11. Februar 2003

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Beitrag Dienstag, 11. Februar 2003

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Beitrag Dienstag, 11. Februar 2003

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Hey, was geht denn heute hier ab? Soviel Posts gibts ja normalerweise in einer Woche kaum. Na, da wollte ich es nicht versäumen auch meinen Beitrag zu leisten. Neue Erkenntnisse zu diesem Thema habe ich leider nicht zu bieten, aber einen mehrseitigen Bericht in der Motor und Sport Nr. 23 von 1934 - aber lest selbst:

http://www.totaaal-extreeem.de/ron/Moto ... 34_S12.jpg
http://www.totaaal-extreeem.de/ron/Moto ... 34_S13.jpg
http://www.totaaal-extreeem.de/ron/Moto ... 34_S14.jpg
http://www.totaaal-extreeem.de/ron/Moto ... 34_S15.jpg
http://www.totaaal-extreeem.de/ron/Moto ... 34_S16.jpg

(Kleine Notiz: die Daten lagern immer noch auf meinem alten Server - mein Provider hat mir noch nicht den Zugang gesperrt und solange lade ich munter drauf - das kostet mir keinen Platz - denn so üppig hab ichs ja doch nicht. Also; wer interessiert ist: schnell runterladen, kann sein das es eines schönen (und baldigen) Tages verschwunden ist.)

Darunter auch ein Bild vom Wiegeprozedere (unten noch mal in größerer, besserer Fassung), aber was an Bildern auffällt (vor allen Dingen an den dreien auf denen deutlich sichtbar deutsche Autos zu sehen sind); die wurden offenbar einer mehr oder weniger überzeugenden Vollretusche unterzogen. Das war bis in die 60er Jahre zwar eine übliche Praxis, aber hier fällts besonders auf, weil die Retuschen so umfangreich sind. Dasselbe Phänomen fiel mir übrigens schon auf dem von Michael geposteten Bild vom MB in weiß auf, auf welchem übrigens auch noch die Radaufängungen zuretuschiert wurden: als Beweise taugen diese Bilder leider allesamt nicht.

Bild

Beitrag Dienstag, 11. Februar 2003

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Beitrag Dienstag, 11. Februar 2003

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Andererseits - wenn die Fahrezuge wirklich so nahme am Limit waren, daß es auf 1kg Lack angekommen wäre, warum sind dann beim Wiegen die Reifen drauf? :roll:

Beitrag Dienstag, 11. Februar 2003

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