uechtel hat geschrieben:
Na, wenn die beiden da mal nicht ein bißchen viel auf den Putz gehauen haben. Aus Krauses Buch zu urteilen war er ja nicht gerade von besonders bescheidener Natur und in der Erinnernung wurde auch schon so manches andere Projekt zu ganz anderen Größenordnungen verklärt.
Ich kenne Rudi Krause ja als Bub noch persönlich ,denn seine Werkstatt war nur drei Ecken weiter aber in dem Alter waren natürlich nur die Autos geil und der Rest egal .
Lt. Greifzu wollte man mit Rudio Krause am GP Detuschland 1954 teilnehmen und dafür den alten BMW Motor aufmöbeln.
Die weiteren Pläne waren ab 1955 eben mit einem aufgebohrten EMW Motor der letzten Generation dort regelmäßig anzutreten . Das ganze wurde aber schon im Vorfeld 1954 von staatlicher Seite gestoppt und verlief dann im Sand
Nach meinem Wissenstand ist im Greifzu F2 der 2,0 Liter BMW drin und der Ersatzmotor ist auch noch ein 2,0 liter Aggregat gewesen . Aber das war alles ein paar Tage vor meiner Zeit ,von daher ...
Ich glaube das ist nicht ganz richtig, die Leistung von Greifzus Motor dürften so in etwa dem Stand der Vorkriegs-Werkswagen (Mille Miglia 1940) entsprochen haben. Auch dafür werden ca. 130 PS angegeben, und so in etwa bei diesem Wert dürften sich auch Schleicher, Veritas, Falkenhausen und nicht zuletzt die Kollektivrennwagen eingependelt haben. Straubel und ganz sicher Baum sind deutlich dagegen abgefallen. Und Greifzu soll ja durchaus einige Unterstützung aus dem Eisenacher Werk bekommen haben.
Straubel hat bei seinen DAMW Einsätzen sowohl in der S 1,5 als auch in der S 2.0 seinen eigenen Motor eingesetzt weil der scheinbar besser gelaufen ist . Baum ging es bei seinen wenigen
Einsätzen bei DAMW ähnlich . Das wohlgemerkt bei dem akademischen Chefeinkäufer ,den DAMW zu der Zeit hatte
Nachdem was mir bekannt ist ,war die Zusammenarbeit zwischen
Eisenach und Suhl eher gering . Hufnagel hat Greifzu die Karosse gedängelt aber ob das auf Betreiben von EMW ging ,weiss ich nicht . Hufnagel hat ja fast alles gedängelt ,was aus Alu war und einen Rennwagen verkleidete .
Bristol hatte ja die Konstruktionsrechte von BMW "geerbt", insofern waren das neue Motoren nach überarbeitetem Design, frisch aus der eigenen Produktionslinie und natürlich mit viel besseren Materialien. Insofern ist es nicht verwunderlich, daß man dort oberhalb der "Bastelliga" und auch der Vorkriegs-Werkswagen gelandet ist (für die Motoren, mit denen das Frazer Nash "Serienmodell" angeboten wurde, werden schon 130 PS angegeben und die Werte der Rennmotoren z.B. in den Cooper-Bristol dürften nochmal ein ganzes Stück höher gelegen haben.
Geerbt ist eine gute Bezeichnung
Mir ist gerade neulich wieder einer der 50er Jahrgänge von "IllMo"
in die Hände gefallen und da waren auch die Daten im Vergleich zum "kleinen" BMW V6 der letzten Generation aufgelistet .
Natürlich war da vieles geschönt und zwecks heldenhaftem Sozialismus maßlos übertrieben aber ich habe vor ca.10 Jahren noch Paul Thiel auf eriner von mir organis. Ausstellung gesprochen ,speziell zum Thema R1 mit BMW Triebwerk , Gurke
R2 , R3 mit dem neuen EMW Motor und die Test mit dem V12 Sokol und er sagte immer wieder das der EMW Motor um Welten besser gewesen wäre als der BMW . Wenn man Thiel nicht glauben soll ,wem dann ?
Wo hast du denn das her? Alle meine Quellen - inklusive "Illustrierter Motorsport" und Ihling stimmen überein, dass die Motoren der Kollektivrennwagen (zunächst in Johannisthal, später bei EMW) auf dem guten alten 328er basiert haben. Bis 1953 hätte man sogar im Wesentlichen auf zahlreiche Tuning-Teile (Schleicher, Wasseralfingen...) zurückggegriffen. Und auch der ab 1954 eingesetzte neue 1,5-Liter Sportwagenmotor soll noch einen BMW-Block gehabt haben, nur halt mit einem neuen Zylinderkopf mit obenliegender Nockenwelle.
Horst müsste es eigentlich besser wissen . Bei AWE ( Automobile Welt Eisenach ) gibt es sowohl vom BMW als auch vom EMW Motor Exemplare . Der Unterschied ist schon von aussen sichtbar . Aus dem Gedächtnis raus war die Bohrung glaube ich 66 mm und die war bei allen Motoren gleich sowohl bei den 1,5 Liter als auch bei den 2,0 liter Motoren .
War es nicht auch Ihling ,der in seinem Buch vom "neu konstruierten " Motorblock des 1954er 1,5 liter Motors sprach
( oder wars Melenk ) . Muss ich heute abend mal nachschauen.
Aber wie ich schon sagte ,daswar alles ein paar Tage vor mir und ich kann da nur auf meine Quellen zurück greifen . Leider
lassen mich die Jungs bei AWE weder in ihr Archiv noch in ihren Fundus .
Ich kenne Rudi Krause ja als Bub noch persönlich ,denn seine Werkstatt war nur drei Ecken weiter aber in dem Alter waren natürlich nur die Autos geil und der Rest egal .
Lt. Greifzu wollte man mit Rudio Krause am GP Detuschland 1954 teilnehmen und dafür den alten BMW Motor aufmöbeln.
Die weiteren Pläne waren ab 1955 eben mit einem aufgebohrten EMW Motor der letzten Generation dort regelmäßig anzutreten . Das ganze wurde aber schon im Vorfeld 1954 von staatlicher Seite gestoppt und verlief dann im Sand
Nach meinem Wissenstand ist im Greifzu F2 der 2,0 Liter BMW drin und der Ersatzmotor ist auch noch ein 2,0 liter Aggregat gewesen . Aber das war alles ein paar Tage vor meiner Zeit ,von daher ...
AWE hat geschrieben:
Ob sie das nun allein gemanagt und finanziert hätte ,glaube ich weniger . Greifzu ,Baum ,Straubel und Co. schafften es auch ohne großes Werk im Rücken ,dem in die Jahre gekommenen
BMW Motor Dinge raus zu kitzeln ,die ganze Werke nicht schafften .
BMW Motor Dinge raus zu kitzeln ,die ganze Werke nicht schafften .
Ich glaube das ist nicht ganz richtig, die Leistung von Greifzus Motor dürften so in etwa dem Stand der Vorkriegs-Werkswagen (Mille Miglia 1940) entsprochen haben. Auch dafür werden ca. 130 PS angegeben, und so in etwa bei diesem Wert dürften sich auch Schleicher, Veritas, Falkenhausen und nicht zuletzt die Kollektivrennwagen eingependelt haben. Straubel und ganz sicher Baum sind deutlich dagegen abgefallen. Und Greifzu soll ja durchaus einige Unterstützung aus dem Eisenacher Werk bekommen haben.
Straubel hat bei seinen DAMW Einsätzen sowohl in der S 1,5 als auch in der S 2.0 seinen eigenen Motor eingesetzt weil der scheinbar besser gelaufen ist . Baum ging es bei seinen wenigen
Einsätzen bei DAMW ähnlich . Das wohlgemerkt bei dem akademischen Chefeinkäufer ,den DAMW zu der Zeit hatte
Nachdem was mir bekannt ist ,war die Zusammenarbeit zwischen
Eisenach und Suhl eher gering . Hufnagel hat Greifzu die Karosse gedängelt aber ob das auf Betreiben von EMW ging ,weiss ich nicht . Hufnagel hat ja fast alles gedängelt ,was aus Alu war und einen Rennwagen verkleidete .
Ich glaube in den mitte 50ern war sowas durchaus noch möglich .
Bristol dürfte wohl auch kaum den EMW Motor aufgebohrt haben sondern eher einen alten BMW Motor .
Bristol dürfte wohl auch kaum den EMW Motor aufgebohrt haben sondern eher einen alten BMW Motor .
Bristol hatte ja die Konstruktionsrechte von BMW "geerbt", insofern waren das neue Motoren nach überarbeitetem Design, frisch aus der eigenen Produktionslinie und natürlich mit viel besseren Materialien. Insofern ist es nicht verwunderlich, daß man dort oberhalb der "Bastelliga" und auch der Vorkriegs-Werkswagen gelandet ist (für die Motoren, mit denen das Frazer Nash "Serienmodell" angeboten wurde, werden schon 130 PS angegeben und die Werte der Rennmotoren z.B. in den Cooper-Bristol dürften nochmal ein ganzes Stück höher gelegen haben.
Geerbt ist eine gute Bezeichnung
Mir ist gerade neulich wieder einer der 50er Jahrgänge von "IllMo"
in die Hände gefallen und da waren auch die Daten im Vergleich zum "kleinen" BMW V6 der letzten Generation aufgelistet .
Natürlich war da vieles geschönt und zwecks heldenhaftem Sozialismus maßlos übertrieben aber ich habe vor ca.10 Jahren noch Paul Thiel auf eriner von mir organis. Ausstellung gesprochen ,speziell zum Thema R1 mit BMW Triebwerk , Gurke
R2 , R3 mit dem neuen EMW Motor und die Test mit dem V12 Sokol und er sagte immer wieder das der EMW Motor um Welten besser gewesen wäre als der BMW . Wenn man Thiel nicht glauben soll ,wem dann ?
Ok beim EMW Motor war die Bohrung gleich wie beim BMW aber
der EMW hatte einen vollkommen neu konstruierten Block .
der EMW hatte einen vollkommen neu konstruierten Block .
Wo hast du denn das her? Alle meine Quellen - inklusive "Illustrierter Motorsport" und Ihling stimmen überein, dass die Motoren der Kollektivrennwagen (zunächst in Johannisthal, später bei EMW) auf dem guten alten 328er basiert haben. Bis 1953 hätte man sogar im Wesentlichen auf zahlreiche Tuning-Teile (Schleicher, Wasseralfingen...) zurückggegriffen. Und auch der ab 1954 eingesetzte neue 1,5-Liter Sportwagenmotor soll noch einen BMW-Block gehabt haben, nur halt mit einem neuen Zylinderkopf mit obenliegender Nockenwelle.
Horst müsste es eigentlich besser wissen . Bei AWE ( Automobile Welt Eisenach ) gibt es sowohl vom BMW als auch vom EMW Motor Exemplare . Der Unterschied ist schon von aussen sichtbar . Aus dem Gedächtnis raus war die Bohrung glaube ich 66 mm und die war bei allen Motoren gleich sowohl bei den 1,5 Liter als auch bei den 2,0 liter Motoren .
War es nicht auch Ihling ,der in seinem Buch vom "neu konstruierten " Motorblock des 1954er 1,5 liter Motors sprach
( oder wars Melenk ) . Muss ich heute abend mal nachschauen.
Aber wie ich schon sagte ,daswar alles ein paar Tage vor mir und ich kann da nur auf meine Quellen zurück greifen . Leider
lassen mich die Jungs bei AWE weder in ihr Archiv noch in ihren Fundus .