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Geplatzte Motorenprojekte

Das Formel 1 Forum früherer Tage...
Beitrag Dienstag, 29. Mai 2012

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1989 konstruierte Guy Nègre einen MGN-Motor, der ein neues revolutionäres Konzept verfolgte: Ein W-Motor mit zwölf Zylinder. Das Motorenkonzept war völlig neu und zeichnete sich dadurch aus, dass die grundsätzlichen Motoren-Philosophien überholt wurden. So verwendete MGN keine Ventile, sondern Drehschieber, die höhere Umdrehungen versprachen, genau genommen 12.500 Umdrehungen, was für die damalige Zeit durchaus eine Sensation war. Die Leistung von 630 PS war ebenfalls gut. Testfahrten mit dem Motor führte das AGS-Team durch, aber der Motor kam nie zum Einsatz, diente jedoch angeblich als Basis für einen Sportwagenmotor von Norma - aber auch in Le Mans rollte der Motor keine Rennrunde.

Beitrag Dienstag, 29. Mai 2012

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1991 gab es Gerüchte, wonach Jaguar 1991 einen V12-Motor für Benetton bauen sollte.

Beitrag Dienstag, 29. Mai 2012

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1990 gab es ein Motorprojekt aus Österreich von Neotech, die einen V12-Motor mit 70-Grad-Anordnung konstruierten. Die Teams zeigten Interesse an dem Motor, der auch in einem Sportwagen von Walter Brun getestet worden sein soll. Doch letztlich tauchte der Motor nie bei einem WM-Lauf auf.

Beitrag Dienstag, 29. Mai 2012

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1991 soll Lotus einen V12-Motor von Isuzu getestet haben. Über den Motor ist nicht viel bekannt.-

Beitrag Dienstag, 29. Mai 2012

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BMW wollte 1991 ebenfalls in die Formel-1 einsteigen und ließ sich von Simtek sogar einen F1-Rennwagen bauen. Wie so oft zog aber wohl der Vorstand nicht so recht mit und das Projekt versandete. Der Simtek-Rennwagen wurde an Andrea Moda verkauft, die sich damit 1992 blamierten.

Beitrag Dienstag, 29. Mai 2012

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1992 wollte die Tuning-Firma HKS einen V12-Motor für die Formel-1 bauen. Er soll sogar in einem Lola-F3000-Chassis getestet worden sein. HKS kam später als Tuningfirma für Mitsubishi-Motoren in die britische Formel-3.

Beitrag Dienstag, 29. Mai 2012

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Partner F1 hieß ein französisch-russisches F1-Projekt 1995, die sich einen Motor von zwei ehemaligen MGN-Mitarbeitern bauen lassen wollten.

Beitrag Dienstag, 29. Mai 2012

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Und als letztes Projekt hab ich noch den V10-Motor, den Lola unter Eigenregie sich von Al Melling bauen lassen wollte für ihr F1-Projekt 1998. Das Projekt wurde ja auf 1997 vorgezogen und nach einer Nichtqualifikation in Australien eingestampft. Der eigene Motor war da noch gar nicht fertig.

Beitrag Dienstag, 29. Mai 2012

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Ergänzungen und weitere Projekte sind jederzeit erwünscht!

Bei TNF habe ich noch gelesen:

- Gerüchte über einen Mazda-F1-Motor zu Beginn der 90er Jahre. Damals war Mazda bei den Sportwagen ja sehr gut.

- Ein Heidegger-Motor. Weiß da jemand mehr dazu?

Beitrag Dienstag, 29. Mai 2012

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MichaelZ hat geschrieben:
BMW wollte 1991 ebenfalls in die Formel-1 einsteigen und ließ sich von Simtek sogar einen F1-Rennwagen bauen. Wie so oft zog aber wohl der Vorstand nicht so recht mit und das Projekt versandete. Der Simtek-Rennwagen wurde an Andrea Moda verkauft, die sich damit 1992 blamierten.


Simtek kam erst 1994 in die F1 :wink:

Beitrag Dienstag, 29. Mai 2012
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Mina hat geschrieben:
MichaelZ hat geschrieben:
BMW wollte 1991 ebenfalls in die Formel-1 einsteigen und ließ sich von Simtek sogar einen F1-Rennwagen bauen. Wie so oft zog aber wohl der Vorstand nicht so recht mit und das Projekt versandete. Der Simtek-Rennwagen wurde an Andrea Moda verkauft, die sich damit 1992 blamierten.


Simtek kam erst 1994 in die F1 :wink:



Und trotzdem hat Simtek für BMW schon 1991 ein Auto gebaut .
Da BMW kalte Füsse bekam ,wurde das Chassis an Andrea Moda verkauft und als die nicht mehr wollten ging das Auto an das spanische F1 Team Bravo .

Also immer erst studieren ,dann mockieren

Beitrag Dienstag, 29. Mai 2012

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1952 gab es ein Projekt, den DB-Panhard mit Doppelmotor.
Die im Bau von kleinen Sportwagen ab 1949 recht erfolgreichen Franzosen Charles Deutsch und René Bonnet (DB) wollten zusammen mit dem ehemaligen Luxuskarossen-Hersteller Panhard einen GP-Wagen bauen. Dieser sollte aus den Vorderteilen von zwei DB F3-Wagen zusammengeschweißt und mit zwei 750cc-Panhard Motoren sowie auch zwei Getrieben einen Allrad-Wagen ergeben. Das ganze war in der Theorie recht vielversprechend wurde nach einigen Tests aber zu Grabe getragen.

Beitrag Dienstag, 29. Mai 2012
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Bleimula66 hat geschrieben:
1952 gab es ein Projekt, den DB-Panhard mit Doppelmotor.
Die im Bau von kleinen Sportwagen ab 1949 recht erfolgreichen Franzosen Charles Deutsch und René Bonnet (DB) wollten zusammen mit dem ehemaligen Luxuskarossen-Hersteller Panhard einen GP-Wagen bauen. Dieser sollte aus den Vorderteilen von zwei DB F3-Wagen zusammengeschweißt und mit zwei 750cc-Panhard Motoren sowie auch zwei Getrieben einen Allrad-Wagen ergeben. Das ganze war in der Theorie recht vielversprechend wurde nach einigen Tests aber zu Grabe getragen.



Ein sehr interessantes F2 Projekt ,wahrscheinlich das interessanteste der 2 Liter F2 Die eigentlich für 1952 gepalnte Variante mit zwei 850 ccm Motoren und jweils 120 PS wurde leider nie gebaut

Beitrag Dienstag, 29. Mai 2012

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Der französische Filmproduzent und Rennsportenthusiast Sacha Gordine versuchte sich 1953 im Bau eines eigenen GP-Wagens. Als Konstrukteur fungierte Herr Vigna, der schon am Bau des Porsche-Cisitalia beteiligt war. Es handelte sich um ein Heckmotor-Chassis mit einem 2l-V8, der 191 PS haben sollte. Der Motor war zu großen Teilen aus Magnesium, ebenso das Getriebe und die Rad-Aufhängungen. Es sollten gleich 5 Chassis gebaut werden! Als zwei Wagen nahezu fertig waren sollte beim Nicht-WM-Lauf in Pau gestartet werden. Doch angesichts der enormen Kosten wurde das Project eingestellt. Der Wagen soll zuvor von Jean Behra in Montlhery getestet worden sein.

Beitrag Mittwoch, 30. Mai 2012

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1988/89 war ein Neotech-V12 Motor fertiggestellt worden, ich glaube es war ein österreichisches Projekt. Er sollte bei Eurobrun eingesetzt werden, ein Team das nur 1989/90 in der F1 war und dann aus finanziellen Gründen wieder aufgab. Der Neotech-Motor wurde nie eingesetzt.

Beitrag Mittwoch, 30. Mai 2012

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MichaelZ hat geschrieben:
1991 gab es Gerüchte, wonach Jaguar 1991 einen V12-Motor für Benetton bauen sollte.


gibt es dazu weitere infos?
hatte nicht ford einen v12 in arbeit, der auch schon getestet wurde damals?

Beitrag Mittwoch, 30. Mai 2012
0ph 0ph

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Es gab doch auch mal das Cosworth / Ford - Turbo V6 Projekt?!

Beitrag Mittwoch, 30. Mai 2012

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aber dieser war im lola in rennen vertreten und kam insofern über die test/planungsphase hinaus.

Beitrag Mittwoch, 30. Mai 2012

Beiträge: 543
Dort geht es zwar eigentlich um komplette Modelle - also Chassis und Motor - aber trotzdem dürften sich wohl die meisten der hier bereits genannten Projekte in dieser Liste wiederfinden:

http://8w.forix.com/6thgear/neverraced.html

Ansonsten ist halt die Frage, wie man den Begriff "geplatzt" definiert. Projekte, wie der luftgekühlte Honda V8 von 1968, der V12-Maserati von 1957, der Bugatti von 1955/56 oder der genannte Cosworth V6 Turbo würde ich durchaus auch in dieser Kategorie sehen, auch wenn sie es schon einmal in die eine oder andere Startaufstellung geschafft haben. Aber die Erwartungen sind ja bei weitem nicht erreicht worden und die Projekte viel früher eingestellt, als das eigentlich mal beabsichtigt worden war.

Beitrag Mittwoch, 30. Mai 2012

Beiträge: 1862
zu erwähnen wäre noch der vierzylinder-turbo, den alfa 1987 für ligier baute. nach vernichtender kritik durch arnoux wurde der motor aber noch vor saisonstart ausgebaut und durch einen bmw ersetzt.
"When you're racing, it's life. Anything that happens before or after is just waiting."

Michael Delaney (Steve McQueen), Le Mans

Beitrag Mittwoch, 30. Mai 2012

Beiträge: 46329
x-toph hat geschrieben:
MichaelZ hat geschrieben:
1991 gab es Gerüchte, wonach Jaguar 1991 einen V12-Motor für Benetton bauen sollte.


gibt es dazu weitere infos?
hatte nicht ford einen v12 in arbeit, der auch schon getestet wurde damals?



Hätte auch gerne Infos. In der Liste von uechtel, die ich auch als Grundlage genommen habe, steht das unter dem Projekt "Barone Rampante".

Nicht in dieser Liste ist das Projekt von Schnitzer, das mich eigentlich auf die Idee gebracht hat, diesen Thread zu eröffnen. Einen Cosworth kaufen und selber einen Motor draus entwickeln - gab es noch mehr solche interessanten Projekte?

Und was hat es mit dem Hesketh-Motor auf sich?

Beitrag Mittwoch, 30. Mai 2012
CMR CMR

Beiträge: 4496
x-toph hat geschrieben:
aber dieser war im lola in rennen vertreten und kam insofern über die test/planungsphase hinaus.

Benetton fuhr doch 1987 auch mit einem Turbo-Motor von Ford und man kam auch paar Mal aufs Podest.

Beitrag Mittwoch, 30. Mai 2012

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stimmt, benetton hatte ich da völlig aussen vor gelassen.
aber kam das ford turbo projekt nicht von einem anderen hersteller, als cosworth? mir ist grad so, ich bin aber zu faul nachzuschauen.

Beitrag Mittwoch, 30. Mai 2012

Beiträge: 543
Richtig, hatte ich schon wieder verdrängt. Insofern kann man den Cosworth wohl tatsächlich von der Liste streichen, weil ihm letztendlich nur die Reglementsänderung den Garaus gemacht hat.

Beitrag Mittwoch, 30. Mai 2012
AWE AWE

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Ich komme mal wieder in (Mittel) deutsche Gefilden .
EMW/AWE baute 1955/56 einen 2,5 Liter 6 Zylinder Motor für die F1 . Die Politik verhinderte ,das der Motor jemals in einem F1 eingesetzt wurde . Der Motor befindet sich bei der TU Dresden .
Ein weiteres F2 Projekt für die WM ging von Bobby Kohlrausch aus,einem der besten deutschen Vorkriegsrennfahrer . Er plante den Bau eines GvB F2 mit einem aufgeladenen 500 ccm Motor .Leider starb Kohlrausch noch in der Planungsphase .
GvB steht im übrigen für "Geheimnis von Bobby " ,einem Pseudonym ,da das Auto eigentlich ein LTE -Juwel war ,den Kohlrausch 1950 im Westen kaufte und über die grüne Grenze
schmugelte .

Doro Greifzu dachte 1953 ebenfalls über den Bau eines 2,5 Liter F1 Triebwerkes nach ,das auf Basis des 6 Zyl. EMW- F2-Motors entstehen sollte . Politische Befindlichkeiten brachten das
Projekt zum Scheitern .

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