formelchen hat geschrieben:
Der Vergleich hinkt aber ganz gewaltig.
Erstens weil damals allgemein noch deutlich mehr Geld in die F1 gepumpt wurde. Das große Umdenken begann doch erst Ende 2008, als die Krise kam.
Zweitens hat Mercedes als Werksteam sowieso nicht ansatzweise soviel Geld in die F1 gepumpt wie Honda. Haug hat auch mehrfach behauptet, dass Mercedes nun weniger für die F1 ausgibt als zu McLaren-Zeiten. Und Lauda hat erst kürzlich behauptet, dass Mercedes GP ein kleines Budget habe als Lotus.
Erstens weil damals allgemein noch deutlich mehr Geld in die F1 gepumpt wurde. Das große Umdenken begann doch erst Ende 2008, als die Krise kam.
Zweitens hat Mercedes als Werksteam sowieso nicht ansatzweise soviel Geld in die F1 gepumpt wie Honda. Haug hat auch mehrfach behauptet, dass Mercedes nun weniger für die F1 ausgibt als zu McLaren-Zeiten. Und Lauda hat erst kürzlich behauptet, dass Mercedes GP ein kleines Budget habe als Lotus.
Du beißt Dich nur an dem ganzen Budgetquatsch fest. Ich dachte Dir klarmachen zu können, daß Konzerne eher Angst ums Image haben, das durch Mißerfolg leiden könnte, als vor finanziellem Verlust! Da machen auch die Scheckheftracer keine Ausnahme!
formelchen hat geschrieben:
Du vergisst etwas. Zetsche und Co. scheinen etwas anders zu denken. Die sind auch Motorsport-Fanatiker.
Als Honda, Toyota und BMW ausgestiegen sind, machte Mercedes das Gegenteil und kaufte ein eigenes Team.
Als Honda, Toyota und BMW ausgestiegen sind, machte Mercedes das Gegenteil und kaufte ein eigenes Team.
Du träumst Dir was zusammen, wenn Du denkst Zetsche wäre ein Motorsportfanatiker. Den einzigen Motorsportfanatiker in diesem Laden haben sie kürzlich erst vor die Tür gesetzt...
Daß Mercedes ein eigenes Team gekauft hat, war nur den scheinbar günstigen Umständen geschuldet, als man dachte für kleines Geld einfach das amtierende WM-Team aufkaufen zu können. Daß dieser WM Titel nicht den überragenden Fähigkeiten dieses Teams, sondern dem Umstand daß Brawn alle anderen über den Tisch gezogen hat geschuldet war, wäre einem echten Motorsportfanaten nicht entgangen. Haug hatte wohl bedenken, daß Mercedes die Flucht der Konzerne mitantreten könnte. Also nutzte er diesen schwammigen Umstand, daß Zetsche viel zu wenig Ahnung von der Materie hatte um die tatsächliche Lage zu durchschauen... Als Krönung überredete Brawn dann noch Schumacher mitzumachen. Das genügte, um dem ahnungslosen Vorstand eine Erfolgsgarantie vorzugaukeln. Statt sich zu fragen, warum ein Jenson Button nach einem Titel das Team verläßt, wo doch mit der Übernahme alles noch besser werden sollte, hat man sich einlullen lassen. Und da man die dreijährige Oper der Ausreden leid hatte, sind entsprechend Köpfe gerollt! Und genauso ticken Konzerne! Da gibts keine Freunde. Und bei anhaltender Erfolglosigkeit werden weitere Konsequenzen folgen.
formelchen hat geschrieben:
Wie schon geschrieben: Mercedes verfolgt eine andere Philosophie als die ausgestiegenen Hersteller und ist der F1 nun schon seit fast 20 Jahren am Stück treu - auch wenn man die meiste Zeit nur Motorenpartner war - auch das Engagement und der Einstieg bei McLaren haben einiges gekostet.
Ganz so märchenhaft naiv wie Du das hier darstellst, war die Realität nicht! Die ersten Jahre beschränkte sich das Mercedes Engagement in der F1 auf den Aufkleber "Concept by Mercedes Benz". Erst, als man mit Ilmor mal wieder fremdes KnowHow aufkaufen konnte, hat man sein Branding halt auf deren Motoren geklatscht. Das Engagement bei McLaren mag einiges gekostet haben, was aber anhand unendlich vieler Beispiele klar ersichtlich, für Konzerne kein Problem zu sein scheint. Die entsprechende Publicity war ja da! In McLarens Erfolg konnte man sich als Motorenlieferant ja prima sonnen!
formelchen hat geschrieben:
Funers Widersprüche sind nunmal dumm. Er sagt dass ein Mercedes-Ausstieg Ende 2013 wahrscheinlich sei, sagt aber im Gegenzug dass Hamilton seinen 3-Jahresvertrag erfüllen wird. Merkst du was?
So, nur weil Du keine Ahnung von Verträgen hast, brauchst Du andere nicht als dumm zu bezeichnen. Denn eigentlich sollte Dir klar sein, daß im Falle eines Rückzuges von Mercedes der Vertragsbruch nicht bei Hamilton, sondern bei Mercedes liegt. Hamiltons Verpflichtung in diesem Vertrag gilt somit als erfüllt! Daß dieser nicht über die vereinbarte Zeitspanne laufen kann, ist aus Hamiltons Sicht absolut irrelevant. Er hat dafür aber Anspruch auf eine dicke Abfindung von Mercedes!
