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Ferraris Aerodynamik

Diskussionsforum über Teams und Motoren in der Formel 1.
Beitrag Freitag, 13. April 2012

Beiträge: 1679
micha, du kannst dir sicher denken, dass ich mich mit thesen hier auseinandersetze, bevor ich mitunter doch auch mal leicht zynisch auf so manchen offensichtlichen blödsinn hier reagiere.

darüber, dass inters und wet reifen mit anderen durchmessern, als slicks konstruiert werden weiss ich nichts. dass der unterschied so eklatant sein soll, dass man bei gleichem fahrwerkssetup massive unterschiede bezüglich der effektivität des unterboden feststellen kann, hätte ich gerne belegt.

dass aufgrund des wassers bei regen am unterboden minimale verwirbelungen auftreten, möchte ich auch keinesfalls bestreiten. auch nicht, dass diese bis zum diffusor reichen und es tatsächlich messbare einbußen geben wird.
diese werden jedoch nicht in dem ausmaß auftreten, dass die einstellung, bzw. die effektivität der flügel bezüglich des nötigen abtrieb oberhand gewinnen wird.
zumal unterboden und diffusor, neben den flügeln selbstverständlich, nicht die einzigen mittel zur erzeugung von abtrieb an einem f1 auto sind.

mit argumentationen, wie denen von ferraristo kann ich durchaus leben und, wie du siehst, auch arbeiten.
es macht einen unterschied, ob jemand sachlich etwas zum thema beiträgt, oder blind missverständliche aussagen zitiert, diese mit inkorrekten und nicht wirklich relevanten statistiken zu untermauern versucht, um dann schlussendlich anderen usern vorzuwerfen, oberhalb ihres eigenen horizont zu agieren.

die aussage, mav und ich (etc.) würden uns grundsätzlich nur über diese eine person lustig machen, ganz ohne auseinandersetzung mit dem thema (und damit unterstellst du uns eigentlich auch inkompetenz diesbezüglich) solltest du überdenken!

Beitrag Freitag, 13. April 2012

Beiträge: 6675
x-toph hat geschrieben:
darüber, dass inters und wet reifen mit anderen durchmessern, als slicks konstruiert werden weiss ich nichts.


Ich auch nicht, aber jetzt spinnt gerade die Suchmaschine rum. Daher habe ich kurz im Reglement nachgeschaut, das dazu nur sagt, was die These unterstuetzt:

Technical Regulations hat geschrieben:
Complete wheel diameter must not exceed 660mm when fitted with dry-weather tyres or 670mm when fitted with wet weather tyres.
Kimi Raikkonen

Beitrag Freitag, 13. April 2012

Beiträge: 0
x-toph hat geschrieben:
darüber, dass inters und wet reifen mit anderen durchmessern, als slicks konstruiert werden weiss ich nichts. dass der unterschied so eklatant sein soll, dass man bei gleichem fahrwerkssetup massive unterschiede bezüglich der effektivität des unterboden feststellen kann, hätte ich gerne belegt.

dass aufgrund des wassers bei regen am unterboden minimale verwirbelungen auftreten, möchte ich auch keinesfalls bestreiten. auch nicht, dass diese bis zum diffusor reichen und es tatsächlich messbare einbußen geben wird.
diese werden jedoch nicht in dem ausmaß auftreten, dass die einstellung, bzw. die effektivität der flügel bezüglich des nötigen abtrieb oberhand gewinnen wird.
zumal unterboden und diffusor, neben den flügeln selbstverständlich, nicht die einzigen mittel zur erzeugung von abtrieb an einem f1 auto sind.



http://www.pirelli.com/tyre/de/de/f1/tyre-range.html

Die Wirkung des Unterbodens wird mit jedem Milimeter mehr Bodenfreiheit minimiert, da durch den größeren Spalt zwischen Fahrbahn und Unterboden gemäß Venturi die Strömungsgeschwindigkeit, und der daraus resultierende Unterdruck erheblich nachläßt. Bei zehn Milimetern mehr Bodenfreiheit wird die Strömungsgeschwindigkeit fast halbiert (!). Was das für den zu generierenden Abtrieb bedeutet ist klar. Wenn im Regen Wasser zur strömenden Luft kommt, verdrängt das Wasser eben die benötigte Luft. Die Teams versuchen ja mit ihren hohen Nasen möglichst viel Luft unters Auto zu bekommen. Wird diese nun also durch Wasser verdrängt, fehlt sie eben zum Arbeiten, denn das Wasser trägt nun mal nix zum Venturi-Effekt bei.

Beitrag Freitag, 13. April 2012

Beiträge: 248
Technical Regulations hat geschrieben:
Complete wheel diameter must not exceed 660mm when fitted with dry-weather tyres or 670mm when fitted with wet weather tyres.



Bei zehn Milimetern mehr Bodenfreiheit wird die Strömungsgeschwindigkeit fast halbiert (!)


es sind 5 mm mehr bodenfreiheit. es ist nicht radius sondern durchmesser. :drink:

Beitrag Freitag, 13. April 2012

Beiträge: 421
Das man bei Regen mit anderen Setups fährt, ist doch altbekannt. Ausserdem konnte man in mehreren Interviews nach dem Malaysia-Rennen lesen, dass der Ferrarikonfiguration die nassen Rennverhältnisse wohl eher entgegen kamen.

Ich bin wie MichaelZ der Meinung, dass sich die eigentliche Diskussion an dieser Stelle weniger um das Thema an sich, sondern viel mehr um die Streitereien und Rechthabereien zwischen den Usern dreht.
Zuletzt geändert von Sonnenschein am Freitag, 13. April 2012, insgesamt 1-mal geändert.

Beitrag Freitag, 13. April 2012

Beiträge: 46329
x-toph hat geschrieben:

mit argumentationen, wie denen von ferraristo kann ich durchaus leben und, wie du siehst, auch arbeiten.



Deswegen habe ich ja auch den Einwand gebracht, sich lieber mit ihm auseinanderzusetzen, statt mit formelchen - das endet meistens in Diskussionen abseits des Themas, wobei ich gar keine Schuld an irgendeine Seite verteilen will.-

Beitrag Freitag, 13. April 2012

Beiträge: 0
ahead hat geschrieben:
Technical Regulations hat geschrieben:
Complete wheel diameter must not exceed 660mm when fitted with dry-weather tyres or 670mm when fitted with wet weather tyres.



Bei zehn Milimetern mehr Bodenfreiheit wird die Strömungsgeschwindigkeit fast halbiert (!)


es sind 5 mm mehr bodenfreiheit. es ist nicht radius sondern durchmesser. :drink:


Asche auf mein Haupt! Stimmt natürlich, aber auch fünf Milimeter schränken die Funktion des Unterbodens bereits erheblich ein. Um Formelchen mal etwas Wind aus den Segeln zu nehmen: wenn der Ferrari als Fahrzeug den meisten anderen im Feld durch die steilen Flügel so überlegen war: wo war dann Massa? Hätte er nicht auch wesentlich stärker sein müssen? Mal vorweg: es gibt keinen pauschalen Regengott! Das Käseblatt mit den vier großen Buchstaben hat mit diesem Märchen bei Schumachers Sieg in Barcelona angefangen, wobei Schumacher damals von einem tatsächlich komplett auf Regen eingestellten Auto profitiert hat... Aber das wär laut Formelchen wohl eher Schumacher anzurechnen... Naja, jeder der Toppiloten hat schon außergewöhnliche Regenrennen gezeigt. Man denke nur an Hamilton in Silverstone, usw. Es gab aber auch von allen bereits eher durchschnittliche Regenrennen, da solche Faktoren wie Timing der Boxenstops eine wesentlich größere Rolle spielen. Also, liebes Formelchen: Deine These von einem für den Regen stärkeren Ferrari wär erheblich glaubwürdiger, wenn auch Massa eine solch starke Leistung gezeigt hätte... So bleibt nur zu sagen: Ehre wem Ehre gebührt! So wie niemand versucht Vettels Sieg im Toro Rosso in Monza auf andere Umstände abzuwälzen, so solltest Du halt einfach mal damit aufhören scheinheilig Alonsos Leistung anzuerkennen, um dann im Nachsatz doch den Einwand anderer Umstände hinterherzuschieben...

Beitrag Freitag, 13. April 2012

Beiträge: 26966
MichaelZ hat geschrieben:
x-toph hat geschrieben:

mit argumentationen, wie denen von ferraristo kann ich durchaus leben und, wie du siehst, auch arbeiten.



Deswegen habe ich ja auch den Einwand gebracht, sich lieber mit ihm auseinanderzusetzen, statt mit formelchen - das endet meistens in Diskussionen abseits des Themas, wobei ich gar keine Schuld an irgendeine Seite verteilen will.-


Sorry das kann ich so nicht stehen lassen. Ich habe mich hier nur zum Thema geäussert. Was kann ich dafür, dass andere User hier ständig persönlich und beleidigend werden?

Ich habe meine Theorie immer wieder mit Daten, Quellen etc. untermauert, während bestimmte Leute hier meine Aussagen erstmal verdrehen mussten, um sie dann als falsch darstellen zu können.

Übrigens sind die Aussagen von Ferraristo zum Thema Unterboden in der Tat inhaltlich richtig und logisch - und stützen meine Thesen.
Zuletzt geändert von formelchen am Freitag, 13. April 2012, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag Freitag, 13. April 2012

Beiträge: 26966
Ferraristo hat geschrieben:
Asche auf mein Haupt! Stimmt natürlich, aber auch fünf Milimeter schränken die Funktion des Unterbodens bereits erheblich ein. Um Formelchen mal etwas Wind aus den Segeln zu nehmen: wenn der Ferrari als Fahrzeug den meisten anderen im Feld durch die steilen Flügel so überlegen war: wo war dann Massa? Hätte er nicht auch wesentlich stärker sein müssen? Mal vorweg: es gibt keinen pauschalen Regengott! Das Käseblatt mit den vier großen Buchstaben hat mit diesem Märchen bei Schumachers Sieg in Barcelona angefangen, wobei Schumacher damals von einem tatsächlich komplett auf Regen eingestellten Auto profitiert hat... Aber das wär laut Formelchen wohl eher Schumacher anzurechnen... Naja, jeder der Toppiloten hat schon außergewöhnliche Regenrennen gezeigt. Man denke nur an Hamilton in Silverstone, usw. Es gab aber auch von allen bereits eher durchschnittliche Regenrennen, da solche Faktoren wie Timing der Boxenstops eine wesentlich größere Rolle spielen. Also, liebes Formelchen: Deine These von einem für den Regen stärkeren Ferrari wär erheblich glaubwürdiger, wenn auch Massa eine solch starke Leistung gezeigt hätte... So bleibt nur zu sagen: Ehre wem Ehre gebührt! So wie niemand versucht Vettels Sieg im Toro Rosso in Monza auf andere Umstände abzuwälzen, so solltest Du halt einfach mal damit aufhören scheinheilig Alonsos Leistung anzuerkennen, um dann im Nachsatz doch den Einwand anderer Umstände hinterherzuschieben...


Ich habe hier immer wieder gesagt, dass der Ferrari-Sieg ein Zusammenspiel von Alonsos Fähigkeiten sowie vom Ferrari war, der unter den Regenbedingungen gut lief und dessen Setup auch den Wetterbedingungen ein wenig näher kam.

Dass Massa derzeit ausser Form ist, bestreitet doch niemand. Zudem fuhr er auch eine etwas andere Strategie und bei Regen kann es schon viel ausmachen, wenn man eine Runde zu spät oder zu früh stoppt.

Es ist jedoch auch primitiv, alles an Alonso fest zu machen. Wie ich bereits mehrfach erwähnte, sind die McLaren-Fahrer und die Bullen-Fahrer auch im Regen sehr stark, das hat die Vergangenheit gezeigt.

Von Regengott hat hier auch niemand gesprochen, damit hast du nun angefangen.
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