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Strafen in der Formel 1

Das Formel 1 Forum - Gerüchte, Meinungen, Tests & Rennen.
Wie seht ihr die derzeitige Situation bzgl der ausgesprochenen Strafen?

Vollkommen in Ordnung - jede ausgesprochene Strafe war/ist gerechtfertigt
2
4%
Viel zu viele Strafen - nicht jeder Rennunfall sollte auch bestraft werden
16
30%
Noch viel zu wenig Strafen - jedes kleinste Vergehen gehört ordentlich hart bestraft
0
Keine Stimmen
Das Strafmaß ist unverhältnismäßig - gleiche Vergehen werden zu oft unterschiedlich geahndet
17
32%
Das Strafmaß ist verhältnismäßig - die Stewarts entscheiden gerecht und mit angemessener Härte
2
4%
Die Strafauswirkung ist zu groß - Strafen sollten nicht aufs nächste Rennen ausgedehnt werden (und dieses auch zerstören - Ausfall ist meist schon genug Strafe)
9
17%
Die Auswirkung der Strafe muss spürbar sein - Zurückversetzungen in der Startaufstellung für Vorfälle im letzten Rennen sind OK
7
13%
 
Abstimmungen insgesamt : 53

Beitrag Montag, 02. Juli 2012

Beiträge: 46329
Dann sind wir gar nicht so weit auseinander. Man muss halt nach Maß entscheiden, im Fußball gibts ja auch verschiedene Arten von Fouls. Mir sind die Strafen einfach zu willkürlich und das ständige Bestrafe gefällt mir nicht.

Beitrag Dienstag, 03. Juli 2012

Beiträge: 0
MichaelZ hat geschrieben:
Dann sind wir gar nicht so weit auseinander. Man muss halt nach Maß entscheiden, im Fußball gibts ja auch verschiedene Arten von Fouls. Mir sind die Strafen einfach zu willkürlich und das ständige Bestrafe gefällt mir nicht.


Das ist ja die Krux, sobald Du nach Maß entscheidest, kommt Subjektivität ins Spiel! Da ist doch die Willkür vorprogrammiert.
Irgendwelche Konsequenzen müssen die Fahrer ja befürchten, wenn sie Mist bauen. Gesundheitliche Folgen bleiben ihnen ja gottseidank heutzutage erspart. Aber so ein Ausfall im Rennen reicht halt einfach nicht als Abschreckung. Zwei Wochen später können sie sich ja ohne weiteres wieder ins Auto setzen. Natürlich soll nicht jedes mutige Manöver das schief geht bestraft werden. Drum hat man ja jetzt ehemalige Fahrer mit im Boot. Was ich eine gute Idee finde. Und mit den Werkzeugen die den Rennkommisaren zur Verfügung stehen, können die wohl etwas besser abschätzen als wir was zu bestrafen ist, und was nicht...

Beitrag Dienstag, 03. Juli 2012

Beiträge: 46329
Naja objektiv ist die Strafenverteilung aktuell aber auch nicht.

Beitrag Dienstag, 03. Juli 2012

Beiträge: 10919
MichaelZ hat geschrieben:
Im übrigen gehts ja auch im Kartsport schon verdammt hart zu. Wenn man Kartrennen anschaut fragt man sich eh, wieso die in der F1 überhaupt noch ankommen...

Aber aus genau diesem Grund (und aus den von thoraya und AWE genannten...) gibt es diese Strafen-Diskussion dort inzwischen auch - weil ab DKM aufwärts eine RaceControl da ist wo erfahrene Sachrichter anhand von Videomaterial eingreifen... Bei EM/WM erfolgt das über Onboard- Kameras...
Die Frage ist aber hier wie dort - wo fängt man an, wo hört man auf... "Rennunfälle" als solches müssen erlaubt sein, selbst wenn die manchmal "vermeidbar" gewesen wären. Grobe Fouls gehören geahndet, besonders wenn man irgendwo auch noch Vorsatz erkennen kann - womit wir wieder bei der subjektiven Wahrnehmung sind...
Um den Kreis zu schließen - ich hätte Maldonado/Hamilton als Rennunfall gesehen, den beide hätten vermeiden können und wo beide durch das Ereignis genug gestraft waren... Ich hätte auch Senna/Kobayashi als Rennunfall gesehen und - wenn überhaupt - dann eher Kobayashi verknackt... Und ich hätte Vergne bestraft weil er Kovalainen freiweg ins Auto gefahren ist... Ach ja - und Schumacher dem Senna natürlich auch...
"Wir sind beide tolle Fahrer, nur dass der eine mehr Glück hatte, so lange Zeit in einem so guten Auto zu sitzen."

"I'm just trying to race and this sport these days is more about penalties than about racing. "

Beitrag Mittwoch, 04. Juli 2012

Beiträge: 110
Da es gut zum Thema passt, kopier ich nochmal den entsprechenden Artikel von dieser Seite an dieser Stelle.

Bei einem Meeting in Paris wurde zuletzt über die Wirksamkeit des aktuellen Reglements gesprochen. Vor allem die ausgesprochen Strafe in den vergangenen Rennen sorgten für Diskussionsstoff und könnten nun zu Änderungen im Bestrafungssystem führen. "Bei dem Meeting mit Charlie Whiting kamen ein paar gute Ideen auf. Ob einige davon auch in die Tat umgesetzt werden können, weiß ich nicht. Charlie wird die Sachen analysieren und Empfehlungen aussprechen", erklärte Derek Warwick, der bereits als zusätzlicher Rennsteward zum Einsatz kam.

Die Empfehlungen werden an FIA-Präsident Jean Todt weitergereicht. "Es könnte in den nächsten Monaten oder auch im nächsten Jahr zu einigen Änderungen kommen", verriet Warwick. Zukünftig sollen die Bestrafungen gezielter erfolgen und damit für Teams, Fahrer und Fans verständlicher sein. "Es gibt einen bestimmten Code, dem ich nicht immer zustimme. Für manches Vergehen ist eine Durchfahrtsstrafe einfach zu hart und für andere Vergehen nicht hart genug. Das können wir sicher noch optimieren", sagte Warwick.

Zusätzlich würde eine Durchfahrtsstrafe je nach Rennstrecke härter ausfallen. "In Kanada verliert ein Pilot durch eine Durchfahrtsstrafe 15 Sekunden, in Abu Dhabi ist es weit weniger", erklärte Warwick. Auch die Strafen, die von seinen Kollegen ausgesprochen wurden, sind für ihn nicht immer nachvollziehbar. Das liege aber den fehlenden Informationen. "In Ungarn 2010 hätte ich Schumacher für sein Manöver gegen Barrichello disqualifiziert, aber ich hatte nicht alle Fakten. Die Stewards haben alle Daten, kennen alle Blickwinkel und können daher ein korrektes Urteil aussprechen", so Warwick.


Offensichtlich merkt auch die FIA, dass an ihrem derzeitigen Bestrafungssystem etwas nicht stimmt. Schade nur, dass hier nicht mehr Details angegeben werden, wie die Änderungen konkret aussehen könnten.

Wie denkt ihr so darüber?

Beitrag Mittwoch, 04. Juli 2012

Beiträge: 46329
Naja prinzipiell ist es ja schon mal gut, dass man sich Gedanken macht. Das heißt sie begreifen, dass da was nicht gut läuft.

Aber andererseits lehrt uns die Vergangenheit, dass die FIA in der Regel noch schlimmer macht,.

Beitrag Donnerstag, 09. August 2012

Beiträge: 2
Der Ausfall ist schon Strafe genug :)
Zuletzt geändert von helpen am Montag, 18. Februar 2013, insgesamt 2-mal geändert.

Beitrag Samstag, 11. August 2012

Beiträge: 1
Die Auswirkung der Strafe muss spürbar sein - Zurückversetzungen in der Startaufstellung für das nächste Rennen keine Auswirkung haben, sondern gleich Bestraft werden, oder mit einer hohen Geldstrafe bestraft werden, sollte aber nicht im nächsten Rennen bestraft werden
MMSG
AlfistiGTV

Beitrag Samstag, 11. August 2012
AWE AWE

Beiträge: 13287
Bleibt die Frage ,was ist eine "hohe Geldstrafe" . 50000 Euro mögen für Timo Glock ein kleines Vermögen sein ,für Hamilton ,Alonso und Co. ist das dagegen Peanuts . Zumal bei den Schwerverdienern ehe meist die Teams die Strafe zahlen .Wenn eine Bestrafung im laufenden Rennen nicht mehr möglich ist weil die Zeit zu kurz ist oder der betreffende Fahrer ausgefallen ist ,dann ist eine Strafe im folgenden Rennen durchaus sinnvoll.
Man stelle sich vor man bestraft Fahrer X wegen grober Unsportlichkeit zu einer Durchfahrtsstrafe obwohl der
eh auf P 22 fährt . Dann ist das keine Strafe sondern ein Witz .

Beitrag Samstag, 25. August 2012

Beiträge: 2951
Das Geldstrafenmaß kann man dann doch einfach am Fahrer festmachen. Irgendwann gab es diesen Ansatz ja auch mal bei den Superlizenzen, dass man eine feste Summe hatte und zusätzlich für jeden WM-Punkt in der Saison davor noch einen gewissen Betrag. Fair ist es so dann vermutlich immer noch nicht ganz, aber zumindest wäre schon mal eine etwas größere Verhältnismäßigkeit entstanden, die Fahrer, die in der letzten Saison am erfolgreichsten waren, sind ja wohl in der Regel auch die, die am meisten verdienen.
R.I.P. Marco Simoncelli
20.01.1987-23.10.2011

Beitrag Samstag, 25. August 2012

Beiträge: 0
warum sollte man für erfolg bestraft werden?

Beitrag Samstag, 25. August 2012

Beiträge: 2951
Man wird ja nicht für den Erfolg direkt bestraft. Es ist halt nur so, dass sich je nach Gehalt des Fahrers (das ja wohl normalerweise am Erfolg bemessen ist) eine Geldstrafe ziemlich unterschiedlich anfühlt. Wie AWE es schon richtig erklärt hat, eine Strafe, die einem Fahrer bei einem kleinen Team richtig weh tut, ist einem Topfahrer, der das zehnfache verdient, ziemlich egal. Deswegen finde ich, dass im Fall einer Geldstrafe eben berücksichtigt werden sollte, in welcher Kategorie der Fahrer unterwegs ist. Ideal wäre es natürlich, wenn der FIA jeweils die Jahresgehälter offengelegt werden und im Relgement dann ein bestimmter Prozentsatz davon als Strafe festgelegt wird. So könnte man dann auch andere Faktoren als die Leistung, die für das Gehalt des Fahrers verantwortlich sind, abdecken. Nach meinem Modell würden dann ja Maldonado und Schumacher nach aktuellem WM-Stand mit dem gleichen Betrag bestraft, obwohl der Siebenfache wohl doch noch eine Ecke mehr jährlich verdient als Maldonado.
Wie gesagt, es ist nur so eine Idee, um eine bessere Verhältnissmäßigkeit herzustellen.
R.I.P. Marco Simoncelli
20.01.1987-23.10.2011

Beitrag Samstag, 25. August 2012
AWE AWE

Beiträge: 13287
Ekelstein hat geschrieben:
Nach meinem Modell würden dann ja Maldonado und Schumacher nach aktuellem WM-Stand mit dem gleichen Betrag bestraft, obwohl der Siebenfache wohl doch noch eine Ecke mehr jährlich verdient als Maldonado.
.



Verdienen tut ers wohl weniger , er bekommt halt nur mehr :-)

Beitrag Montag, 27. August 2012

Beiträge: 2951
Wenn man das Strafmaß danach richtet, was der Pilot tatsächlich verdient, kämen wir aber bei manchen nicht um die Prügelstrafe rum, oder? :wink:
R.I.P. Marco Simoncelli
20.01.1987-23.10.2011

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