Blancpain GT Serien - Slovakiaring: Baumann rast zum Sieg für Schubert

Kein Erfolg für Ramos und Vanthoor

Großes GT-Spektakel in der Slowakei: Schubert-BMW hat den aufregenden vierten BSS-Meisterschaftslauf des Jahres gewonnen. Götz verspielt möglichen HTP-Sieg.
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Motorsport-Magazin.com - Die Österreicher Thomas Jäger und Dominik Baumann haben das Hauptrennen der Blancpain-Sprintserie am Slovakiaring nahe Bratislava gewonnen. Auf BMW Z4 GT3 holten die beiden den ersten Sieg in dem Championat für den Oscherslebener Rennstall Schubert Motorsport. Der Silberrang ging an die brasilianischen Markenkollegen Cacá Bueno Sergio Jiménez, während das WRT-Audi-Gespann Enzo Ide und René Rast das Podest komplettierten. Insgesamt boten die Akteure wieder einmal beste GT-Sport-Unterhaltung: Ausrutscher, harte Positionsduelle und andere haarige Situationen prägten den vierten Sonntagsdurchgang der laufenden Saison.

Schon kurz nach dem Erlöschen der roten Ampellichter ging es hoch her: César Ramos war nicht gut weggekommen, weshalb er eingangs der ersten Kurve zu einem optimistischen Bremsmanöver ansetzte. Die Folge: ein Zusammenstoß mehrerer Boliden. Harald Proczyk, Fabian Hamprecht und Matheus Stumpf erwischte es dabei am unglücklichsten; ihre Fahrzeuge gruben sich allesamt im Kiesbett ein. Ramos selbst konnte zwar weiterfahren, doch später patzte sein Teamkollege Laurens Vanthoor. Der amtierende GT-Sprint-Meister kam nach einem Fahrfehler von der Piste ab und musste anschließend die Box ansteuern, um den Kühlergrill seines Audis von jeder Menge Gras und Dreck bereinigen zu lassen. Am Ende blieb dem WRT-Duo lediglich die elfte Position.

Die Entscheidung im Kampf um den Sieg fiel jedoch erst zweieinhalb Minuten vor Schluss. Baumann im Schubert-Wagen überholte mit einem sehenswerten Manöver auf frischeren Pneus den zu diesem Zeitpunkt führenden BMW von Brasilianer Jiménez. Dieser hatte zuvor den ersten Rang von Maximilian Götz geerbt; der HTP-Schützling und nun alleinige Tabellenführer erlaubte sich ähnlich Vanthoor einen kostspieligen Fahrfehler. Denn: Bis dahin hatten Götz und Buhk-Ersatzmann Nico Verdonck das Rennen in ihrem SLS-Mercedes angeführt. Besonders Letztgenannter zeigte sich gut aufgelegt; immer wieder wehrte er in der Anfangsphase Attacken von hinten ab.

Nicht ins Ziel kam im Übrigen Alessandro Zanardi: Der Italiener musste seinen ROAL-BMW nach Feindkontakt mit einem Reifenschaden der Box abstellen. Eine Chance zur Rehabilitation wird es für Zanardi schon in zwei Wochen geben, dann nämlich macht die Serie halt im portugiesischen Portimão.


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