Blancpain GT Serien - Auftakttraining in Spa: Schneider am schnellsten

Schäden schon bei McLaren und Ferrari

Verkürzter Beginn in Belgien: Zwei Abflüge machten Reparaturarbeiten nötig, kosteten Zeit. Gut aufgelegt präsentierten sich HTP-Mercedes und Marc-VDS-BMW.
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Motorsport-Magazin.com - Auf dem Circuit de Spa-Francorchamps hat am Mittag das große Rennwochenende rund um das 24-Stunden-Rennen begonnen. Bei strahlendem Sonnenschein tasteten sich die Akteure in der Trainingssitzung erstmals an die Gegebenheiten in den Ardennen heran. Die Bestzeit markierten dabei die Vorjahressieger von HTP Motorsport. Altmeister Bernd Schneider benötigte für seine zügigste Umrundung des gut sieben Kilometer langen Kurses genau 2:22,097 Minuten, womit er den Nummer-84-Mercedes an die Spitze der Zeitenmonitore manövrierte.

90 Minuten sah der Zeitplan für das erste Einschießen vor, doch letzten Endes wurde etwa eine halbe Stunde weniger gefahren als geplant. Erst schob man den Beginn der Einheit um fünf Minuten nach hinten, da die Piste nicht rechtzeitig freigegeben werden konnte, dann sorgte ein Unfall im Abschnitt Pouhon für rote Flaggen und damit das vorzeitige Ende der Sitzung. Der ART-McLaren mit der Startnummer 98 war an dieser Stelle heftig in die Streckenbegrenzungen eingeschlagen, weshalb die Sportwarte dort aufwändige Reparaturarbeiten an den Leitplanken durchführen mussten.

Bereits zuvor war das Training einmal für kurze Zeit unterbrochen worden. AF-Corse-Schützling Andrew Danyliw hatte seinen Ferrari in der Fagnes-Passage verloren; auch dort mussten Teile der Streckenbegrenzungen erst wieder hergerichtet werden, bevor es weitergehen konnte. Sowohl McLaren-Mann Álvaro Parente als auch Danyliw blieben bei ihren Unfällen unverletzt. Schlussendlich waren 59 von 61 Wagen zeitweise auf der Bahn gewesen. Lediglich die beiden Pro-Am-Ferraris der Mannschaften Sport Garage und GT Corse by Rinaldi waren in ihren Boxen verblieben.

Zwei Deutsche an der Spitze

Zweite im Tableau waren nach der ersten Einheit die drei Mannen um den Nummer-63-BMW der Lokalhelden des Marc-VDS-Rennstalls. Jörg Müller zeichnete hier für die beste Runde verantwortlich. Sein Rückstand auf Landsmann und Markenrivale Schneider betrug rund dreieinhalb Zehntelsekunden. Die vordersten Fünf komplettierten der HTP-Flügeltürer mit der Nummer 86, der WRT-Audi rund um Frank Stippler sowie der Saintéloc-Audi mit der Nummer 26. Die beste Pro-Am-Runde ging indes auf das Konto des Danyliw-Ferraris.

Für die Teams der Blancpain Endurance Series ist nun erst einmal Pause angesagt. Erst um 18:40 Uhr wird es für sie heute weitergehen, dann nämlich mit der Vorqualifikation. Später, also schon unter dunklem Himmel, stehen dann noch zwei weitere Qualifikationseinheiten auf dem Programm. Die Startplätze ganz vorne werden jedoch erst morgen im Rahmen der sogenannten Superpole ausgefahren (ab 18:50 Uhr). Schlechtes Wetter wird für den Rest des Tages zwar nicht erwartet, kann wohl aber nicht gänzlich ausgeschlossen werden.


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