Blancpain GT Serien - Zanardi ehrlich: Ich bin der schwächste Teil

Letzter Test in Misano

Alex Zanardi ist bereit für die Blancpain Sprint Series - Vorbereitungen abgeschlossen, alles bereit fürs Comeback. Zanardi spricht ehrlich über seine Rückkehr.

Motorsport-Magazin.com - Mit einem weiteren Testtag in Misano haben BMW Werksfahrer Alessandro Zanardi und ROAL Motorsport ihre Saisonvorbereitung mit dem BMW Z4 GT3 abgeschlossen. Nach einer vierjährigen Pause feiert der 47-Jährige 2014 sein Comeback im Motorsport und startet in der Blancpain Sprint Series. Der Saisonauftakt wird am Ostermontag, dem 21. April, in Nogaro ausgetragen.

Um bestens vorbereitet in das erste Rennwochenende zu gehen, testeten Zanardi und ROAL Motorsport weitere mögliche Abstimmungsvarianten für den BMW Z4 GT3. Zudem nutzte das Team den Tag zur weiteren Optimierung der Umbauten am Auto, die für Zanardis spezielle Bedürfnisse vorgenommen wurden. Er bremst mit seiner rechten Beinprothese, alles Weitere steuert er mit seinen Händen.

Zanardi beim Test in Misano - Foto: BMW AG

Keine Kristallkugel

Darüber hinaus testete Zanardi heute auch ein spezielles Kühlshirt-System, das seinen Körper beim Fahren kühlt. Denn im Cockpit wird es während der einstündigen Rennen sehr heiß. Für diesen Test herrschten am "Misano World Circuit" mit Sonne und sommerlichen Temperaturen von bis zu 27 Grad Celsius ideale Bedingungen.

"Insgesamt bin ich recht zufrieden. Wir haben über den Winter ein gutes Testprogramm absolviert. Bis zum jetzigen Zeitpunkt haben wir genügend Informationen gesammelt, um in unserem ersten Rennen gute Arbeit abliefern zu können", sagte Zanardi. "Heute haben wir das ohnehin schon gute Paket noch etwas weiter verbessert. Ob dies reicht, um in Nogaro an der Spitze mitfahren zu können, weiß ich nicht - ich habe keine Kristallkugel. Dennoch bin ich zufrieden, wir haben einen guten Job gemacht."

Spezielles Cockpit für Zanardis BMW Z4 GT3 - Foto: BMW AG

Der Schwächste Teil

Zanardi weiter: "Der schwächste Teil des Pakets bin wahrscheinlich ich selbst. Denn ohne Beine zu fahren wird definitiv zu einem größeren Handicap, wenn die Temperaturen steigen. Wenn ich schwitze, fällt es mir sehr schwer, das Auto zu fahren. Zum Glück konnten wir heute dieses Kühlsystem testen, das in der Unterwäsche kaltes Wasser zirkulieren lässt. Das ist für einen Fahrer wie mich eine große Erleichterung. Ich habe definitiv vor, es in Nogaro zu verwenden."

Roberto Ravaglia, Teamchef von ROAL Motorsport, ergänzte: "Es war ein guter letzter Test vor dem Start in die Saison. Alex ist heute 70 Runden gefahren, das sind rund 300 Kilometer. Er hat daran gearbeitet, die Abstimmung seines BMW Z4 GT3 zu finalisieren, und alles ist recht gut gelaufen. Von den Rundenzeiten her war er fast gleichauf mit seinem Teamkollegen Stefano Colombo, der ein sehr schneller Fahrer ist. Es ist also alles vorbereitet, und wir sind startklar für das erste Rennen. Wir sind soweit zufrieden, und nun werden wir sehen, was wir in Nogaro erreichen können."


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